Morgenpost-Menü

Es rattert, zischt und brutzelt in der Küche des „Vox“

Benjamin Haselbeck lädt im Dezember zum Morgenpost-Menü ins „Vox“ im „Hyatt“ Berlin am Potsdamer Platz.

Da ist Präzision gefragt: Küchenchef Benjamin Haselbeck (l.) und Sven Evers richten den ersten Gang an

Da ist Präzision gefragt: Küchenchef Benjamin Haselbeck (l.) und Sven Evers richten den ersten Gang an

Foto: Amin Akhtar

Einer wischt, ein anderer schiebt, der nächste krümelt, knackt und klopft. Zehn Mann stehen in der Küche, das Edelstahl glänzt, Dampf steigt aus den Töpfen, helles Licht blitzt hinter dem Glas in der Auslage hervor, es rattert, zischt und brutzelt.

„Leidenschaft ist eine dieser Eigenschaften“, sagt Benjamin Haselbeck. Der neue Küchenchef des „Vox“ steht am Pass seiner offenen Showküche im „Grand Hyatt Berlin“ und erklärt, welche drei Dinge für ihn und sein Team wichtig sind. „Es soll mit Leidenschaft gearbeitet werden, dabei aber asiatisch besonnen sein – und das Ergebnis sollte Persönlichkeit tragen“, sagt Haselbeck. Im Dezember lädt er die Leser der Morgenpost zum Menü, um ihnen seine drei „Mantras“, wie er sie nennt, auf dem Teller zu beweisen.

Der Grünkohl ist eine Erinnerung an seine Heimat

Er beugt sich über den Teller vor sich, drapiert Grünkohl und Coppa di Parma zwischen zwei Filets vom Aal, streut Granatapfelkerne darauf und tupft ein wenig von Speckräuchercrème hinzu. Der erste Gang, ein wunderbar fruchtig-würzig-rauchiger Start zu einem 2014er Riesling Unplugged von Tesch von der Nahe ist fertig.

Der Grünkohl hat persönlichen Bezug. Benjamin Haselbeck ist in Hannover geboren und in Bremen aufgewachsen. Seine Ausbildung hat er hier, im „Vox“, damals noch unter Josef Eder und Felix Petrucco, gemacht – nach Stationen in Zürich und Amsterdam ist er nach Berlin zurückgekehrt. Anfang des Jahres hat er die Position des Küchenchefs übernommen. „Man muss Mut zeigen“, sagt der 29-Jährige. Und dass im Restaurant neuerdings nicht mehr „diktiert“ werde, „sondern Dinge gemeinsam entschieden“ würden. So, wie der 2014er Kühling-Gillot Grauburgunder Qvinterra aus Rheinhessen, der gemeinsam mit dem Service-Team zum zweiten Gang, einem krossen Schweinekinn, sechs Stunden bei 62 Grad gegart und butterweich, mit Reisjus, Maiskrapfen, Curryschaum und Hagebutten-Birnen-Sauce, ausgesucht worden ist. Auch die Weinbegleitung zum dritten Gang, einem leicht gelierten Glühwein mit Mandarinensorbet, Puffreis und Kardamom-Kondensmilch, ist nach gemeinsamer Überlegung von einem Cocktail zum Glühwein geworden: Es gibt den 2012er Spätburgunder von Battenfeld-Spanier aus Rheinhessen.

Die asiatische Linie ist der rote Faden

Bevor das Dessert von Benjamin Donath, frittierte Keulchen von Ziegenquark mit Quitten-Apfel-Sud, Senfsaat, Honigeis und Panna-Cotta-Chip und ein Cocktail „Apple Delight“ kommt, serviert Haselbeck den Höhepunkt des Menüs. Zu einem 2014er Dornfelder von Braun aus der Pfalz gibt es Nierenzapfen vom Black Angus-Rind mit einem perfekt gewürzten Süßkartoffelpüree, Cashew-Crème, mit Sake abgelöschte Buchenpilze und Teriyaki-Sauce.

Die asiatische Linie in all seinen Gerichten zieht Haselbeck im Gegensatz zu seinem Vorgänger durch. Seine Leidenschaft, erstes Mantra, für Fernost, zweites Mantra, hat bei Haselbeck eine persönliche Note – das dritte Mantra: Seine Freundin ist Halb-Koreanerin. „Wir besinnen uns in Küche, Service und Ambiente des neuen ,Vox‘ auf das, was es ist“, sagt Haselbeck, „eine Verbindung der Produkte durch asiatische Elemente.“

Weitere Informationen

Das Menü Auf Wunsch zahlreicher Leser kehren wir zum ursprünglichen Reservierungssystem zurück. So ist es ab sofort wieder möglich, das Morgenpost-Menü direkt über den teilnehmenden Gastronomen zu reservieren. Ein Kauf von Menütickets ist damit nicht mehr notwendig.

Die Buchung Wie funktioniert eine Teilnahme am Morgenpost-Menü im Dezember 2015? Am letzten Sonntag des Vormonats wird das Menü des Aktionsmonats in der Berliner Morgenpost bekanntgegeben.

Die Leser der Berliner Morgenpost haben dann die Möglichkeit, ihre Reservierung für den gewünschten Tag des Aktionsmonats direkt beim Gastronomen vorzunehmen. Eine Reservierung kann entweder persönlich oder telefonisch über das Restaurant erfolgen. Leider wird eine Buchung über das Online-Buchungssystem sowie über die Hotline der Berliner Morgenpost nicht mehr möglich sein.

Der Inhalt Was beinhaltet das Morgenpost-Menü? Das 5-Gänge-Menü beinhaltet pro Gang je 0,1 l korrespondierender Weine und zusätzlich eine Kaffeespezialität Ihrer Wahl. Der Preis für das Menü beträgt 69,90 Euro pro Person, der direkt beim Gastronomen zu bezahlen ist.

In diesem Monat Fünf Gänge und fünf Weine vom 1. bis einschließlich 30. Dezember 2015 gibt es im „Vox“-Restaurant des „Grand Hyatt Berlin“ am Marlene-Dietrich-Platz 2 in Tiergarten für 69,90 Euro pro Person und nur, solange die Plätze reichen. Es gibt täglich zwei Seatings, um 18.30 Uhr und um 20.30 Uhr. Ausgenommen vom Menü sind die Tage 24., 25., 26. und 27. Dezember. Plätze sind zu reservieren direkt im Restaurant unter Tel.: 25 53 12 34.

Der Gewinn Drei Mal zwei Morgenpost-Menüs gibt es zu gewinnen bei AboExklusiv in den Ausgaben der Berliner Morgenpost vom 6. und 20. Dezember 2015.