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„Ich steckte während der Dreharbeiten im Kamin fest“

Tina Molin

Anna Loos strahlt übers ganze Gesicht, ihr Ehemann Jan Josef Liefers plaudert entspannt, und Justus von Dohnányi blickt seelenruhig über das Wasser des lauwarmen Swimmingpools im Haubentaucher an der Revaler Straße in Friedrichshain. Bei der Premiere von „Desaster“ war die Stimmung so gelöst, wie sonst selten bei solchen Events. „Es ist eine Familienproduktion gewesen“, sagt Schauspieler Dohnányi, der auch Regie geführt hat. Mit 700.000 Euro hatte die rabenschwarze Gangsterkomödie ein so geringes Budget, dass alle anpacken mussten. „Ich habe mich um die Kostüme gekümmert“, verriet Anna Loos, und der Regisseur selbst habe auch mal Kabel geschleppt.

Alle, also auch Milan Peschel und Stefan Kurt, haben im Drehmotiv, einer Luxusvilla in St. Tropez an der Côte d’Azur, gewohnt. „Wir mussten morgens die Zimmer komplett räumen, damit gedreht werden konnte“, so Loos. Sie und Ehemann Jan Josef Liefers hatten die Kinder und Großeltern dabei und nutzten die 37 Drehtage auch um Urlaub zu machen. Dohnányi war ebenfalls mit Ehfrau und seiner 23-jährigen Tochter Zoe angereist. Faul am Strand rumliegen, konnte sein Nachwuchs jedoch nicht. „Klar, musste sie mitanpacken“, stellte der Filmemacher fest. Sie hätte als Fahrerin gearbeitet und bei den Kostümen geholfen. „Jede Hand zählt“, so Dohányi. Er selbst hatte es sich diesmal beim Regieführen leicht gemacht. „Ich steckte die meiste Zeit während der Dreharbeiten im Kamin fest“, erklärte er. Daher sei er nicht in jeder Szene zu sehen gewesen und musste sich nicht so sehr auf die Schauspielerei konzentrieren.

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