Filmpremiere

Jede Menge wilde Tiere streifen durch den Zoo Palast

Am Abend feierte der Abenteuerfilm „The Jungle Book“ in Berlin seine Deutschlandpremiere. Bekannte Schauspieler sprechen Balu und Co.

Foto: Jörg Krauthöfer

Richtiges Dschungelfeeling erfasste die Zuschauer am Dienstagabend im Zoo Palast in Charlottenburg. Schon allein deswegen, weil der rote Teppich vor dem Kino dieses Mal grün war. Denn auf dem Programm stand die Deutschlandpremiere des Disney-Abenteuerfilms „The Jungle Book“, der Neuverfilmung der Geschichte des kleinen Waisenjungen Mogli, der im Dschungel lebt. Kinostart ist am 14. April 2016.

Zwar kam Hauptdarsteller Neel Sethi nicht zum Kino an der Hardenbergstraße, dafür aber die Synchronsprecher der animierten Tierfiguren: Armin Rohde, Heike Makatsch, Jessica Schwarz, Joachim Król, Ben Becker, Justus von Dohnányi und Christian Berkel waren dabei. Dschungelgefühl verbreiteten alleine schon die Außentemperaturen, denn für viel Gäste fühlten sich die 23 Grad nach dem Winter wohl nahezu tropisch an.

Armin Rhode spricht Balu

Die Geschichte: Mogli wird von Wolfsmutter Raksha im indischen Dschungel aufgezogen. Tiger Schir Khan bedroht ihn, also zieht Mogli alleine durch den Dschungel und findet neue Freunde, darunter den gemütlichen Bären Balu und den weisen Panther Baghira. Doch auch die Schlange Kaa und der Affenkönig Louie machen ihm das Leben schwer.

Armin Rhode war begeistert, den Balu sprechen zu dürfen, in der englischen Fassung gesprochen von Hollywood-Schauspieler Bill Murray. „Der großartige Trickfilm von 1967 begleitet mich schon durch mein ganzes Leben, und jetzt spreche ich diese Riesenlegende Balu“, sagte er. „Eine Traumrolle.“ Ein Typ für den Dschungel sei er aber nicht. „Was einen da alles sticht und beißt – nein danke.“

Jessica Schwarz als Schlange Kaa

Jessica Schwarz ist auch kein Fan des echten Dschungels, liebte aber den Film und seine Figuren. „Ein kleiner Junge, der in der Not Hilfe von Tieren bekommt – wie großartig ist das denn?“, sagte sie. „Und dass er auch noch mit ihnen sprechen kann, ist nicht nur fantastisch, es regt doch die Fantasie von Erwachsenen und Kindern gleichermaßen an.“

Als sie gehört habe, dass sie die Schlange Kaa sprechen darf, sei sie nur noch wie ein Kind herumgehüpft vor Freude. „Ich habe es einfach jedem erzählt, obwohl es eigentlich noch geheim war. Und alle waren begeistert. Noch nie habe ich eine solche Resonanz auf eine Rolle bekommen, außer bei der Romy Schneider vielleicht.“

Im Übrigen sei ihr chinesisches Sternzeichen das der Schlange. „Eines meiner Lieblingstiere.“ Kaas Gesang hätte ihr allerdings einiges abverlangt. „Das war irre schwer, ich musste mich sehr konzentrieren.“

Christian Berkel bringt Sohn Bruno mit

Bei den Dreharbeiten der Mischung aus Realfilm und Computeranimation setzte Regisseur Jon Favreau Puppenspieler ein, die in lebensgroße Puppen der Tiere schlüpften, mit denen Neel Sethi dann agierte und die später durch Animationen ersetzt wurden.

Heike Makatsch übernahm die Stimme von Wölfin Raksha. Schir Khan wird im Original von dem Briten Idris Elba gesprochen, in der deutschen Fassung von Ben Becker, Baghira von Ben Kingsley und Joachim Król.

Für Christian Berkel und Christopher Walken wurde es besonders exotisch. Sie sprachen je auf Deutsch und auf Englisch den Affenkönig Louie. Christian Berkel brachte zur Premiere nicht nur seine Frau Andrea Sawatzki mit, sondern auch Sohn Bruno. Als Gäste kamen unter anderem Schauspielerin Monika Hansen und ihre Kollegin Anne-Sophie Briest mit Tochter Faye Montana.