Nachgefragt bei

Ivo Ebert

Alexandra Kilian ruft an. Heute: „eins­unternull“-Inhaber und Gastgeber Ivo Ebert

Ivo Ebert (M.) mit seinem Team im „Einsunternull“

Ivo Ebert (M.) mit seinem Team im „Einsunternull“

Foto: Krauthoefer

Wo sind Sie gerade?

Ich sitze im Restaurant vor dem PC und beantworte Mails.

Shirt oder Krawatte?

Kurze Hosen, weißes Shirt, sommerlich.

Ihr letzter Traum?

Mein Dreiseitenhof in der Uckermark. Ich pflanze Tomaten, genieße den Wind und die unberührte Natur.

Und letzter Albtraum-Gast?

Letzten Sonnabend, ein Gast in unserem Kochworkshop, der mit einem Gutschein kam, alles ausgetrunken hat, was wir hatten, und am Ende noch Geld zurückhaben wollte.

Verstehen Kritiker das Konzept des „einsunternull“?

Leider nicht alle. Es bedarf aber auch einer gehörigen Portion Offenheit. Mit meiner Idee arbeite ich am Großen und Ganzen. Dabei versuche ich, Lebensfreude und Vernunft zu vereinen. Eine schwierige Gratwanderung in diesem Segment, aber nicht unlösbar. Ich denke, dass ich in zehn Jahren mit Restaurant und Konzept ganz vorne dabei bin.

Ist die Gegend Torstraße die richtige?

Ich arbeite gegendunabhängig. Aufgrund zahlreicher Unterstützer für meine Idee könnte das Restaurant überall aufmachen, genau so, wie es ist.

Wo finden Sie in Berlin diese Ursprünglichkeit, wenn Sie privat essen gehen?

Ich gehe gern in „Tangs Kantine“ in Kreuzberg, weil dort der Opi persönlich kocht. Und ich gehe gern ins „Horváth“. Sebastian Frank ist unglaublich kreativ und zugleich bodenständig.

Drei Adjektive, die Berlin beschreiben?

Offen, frei, lebendig.

Savigny- oder Potsdamer Platz?

Savigny, weil dieser viel bodenständiger und natürlicher ist. Er stellt Berlin im Ursprung dar.

Was machen Sie jetzt?

Mich für den Service umziehen und dann mit viel Herz unsere lieben Gäste bewirten.