Independence Day

Emmerich, Hemsworth und Goldblum retten die Welt in Berlin

Roland Emmerich, Liam Hemsworth und Jeff Goldblum stellen am Donnerstag „Independence Day: Wiederkehr“ in Berlin vor.

Regisseur Roland Emmerich nimmt sich Zeit für Fans

Regisseur Roland Emmerich nimmt sich Zeit für Fans

Foto: Jens Kalaene / dpa

So wie Steven Gätjen ging es wahrscheinlich vielen Filmfans angesichts des Kinostarts von „Independence Day: Wiederkehr“ am 14. Juli. „Kann es wirklich sein, dass der erste Teil 20 Jahre her ist? Bin ich wirklich so alt geworden“, fragte sich der Moderator am Donnerstagvormittag, als er Regisseur Roland Emmerich, die Hauptdarsteller Jeff Goldblum und Liam Hemsworth sowie den Produzenten und Filmmusikkomponisten Harald Kloser zur Pressekonferenz im Umspannwerk am Alexanderplatz begrüßte.

Er habe sich so lange Zeit gelassen, weil er eigentlich keine Fortsetzungen möge, erklärte der deutsche Hollywoodregisseur Emmerich gleich zu Beginn. Wo er nun aber schon einmal so einen teuren Film gedreht habe, käme er um einen dritten Teil wohl nicht herum. Vorausgesetzt natürlich, die Wiederkehr der Aliens werde auch dieses Mal ein Erfolg. Mit seinem Erstling über einen außerirdischen Angriff auf die Erde am US-amerikanischen Unabhängigkeitstag hatte er weltweit über 817 Millionen Dollar eingespielt.

Überzeugt hätten ihn letztlich auch die neuen technischen Möglichkeiten, so Emmerich. „1996 fühlt sich für einen Filmemacher heute an wie die Steinzeit“, so der gebürtige Stuttgarter. Während die Zerstörung in seinem Film heute komplett aus dem Computer käme, sei man damals noch auf gebaute Modelle angewiesen gewesen. „Hätte ich in den 90er-Jahren den Himalaya mit einem Tsunami fluten wollen, wäre das nicht möglich gewesen“, so Emmerich. „Heute gibt es keine Grenzen mehr, ich kann jedes unmögliche Bild erzeugen.“

Ähnlich verloren wie wohl während der Dreharbeiten vor ihren Bluescreens wirkten währenddessen Jeff Goldblum und Liam Hemsworth, die von der hauptsächlich auf Deutsch geführten Pressekonferenz kein Wort verstanden. Er könne auf Deutsch immerhin bis zehn zählen, so Hemsworth. Als dann jedoch auch noch ein als Alien verkleideter Reporter das Wort ergriff und erklärte, seine Spezies werde demnächst die Welt zerstören, rang der On-Off-Freund von Miley Cyrus sichtlich um Worte. Für Hemsworth, der erst sechs Jahre alt war, als „Independence Day“ zum ersten Mal ins Kino kam, ist es der erste Auftritt in dem Alien-Spektakel von Roland Emmerich. Jeff Goldblum hingegen war bereits 1996 mit dabei. Ein Wiedersehen gibt es auch mit Bill Pullman und Vivica A. Fox. Will Smith hatte der Fortsetzung bereits 2014 eine Absage erteilt. „Roland Emmerich ist ein brillanter Regisseur“, so Goldblum. Und auch die Zusammenarbeit mit Liam Hemsworth habe er genossen. Der gab das Kompliment gern zurück. Wenn er, wie seine Rolle, als Astronaut zu einer Mondmission aufbrechen müsste und nur einen Menschen mitnehmen dürfte, so wäre das sein Kollege. „Jeff Goldblum ist der intelligenteste Mensch, den ich mir vorstellen kann, um die Welt zu retten“, so Hemsworth.