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Nicht nur Himbeere: 42 Sorten Berliner Weiße

Am Sonnabend hat die Berlin Beer Academy zum 3. Berliner Weiße Gipfel nach Pankow eingeladen. Im Industriedenkmal Weißbierbrauerei Willner boten 17 Biermanufakturen 42 Sorten Berliner Weiße an. 1681 erstmals urkundlich erwähnt, von den Soldaten Napoleons als „Champagne du Nord“ gelobt und Mitte des 19. Jahrhunderts das beliebteste Bier der Hauptstadt, wurde es im 20. Jahrhundert im Zuge der industriellen Massenproduktion still um die Berliner Spezialität. Aber jetzt fertigen immer mehr Craft-Beer-Brauereien wieder das Sauerbier. „Berliner Weiße ist ein ganz großer Trend, jeder Brauer bekommt leuchtende Augen, wenn er davon spricht“, sagte Sylvia Kopp, Organisatorin der Veranstaltung, am Abend.

Mit dabei waren Berliner Manufakturen wie Brewbaker und Bogk-Bier, aber auch Brauer aus den USA, Großbritannien, den Niederlanden, Estland und Finnland. In 0,1 Liter Probiergläsern für ein bis 1,50 Euro konnte Berliner Weiße von Stachelbeergeschmack bis zu einer in Rotweinfässern gereiften Variante mit Kirschen verkostet werden. „Die neuen Sauerbiere brauchen keinen Sirup – das hat man früher gemacht, um den Geschmack gefälliger zu machen – das haben diese Biere gar nicht nötig“, sagte Kopp. Außerdem gab es Vorträge und Führungen durch die Räume der Willner Brauerei. „Der Gipfel war ein voller Erfolg – über 500 Besucher sind gekommen. Und besonders schön: Es wurde nicht nur getrunken, sondern es gab auch einen regen Wissensaustausch“, sagte Sylvia Kopp.

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