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Junge Champions aus Berlin

Petra Götze über junge Golfer aus Berlin, Meisterschaften und neue Aufmerksamkeit für den Golfsport.

Die Olympischen Spiele sind vorbei und die Golf-Premiere nach mehr als 100 Jahren hat zwar keine Medaillen, aber dafür vor allem durch das sympathische Auftreten von Martin Kaymer viel positive Aufmerksamkeit für den Golfsport gebracht. Die verdient auch ein junger Golfer aus Berlin: der 16-jährige Falko Hanisch vom Golfclub Stolper Heide hat in Schottland den wichtigsten Einzeltitel im Welt-Jugendgolf geholt.

Er gewann die „Boys Amateur Championship“ auf dem schweren Links-Course in Muirfield. Der letzte und bislang einzige Sieg eines Deutschen bei den British Boys liegt elf Jahre zurück. Trainer Gregor Tilch von der Golfakademie in Stolper Heide ist mächtig stolz auf seinen Zögling, der seinen Erfolg noch gar nicht richtig fassen kann: „Ich brauchte erst mal ein paar Tage, um zu realisieren, was mir da gelungen ist.“ Der 16-jährige ist nun für das europäische Team des Junior Ryder Cups im September nominiert. International erfolgreich ist auch die 18-jährige Anastasia Mickan ( Handicap + 3,5) vom Golfclub Wannsee, der in diesem Jahr für seine Talentförderung vom Deutschen Olympischen Sportbund ausgezeichnet wurde.

Anastasia Mickan siegte bei der Belgischen Internationalen Amateurmeisterschaft und wurde aufgrund ihrer zahlreichen Erfolge zu den Ladies European Masters nach Düsseldorf eingeladen. Richtig gutes Golf wurde in der vergangenen Woche auch bei den Berlin Open in Wannsee gespielt. 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland mit Handicap 4 oder besser kämpften vier Tage lang um den Titel. Bei den Damen siegte ein weiteres Golftalent aus Wannsee: die 17-jährige Alexandra Försterling mit einem Handicap von +2,7, Anastasia Mickan wurde Zweite.

Bei den Herren gewann Tim Mayer vom Frankfurter Golfclub mit Handicap + 2,2 vor dem Wannseer Phillip Konnikov. Wer einfach nur entspannt eine Runde Golf spielen möchte, sollte das in dieser Woche an einem Werktag tun – am kommenden Wochenende werden auf fast allen Plätzen der Region die Club-Meisterschaften ausgetragen. Und für einen mittelprächtigen Hobby-Golfer gilt immer noch: besser einen schlechten Tag auf dem Golfplatz als einen guten Tag im Büro.