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Schwarzer Teppich für zwei Rapper aus Amerika

Maria Bidian

Ice Cube hat eine erstaunlich sanfte Stimme. Seine Augen sind von einer dunklen Sonnenbrille verdeckt, die schwarze Baseballkappe ragt ihm über die Stirn. „Alles was wir in den letzten 20 Jahren an Hip-Hop gehört haben, Eminem, Snoop Dog, alles, hat mit N.W.A. angefangen“, sagt der US-amerikanische Rapper.

Zusammen mit Dr. Dre ist Ice Cube für die Europapremiere seines Films „Straight outta Compton“ (Kinostart: 27. August) nach Berlin gekommen. Die beiden produzieren nicht nur den Hip-Hop-Streifen, sondern sind auch Mitbegründer der Gruppe N.W.A. „Es ist toll, unsere Geschichte auf der Leinwand zu sehen”, sagt Ice Cube, „besonders unglaublich ist, dass mein Sohn meine Rolle im Film übernommen hat.“

Für die Premiere im Sony Center wurde standesgemäß nicht der rote, sondern der schwarze Teppich ausgerollt. Der Film erzählt die Geschichte der Hip-Hop-Gruppe N.W.A. um Ice Cube, Dr. Dre, Eazy-E, DJ Yella und MC Ren, die in den 1980er-Jahren von den Straßen Comptons zu Weltstars wurden. Mit ihren ehrlichen und politischen Texten über den brutalen Alltag in ihrem Stadtteil in Los Angeles begeisterten sie Millionen und verärgerten die Öffentlichkeit. Das Album „Straight Outta Compton“ war ihr erster großer Erfolg.

Als Überraschungsgast begrüsste Moderator Patrice Bouédibéla den Musiker und Produzenten Ryan Leslie. Neben deutschen Rappern wie Haftbefehl waren auch die Reggae-Musiker von Culcha Candela gekommen. Zwar hätte alles mit der Musik aus Compton begonnen, heute sei es aber wieder wichtig, den Rap zu seinen kritischen, politischen Anfängen zurück zu führen, sagten die Künstler der Gruppe.

( msb )

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