Geschichte

Scorpions-Sänger Meine eröffnet neues Mauermuseum

Die multimediale Präsentation an der East Side Gallery erzählt auf mehr als 100 Bildschirmen deutsch-deutsche Geschichte.

Filmemacher Jürgen Ast, TV-Historiker Guido Knopp, Scorpions-Sänger  Klaus Meine und Initiator Jaka Bizilj bei der offiziellen Eröffnung des Mauermuseums

Filmemacher Jürgen Ast, TV-Historiker Guido Knopp, Scorpions-Sänger Klaus Meine und Initiator Jaka Bizilj bei der offiziellen Eröffnung des Mauermuseums

Foto: Getty Images/Adam Berry

Berlins viertes Mauer-Museum, „The Wall Museum East Side Gallery“, ist am Mittwochabend offiziell eröffnet worden. Dazu kam auch Scorpions-Sänger Klaus Meine, dessen Song „Wind of Change“ mit dem Mauerfall verbunden wird.

Geöffnet hat das neue Privatmuseum im Mühlenspeicher an der East Side Gallery im Stadtteil Friedrichshain bereits seit Ostern. Berater für die sich auf 13 Räume erstreckende Ausstellung waren unter anderem der ZDF-Fernsehhistoriker Guido Knopp und der Dokumentarfilmer Jürgen Ast.

Initiator und Kurator des Museums ist der Event-Produzent und Cinema for Peace-Gründer Jaka Bizilj. Der sowjetische Ex-Präsident Michail Gorbatschow hatte den Museumsbau anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls am Checkpoint Charlie im November 2014 in Berlin angekündigt.

Auf mehr als 100 Bildschirmen deutsch-deutsche Geschichte

Die multimediale Präsentation erzählt auf mehr als 100 Bildschirmen deutsch-deutsche Geschichte vom Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Mauerbau bis zum „schönsten Tag der Deutschen“, dem Mauerfall am 9. November 1989. Gedacht wird auch der Mauertoten und Einzelschicksalen mit Zeitzeugen-Interviews.

Auch dem am Freitag gestorbenen früheren Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) wird viel Platz eingeräumt. Gezeigt wird etwa ein Defibrillator, mit dem Genscher trotz zwei überstandener Infarkte 1989 zu Verhandlungen zwischen West und Ost reiste.

Neben dem neuen Wall-Museum gibt es in Berlin bereits das ebenfalls privat geführte Haus am Checkpoint Charlie. Dazu kommen die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße und das Mauer-Panorama von Yadegar Asisi ebenfalls am Checkpoint Charlie.

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