"Liebling Kreuzberg"

Michael Müller: "Manfred Krug bedeutet uns viel"

Der Regierende Bürgermeister trauert um den am Donnerstag verstorbenen Schauspieler und lobt dessen Lebenswerk.

Michael Müller (l.) mit Manfred Krug.

Michael Müller (l.) mit Manfred Krug.

Foto: Jörg Krauthöfer

Mit Betroffenheit hat Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) auf den Tod von Manfred Krug reagiert. "Seine große Leistung liegt darin, dass er erst in Ost, dann in West und schließlich in ganz Deutschland ein Star geworden ist", sagte Müller am Donnerstagnachmittag in einer Pressemitteilung.

Krug sei ein Typ gewesen, "den man nicht vergessen konnte". Seine große Leistung sei gewesen, dass er erst in Ost, dann in West und schließlich in ganz Deutschland ein Star wurde.

Müller lobte Krugs kritische Haltung gegenüber dem DDR-Regime. Krug sei jemand gewesen der es nicht vermieden habe, anzuecken. Das hätten auch die DDR-Oberen bei der Biermann-Ausbürgerung zu spüren bekommen.

Schauspieler Manfred Krug im Alter von 79 Jahren gestorben

Die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann 1976 veranlasste Krug dazu, das Land zu verlassen und in die Bundesrepublik zurückzukehren. Krug, 1937 in Duisburg geboren, war 1949 mit seinem Vater in die DDR übergesiedelt.

"Manfred Krug ist ein Berliner aus Duisburg, unsere Stadt hat ihm viel bedeutet, und er bedeutet uns viel", fuhr Michael Müller fort. "Berlin trauert um einen offenen, ehrlichen und direkten Mitmenschen und Mitbürger von Format." Im Februar hatte Krug den Filmpreis "Paula" erhalten. Michael Müller hielt die Laudatio.