Streetfood Markt

Raki, Meze und Politik beim Spirit of Istanbul Festival

Zum 3. Mal fand das Festival „Spirit of Istanbul“ statt und verwandelte The Station am Gleisdreieck in einen Streetfood-Markt. Gülcan Kamps führte durch den Abend mit Jupiter Jones und Joana Zimmer.

Foto: Krauthoefer

Orient und Okzident trafen am Sonnabend in der „Station Berlin“ aufeinander. Beim dritten „Spirit of Istanbul“-Event verwandelte sich die Location am Gleisdreieck in einen quirligen Streetfood-Markt mit Mezes und bot obendrein allerlei Unterhaltung. Moderatorin Gülcan Kamps führte durch den Abend mit den Bands Balkanoid, Jupiter Jones und Comedian Murat Topal. Für ausgewählte Gäste servierte Sternekoch Ali Güngörmüş ein Dinner.

Marion Kracht, Nanna Kuckuck und die hochschwangere Kerstin Linnartz ließen es sich schmecken. Bruno Eyron geriet ins Schwärmen. „Istanbul ist eine unfassbar tolle Stadt; lebhaft und großstädtisch – da kommt einem Berlin wie eine Kleinstadt vor.“ Sänger Jay Khan hatte schmerzhafte Erinnerungen an die Stadt am Bosporus: „Ich habe mir dort die Haare transplantieren lassen“, gestand er erstaunlich freimütig. Eingeladen hatte ein türkischer Spirituosen-Hersteller. „

Wir wollten für einen Abend entschleunigen, sodass die Menschen in Ruhe und ohne Hast essen und genießen können“, sagte Tina Ingwersen-Matthiesen von Borco-Marken-Import, die das Getränk vertreiben. Grünen-Vorsitzender Cem Özdemir freute sich. „Seit Präsident Erdogan den Alkoholausschank in der Türkei einschränken will, ist Raki-Trinken fast schon ein politischer Akt des Widerstands“, erklärte der Politiker, der selbst jedoch keinen Raki mag, wie er sagte.