Saisonauftakt Hoppegarten

Wenn Tom Schilling zum Pferde-Fan wird

Tom Schilling kennt die Rennbahn Hoppegarten schon seit Kindertagen. Beim Saisonauftakt traf er jetzt seinen Lieblingsjockey.

Der Schauspieler Tom Schilling mit Jockeys am Osterwochenende in Hoppegarten

Der Schauspieler Tom Schilling mit Jockeys am Osterwochenende in Hoppegarten

Foto: Krauthoefer

Ob er noch ein privates Erinnerungsfoto machen dürfe, fragt Tom Schilling. „Selbstverständlich“, sagt Eduardo Pedroza, und beide lächeln in die Kamera. Bei der Eröffnung der Saison 2016 auf der Rennbahn Hoppegarten am Ostersonntag wird der Schauspieler selbst zum Fan. In dem ARD-Film „Auf kurze Distanz“ war der Berliner vor Kurzem als verdeckter Ermittler zu sehen, der in den Kreis der serbischen Wettmafia eingeschleust wird. In einem Interview mit dem Kölner „Express“ erzählte Schilling, dass er selbst regelmäßig auf der Galopprennbahn im Osten Berlins zu Gast sei und dort meist auf den Publikumsfavoriten, Jockey Eddie Pedroza, setzte. Das kam auch Hoppegarten-Eigentümer Gerhard Schöningh und der Vorsitzenden des Renn-Klub-Komitees, Tini Gräfin Rothkirch, zu Ohren, die Schilling und seine Familie kurzerhand zum ersten Renntag in diesem Jahr einluden.

Bei schönstem Osterwetter verfolgten Tom Schilling, seine Lebensgefährtin Annie Mosebach und die beiden Kinder auf der Tribüne des Renn-Klubs, wie die Außenseiterin Royal Solitaire mit Reiter Daniele Porcu als Siegerin beim „Preis des Gestüts Röttgen“ überraschte. Aber auch Eddie Pedroza konnte zwei der acht Rennen für sich entscheiden. In den Pausen ließ es sich der gebürtige Pa­na­ma­er nicht nehmen, Schilling eine Jockeyhose zu überreichen, die er und seine Kollegen unterzeichnet hatten und dem 34-Jährigen sogar das Allerheiligste, die Jockey-Kabine zu zeigen. „Ich bin schon als Kind mit meinen Eltern nach Hoppegarten gekommen“, so Tom Schilling. „Ich freue mich sehr, dass ich heute eingeladen wurde. Das sind wohl die kleinen Annehmlichkeiten des Bekanntseins.“

Die Annehmlichkeiten des Renn-Klubs genossen derweil auch ohne Blick hinter die Kulissen ebenfalls die schwangere Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Sigrid Nikutta und ihr Ehemann Christoph Mönnikes mit den vier gemeinsamen Kindern, Jörg Woltmann, Chef der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM), und Ehefrau Kerstin, Designerin Nanna Kuckuck und Ehemann Dirk Ullmann, Moderatorin Dagmar Frederic und „Commissario Brunetti“-Sohn Patrick Diemling, der verriet, dass ab dem Frühsommer wieder neue Folgen der ARD-Krimireihe in Venedig gedreht werden. Nanna Kuckuck freute sich nicht nur über den ersten richtigen Frühlingstag, sondern auch über ihr glückliches Händchen beim Wetten. „Ich habe überhaupt keine Ahnung von Pferden“, so die Berlinerin. „Trotzdem läuft es bestens.“ Ihr Geheimnis: Sie schaue allen Pferden vor dem Rennen ganz tief in die Augen und entscheide sich dann für einen Favoriten. Ob diese Methode auch auf ihre Mitmenschen anzuwenden sei, müsse sie noch herausfinden.

Abseits der VIP-Bühne hatten auch Tom Schillings „Oh Boy“-Kollegen, Schauspielerin Friederike Kempter und Regisseur Jan-Ole Gerster, Glück im Spiel. Beide gehörten zu den 7900 Besucher des Saisonauftaktes. Rennbahn-Eigentümer Gerhard Schöningh zufrieden: „Die Besucherzahl hat unsere Erwartung übertroffen. Dies spornt uns an, unsere Renntage noch familienfreundlicher zu gestalten.“