„The First Avenger“

Robert Downey Jr. geht in Berlin auf Entdeckungstour

Am Donnerstag feierte der neue Film des Hollywood-Stars Premiere. Doch Robert Downey Jr. ist schon länger in Berlin - und genießt es.

Robert Downey Jr. bei der Premiere von  "The First Avenger: Civil War"

Robert Downey Jr. bei der Premiere von "The First Avenger: Civil War"

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Wo der Abend heute enden werde, könne er noch nicht sagen. „Ich habe da aber schon ein paar Ideen“, erklärte Daniel Brühl am Donnerstag bei der Deutschlandpremiere von „The First Avenger: Civil War“ im Sony Center am Potsdamer Platz.

Seine Kollegen Robert Downey Jr., Paul Bettany und Emily VanCamp hätten ihn während der Dreharbeiten als Neuling im Marvel- Universum sofort mit offenen Armen empfangen, deshalb wolle er sich nun bei ihrem Besuch zu Hause in Berlin revanchieren. Bereits am Mittwochabend hatte Downey Jr. Brühl in dessen Tapas-Restaurant „Bar Raval“ an der Lübbener Straße in Kreuzberg besucht und anschließend von den frittierten Auberginen geschwärmt. Bereits seit Dienstag ist der 51-Jährige in der Stadt und hat seitdem im Hotel „Adlon“ am Pariser Platz eingecheckt, den US-Botschafter John B. Emerson zum Lunch getroffen und Stofftiere am Kudamm gekauft.

Schließlich hatte der Iron-Man-Darsteller im Vergleich zu seinen Co-Stars, die einen Teil des Films im vergangenen Sommer auch in Berlin gedreht haben, einiges nachzuholen. „Es ist einfach sehr teuer, mich einfliegen zu lassen“, hatte Downey Jr. schon am Mittag bei der Pressekonferenz im Hotel „Ritz-Carlton“ seine damalige Abwesenheit erklärt. Gleichzeitig nahm er damit sein eigenes Image als laut dem US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ amtierender best bezahlter Schauspieler der Welt auf die Schippe. Schließlich brauche er vor Ort immer einen eigenen Helikopter und alle seine privaten Möbel. „Bis die hier gewesen wären, hätten sie den Film längst abgedreht gehabt.“

Dieses Mal hatte Downey Jr. dafür extra viel Zeit mitgebracht und ließ sich dank seines Fremdenführers und Sprachlehrers Daniel Brühl vor dem Film sogar zu der Aussage „Ich bin ein Berliner“ hinreißen. Brühl spielt in der Comic-Verfilmung den Bösewicht Baron Zemo und kann sein Glück über die Rolle bis heute nicht fassen. „Als mich meine US-Agentin angerufen und von dem Angebot erzählt hat, habe ich mir fast in die Hose gemacht“, so der Berliner. Er habe geglaubt, er müsse schnell alle Comics lesen, um beim Casting nicht als vollkommener Idiot dazustehen, doch dafür sei keine Zeit gewesen. Geklappt hat es trotzdem. „Ich war danach total froh, dass es vorbei war“, so Brühl.

Ratschläge für einen gelungenen Berlin-Besuch bekam Robert Downey Jr. auch von seiner Kollegin Emily VanCamp, die im Film als Sharon Carter zu sehen ist und sich nach den Dreharbeiten im vergangenen Jahr über die Rückkehr in die deutsch Hauptstadt freute. „Wir sind einfach aus dem Hotel raus und haben Dinge entdeckt. Es ist so eine spektakuläre Stadt, in der man sich auch einfach mal verlaufen kann“, so die 29-Jährige. Sie habe Berlin damals hauptsächlich mit den Fahrrad erkundet.

Ein Tipp, den Downey Jr. nach eigenen Angaben bereits am Donnerstagmorgen befolgt hatte - zusammen mit seinen Bodyguards. Allerdings ließen die Fotografen in seinem Fall meist nicht lang auf sich warten. Beim Besuch in der „Bar Raval“ habe er mit Daniel Brühl gewettet, wie lange es dauern werde, bis die Fotos davon im Internet zu finden sind.