Hologramm für den König

Tom Hanks präsentiert Wüstenfilm im kalten Berlin

Tom Hanks, Regisseur Tom Tykwer und die Stars aus "Ein Hologramm für den König" feiern im Zoo Palast Berlin Europa-Premiere.

Rund 300 Fans warteten am Sonntag vor dem Zoo Palast auf Tom Hanks, der zur Europapremiere seines Filmes „Ein Hologramm für den König“ kam. Laute Sprechchöre sollten ihn zu den Fans bringen. Als sie merkten, dass auf „Tom, Tom!“ zunächst Regisseur Tom Tykwer reagierte, riefen sie „Mr. Hanks, Mr. Hanks!“, um ein begehrtes Autogramm zu bekommen. Mr. Hanks gab ein Interview nach dem anderen und erklärte geduldig jedem Journalisten, dass er nicht, wie am Wochenende in einem Interview zitiert, vorhabe, eine Wohnung in Berlin zu kaufen. „Aber Berlin ist so spannend, ich liebe fast alles an dieser Stadt, bin wahnsinnig gerne in Mitte“, sagte er. „Mein Sohn wird hier vielleicht ein Auslandssemester studieren.“ Und fügte lachend hinzu: „Seit ich ihn mal zu Curry 36 mitgenommen habe, ist er ein ganz neuer Kerl geworden.“

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Der Hollywood-Schauspieler ist durch mehrfache Drehs in der Hauptstadt Berlin-erprobt. „Ein Hologramm für den König“ wurde unter anderem in Marokko und Adlershof gedreht. Die Tanzschritte, die Hanks für die Rolle in seinem aktuellen Film können musste, lernte er bei der britischen Choreografin Nikeata Thompson im Ballettsaal des Friedrichstadt-Palastes. Auch sie kam zur Premiere. Tom Tykwer erzählte von den Dreharbeiten: „Wir waren in der Wüste am Ende der Welt, wohnten in einem burgähnlichen Gebäude, hatten nachts keinen Strom. Es waren ungefähr 40 Grad, wir hatten zu Beginn nur Sandstürme. Und gleich beim Dreh der ersten Szene brach das erste Gewitter aus, das in der Region seit 40 Jahren stattgefunden hatte.“ Aber die Zusammenarbeit mit Hanks sei großartig. Er mache den Job schon so lange und so gerne. „Er hat schon alles gehabt, alles erlebt. Er will neue Dinge erleben. Wenn man ihm etwas bietet, was er noch nicht kennt, freut er sich wie ein kleines Kind.“

Als die untergehende Sonne hinter dem Gebäude des Hotels Waldorf Astoria hervorkam, konnten vom eisigen Wind durchgefrorene Fans dank der warmen Strahlen kurz durchatmen. Nicht so die Filmschaffenden, die in die Kameras der Fotografen blicken mussten – und geblendet wurden. Auf dem roten Teppich ebenfalls dabei waren die Darsteller Alexander Black, Sarita Choudhury und die dänische Schauspielerin Sidse Babett Knudsen. Mit den Gästen, darunter die Schauspieler Lars Eidinger, Anna Brüggemann und Alexander Scheer, verschwanden sie im Zoo Palast.