Gastronomie

Walter Schuber schließt seine „Austeria Brasserie“

Vier Tage wird in dem Lokal an der Hundekehlestraße renoviert. Am Freitag will der Inhaber sein Restaurant als „SCHUBERs“ neu eröffnen.

Walter Schuber will sein Restaurant mit neuer Ausrichtung wieder eröffnen

Walter Schuber will sein Restaurant mit neuer Ausrichtung wieder eröffnen

Foto: Peter Wiese / BM

Die Türen der „Austeria Brasserie“ sind am Montag geschlossen geblieben. Zum letzten Mal hat Walter Schuber seine Gäste am Sonntag zu Austern und Hummer in seinem Restaurant empfangen. Mit französischer Küche an der Hundekehlestraße soll ab sofort Schluss sein.

Schuber plant eine Neuausrichtung von Küche und Lokal. Vier Tage lang wird ab sofort renoviert – am Freitag soll die Eröffnung als „SCHUBERs“ erfolgen. Mit österreichischer Küche, neuem Küchenchef und marginalen Veränderungen im Gastraum wie blanken Holztischen und Ansichten von Wien an den Wänden. „Ich möchte nicht mehr nur die Anlaufstelle für die besonderen Anlässe sein, für Hochzeitstage, Besuche oder Geburtstage“, so Schuber. „Ich möchte, dass die Gäste Lust und Appetit bekommen jeden Tag, oder mindestens einmal die Woche bei mir zu tafeln.“

Schuber hatte die „Austeria Brasserie“, damals noch am Kurfürstendamm gelegen, 2005 vom Inhaber des „Bovril“ übernommen. 2012 war Schuber mitsamt Team nach Schmargendorf gezogen, hatte dort „eine gute Zukunft für das Lokal“ gesehen, wie er der Morgenpost vor dem Umzug versicherte.

Doch neue Gegend und neue Gäste haben ein Umdenken erfordert. Ab sofort soll es Tafelspitz aus dem Kupfertopf, Saftgulasch, Schnitzel und Kasnudeln sowie Knödel und Kaiserschmarrn geben. Küchenchef wird Ex-Sous Chef Ole Frischmuth sein, Küchenchefin Isabel Remuß hat Schuber verlassen.

„Ich habe selbst großen Appetit auf die Sonntagsküche meiner Kindheit“, freut sich Walter Schuber auf sein neues Projekt. Der 77-Jährige war 1967 aus Wien nach Deutschland gekommen, hatte unter anderem das „Blau-Rot“ an der Scharfen Lanke in Spandau sowie den „Hackepeter“ am Kaiserdamm und die „Pfeffermühle“ an der Pfalzburger Straße betrieben.