Übergabe

Josef „Jo“ Laggner trennt sich von seiner Gendarmerie

Alexandra Kilian

Foto: Amin Akhtar

Fünf Jahre gehörte das Restaurant im ehemaligen Bank-Gebäude an der Behrenstraße zur Laggner-Gruppe. Ab sofort ist Jörg Haas alleiniger Besitzer. Hilfe bekommt er von Rolf Schmidt.

Neuigkeiten aus der „Gendarmerie“. Das Restaurant nahe des Gendarmenmarkts, das seit 2009 zur Laggner Gruppe gehörte, gehört nun alleinig Jörg Haas, Immobilieneigentümer und zuvor Teilhaber. Haas hat zum Aufbau seines ab sofort „Hauptstadtrestaurant Gendarmerie“ genannten Hauses ebenfalls den Küchendirektor von Josef „Jo“ Laggner übernommen. Rolf Schmidt kümmert sich als Maître mit dem alten Küchenchef Michael Weigt um das „Hauptstadtrestaurant“ sowie um die ebenfalls übergebenen Objekte „Humboldt-Carré“ und „Austernbank“.

Nach dem Umbau soll es „Berliner Küche à la 21. Jahrhundert“ geben. „Kein Schnitzel mehr, sondern Gerichte wie Senfei oder Leber“, sagt Rolf Schmidt, „dazu wird ein Teil der Bar zur offenen Küche.“ Mit Stullenvitrine und Kunst von Markus Lüpertz’ Sohn an der rechten Wand. Die Berliner Mauer wolle er dort darstellen, zur Eröffnung solle das Werk hängen.

Achteinhalb Jahre hat er Laggner kulinarisch beraten und für dessen Häuser besorgt. „Da war ich Einzelkämpfer“, sagt Schmidt. Angestellt ist er nun bei Jörg Haas, je nach Bedarf lasse er sich jedoch tageweise von Laggner „ausleihen“. „Wir haben uns wirklich im Guten getrennt“, sagt Rolf Schmidt.

„Es war eine geschäftliche Entscheidung, mit der beide Seiten zufrieden sind“, sagt Josef Laggner. Die Belastung sei letztlich zu hoch gewesen. Laggner hatte mit Verlustgeschäften auf dem Flughafen BER und der jahrelangen Baustelle für die U-Bahn Unter den Linden zu kämpfen. „Und wenn ich Herrn Schmidt brauche, ist er noch für uns da.“ Seine Schwester Anna-Maria Maaß wird zudem weiterhin als Geschäftsführerin des Hauptstadtrestaurants wirken – und alle Mitarbeiter sind übernommen.

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