Deutschlandpremiere

Tom Cruise verbringt über eine Stunde mit Berliner Fans

Im Sony Center stellte der Hollywoodstar seinen neuen Film „Jack Reacher 2“ vor. Für Autogrammjäger nahm sich Cruise extra viel Zeit.

Der Presse gegenüber hat der 54-Jährige ein weitaus weniger inniges Verhältnis.

Der Presse gegenüber hat der 54-Jährige ein weitaus weniger inniges Verhältnis.

Foto: dpa

Eineinhalb Stunden hatte Tom Cruise bei der Deutschlandpremiere von „Jack Reacher 2: Kein Weg zurück“ am Freitagabend im Sony Center am Potsdamer Platz veranschlagt, nur um Autogramme zu schreiben. Die Fanpflege hat bei dem Hollywoodschauspieler Tradition. Lange bevor seine Co-Stars Cobie Smulders und Danika Yarosh sowie Regisseur Edward Zwick auf dem roten Teppich ankamen, trotzte Cruise im dunkelblauen Anzug der Berliner Kälte, um so möglichst viele der rund 1800 Wartenden mit einer Unterschrift, einem Selfie oder einem Handschlag zu entlohnen - genau so wie schon bei jeder anderen Station der "Jack Reacher"-Promotour.

"Man möchte ja immer etwas Schlechtes über ihn sagen, aber das ist wirklich fantastisch", stellte Komiker und Filmkenner Oliver Kalkofe anerkennend fest. "Er ist der einzige Hollywood-Star, der das bei jeder seiner Premieren macht, und das macht ihn wirklich zu einem ganz Großen."

Das Kontroverse an Tom Cruise, seine glühende Scientology-Anhängerschaft oder das unklare Verhältnis zu Exfrau Katie Holmes und Tochter Suri, sind wohl auch der Grund, warum der 54-Jährige der Presse gegenüber ein weitaus weniger inniges Verhältnis hat. Während seine Kollegen schon am Nachmittag in Berlin für Interviews zur Verfügung standen, wollte Tom Cruise Statements nur auf dem roten Teppich abgeben. Dort zeigte er sich dann aber von seiner gut gelaunten, überaus professionellen Seite. Er sei froh, wieder einmal in Berlin zu sein. "Die Architektur und die Geschichte der Stadt sind einmalig", so der Schauspieler.

"Allein dieser Ort, an dem wir heute diese Premiere feiern, ist großartig." Worte, die besonders dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller gefallen dürften. "Ich freue mich, Tom Cruise in unserer Stadt begrüßen zu dürfen und würde mir wünschen, dass wir diese gute Beziehung in Zukunft noch vertiefen können", sagte der SPD-Politiker. Er hoffe, sich an diesem Abend mit einem guten Actionfilm ein wenig von einem Tag voller Koalitionsverhandlungen erholen zu können.

Zu den wenigen Glücklichen, die Tom Cruise an diesem Abend über ein Autogramm hinaus wirklich kennenlernen durften, gehörten US-Botschafter John B. Emerson und seine Frau. "Da wir auch aus Hollywood kommen, haben wir viele gemeinsame Freunde. Wir haben uns bisher aber noch nie persönlich getroffen", so Kimberly Emerson. Auch sie hätten sich mit ihm über ihre Liebe zu Berlin unterhalten.

Tom Cruise in "Jack Reacher: Kein Weg zurück"

Nach „Jack Reacher“ von 2012 ist Tom Cruise in der Fortsetzung nun zum zweiten Mal als ehemaliger Militärpolizist der US Army zu sehen, der sich als Einzelkämpfer mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn auf die Jagd nach dem Verbrechen macht. Der Film startet am 10. November in den deutschen Kinos.

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