Promi-Lokal

Das „Dudu“ kocht jetzt auch in Berlins City West

Hilary Swank, George Clooney, Tom Hanks oder Jared Leto: Prominente lieben das „Dudu“ in Mitte. Jetzt hat das „Dudu 31“ in Charlottenburg eröffnet.

Foto: Amin Akhtar

„Da läuft Christoph Waltz!“ Chi Cao Hanh deutet nach draußen auf den Oscarpreisträger, der über den Bürgersteig eilt. „Verrückt, er geht hier vorbei, gerade als wir von prominenten Gästen erzählen“, sagt sie und lächelt. Die 28-Jährige sitzt neben ihrem Bruder Nam Cao Hoai in ihrem Restaurant „Dudu 31“ an der Bleibtreustraße in Charlottenburg und spricht über Gäste wie die Hollywoodstars Hilary Swank, George Clooney, Tom Hanks oder Jared Leto, die sie bereits bewirtet haben – in ihrem ersten „Dudu“ an der Torstraße in Mitte, das sie 2008 eröffneten und das inzwischen legendenartigen Status hat. Auch deutsche Filmstars wie Matthias Schweighöfer, Heike Makatsch, Palina Rojinski und Jürgen Vogel speisen gern bei ihnen. Fotograf Mario Testino zählt ebenso zu ihren Fans wie Regisseur Tom Tykwer.

Am 24. Februar eröffneten sie nun ein zweites „Dudu“ – „und haben die Bude nach einer Woche schon voll“, sagt Hoai. So voll, dass ihm beim Kochen am vergangenen Sonnabend mittags der Fisch ausging. „Wir haben nicht mit dieser Resonanz gerechnet“, sagt der 33-Jährige. „Wir sind überwältigt.“ Das Interieur im neuen „Dudu“ ist vollkommen anders als im alten. Die Wände sind nicht hell, sondern tief dunkelviolett. Es gibt große Windlichter mit Perlmuttschimmer, keine Bänke, sondern bequeme, moderne Holz-Designerstühle mit hohen Lehnen aus schwarzen Stäben. „Wir setzen auch viele unterhaltsame Akzente“, sagt Hoai mit einem Augenzwinkern. „Zum Beispiel ist das Toilettenpapier lila.“

Eigentlich gründeten sie das erste „Dudu“, um, wie sie sagen, ihrer Mutter eine verlässliche Altersvorsorge zu ermöglichen. Thyen Dang Thi kocht mit ihrem Sohn asiatische und internationale Delikatessen. So gut, dass das Restaurant in den vergangenen Jahren zum Geheimtipp unter Prominenten wurde. „Wir haben schon so unfassbar viele lustige Anekdoten erlebt“, sagt Chi Cao Hanh, die Modedesign studiert hat und nun mit ihrem Bruder die Restaurants leitet. John Goodman wirke wie ein Pfeiler, sagt Hoai. „Ich war überrascht. Er ist so groß und stark.“ Chi Cao Hanh erzählt, wie eine junge Frau auf Englisch am Telefon reservierte, ihr Bruder alles falsch aufschrieb. „Halt.“ Nam Cao Hoai unterbricht sie. „Du musst das richtig erzählen. Ich habe mich früher in der Schule lieber für Basketball und Mädchen interessiert als für Englisch. Die Frau buchstabierte mir ihren Namen, ich verstand sie nicht ganz.“ Sie sollte mit ihrer Begleitung am Nottisch neben dem Eingang sitzen. „Eine Art Katzentisch. Und dann fuhren zwei schwarze Limousinen vor, und es stieg Hilary Swank mit ihrem Mann aus“, sagt Hoai. „Mir war das so peinlich. Ich bin doch so ein Fan von ihr.“

Etwa sechs Wochen lang kamen George Clooney und Bill Murray mit Kollegen und Freunden mehr als insgesamt 20 Mal zum Essen. Die Security-Leute prüften zuvor Räume und Notausgänge. „Wir machen das alles mit, ist doch klar“, sagt Chi Cao Hanh. „Manchmal müssen wir aber sagen ‚Wir können leider das ‚Dudu‘ nicht für Euch umbauen‘.“ Lachen müssen die Geschwister, wenn sie an Bill Murray denken. „Meist kommen die Stars überraschend und wenn ich mir mal einen Tag freigenommen habe“, sagt Hoai und lacht. Einmal wollte er mit einem Freund eine Oldtimer-Tour nach Brandenburg machen. „Unterwegs rief mich mein Team an, dass Bill Murray mit Familie da sei. Ich musste in die Küche.“ Sie fuhren zurück, parkten rasch ohne Parkschein an der Torstraße. „Nach einiger Zeit beobachtete Bill Murray von drinnen eine Ordnungsamtsmitarbeiterin beim Knöllchen verteilen“, sagt Hoai. „Er ging hinaus, zog ein Parkticket und klemmte es unter den Scheibenwischer. Das werde ich nie vergessen, garantiert nicht.“