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Daniel Barenboim spielt, dirigiert – und feiert

Vor und nach seinem Konzert mit dem West-Eastern Divan Orchestra laden der Dirigent und BMW zu einem Empfang sowie einer Aftershowparty.

Die Gastgeber: Daniel Barenboim und Frau Elena mit Hans-Reiner Schröder

Die Gastgeber: Daniel Barenboim und Frau Elena mit Hans-Reiner Schröder

Foto: API (c.) Michael Tinnefeld / Agency People Image

Das Rundum-Sorglos-Paket für geladene Gäste besteht aus „Sarahs Stullenbox“, Zweifach-Lagen-Capes und Wollweich-Decken sowie selbstverständlich adretten Hostessen, die mit Leuchtstäben den Weg durch Nieselregen und „Otto Normalbesucher“ weisen. „Paula, hier ist alles nass“, ruft Katja Riemann ihrer Tochter zu, die sich den Weg Richtung Mutter und Sarah-Wiener-Versorgungskisten vor der Bühne bahnt. „Warte, ich ziehe die Schuhe aus“, sagt Alexandra Kamp zu Freund Michael von Hassel – und steigt kurzerhand barfuß und rotbelackt über die Bänke zu den besten Plätzen.

Wer von BMW-Berlin-Direktor Hans-Reiner Schröder sowie dem Maestro himself, Daniel Barenboim, zum Auftritt des West-Eastern Divan Orchestra geladen wird, bekommt Empfang, Konzert und Party im Club an der Friedrich-Fliesen-Allee inklusive. Der Anwalt Barenboims, Gregor Gysi und Ex-Frau Andrea, sowie Wolfgang Schäuble und Tim Renner entschieden sich, lediglich hören zu wollen. Richtung Clubhaus machten sich nach den Zugaben Barenboims rund 100 Kunden des Autohauses, die Musiker selbst sowie der Regierende Bürgermeister Michael Müller, KPM-Inhaber Jörg Woltmann mit Frau Kerstin, Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Armin Rohde, Martina Gedeck, Uwe Ochsenknecht mit Freundin Kiki Viebrock, Thomas Heinze und Michael Mendl auf.

„Wir haben ihn schon heute Mittag proben hören“, verriet Kerstin Woltmann zu Hummus und Lammwürsten von Caterer Casalot. Die Barenboims seien ihre Nachbarn. Martina Gedeck erzählte, wie sich das Leben mit Glatze und nun kurzen Haaren anfühlt. Für ihre Rolle in „Anne Frank“ hatte sich die Schauspielerin den Kopf rasieren lassen. „Man ahnt gar nicht, wie sehr ein Mensch doch von seinen Haaren bestimmt ist“, so Gedeck. „So lange feiern, wie es geht“, wollte hingegen Barenboim-Schützling Lahav Shani. Der Mahler-Preisträger und Zugaben-Dirigent des Abends zeigte Prominenz und Politik, mit welch normalen Mitteln das möglich ist. Um halb zwölf holten seine Kollegen ihre Instrumente wieder raus, positionierten sich im Garten, spielten spanische, israelische und arabische Volkslieder – und tanzten bis in die Nacht. Bis auf Schröders, Heinze und Ochsenknecht war der Rest der prominenten Gäste da längst schon wieder weg. Und Barenboim? Blieb bis kurz vor Schluss bei seinen jungen Musikern.