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Das Hotel de Rome verliert seinen Direktor

Thies Sponholz verlässt nach acht Jahren das Fünf-Sterne-Haus am Bebelplatz und übernimmt in Hamburg das „The Fontenay“. Es sei Zeit für etwas Neues, so Sponholz.

Foto: Christian Hahn

Charmant wie stets begrüßt er seine Gäste, doch angespannt wirkt er. Nicht wie sonst, gelassen, locker, zu Hause im Hotel de Rome. Denn Thies Sponholz ist dort nicht mehr zu Hause. Auch wenn er mit Labrador Ruby nach dem Mittag wie stets Richtung Hausvogteiplatz läuft, sie mit „Laufen wir jetzt, laufen wir jetzt?“, auffordert.

Denn Thies Sponholz, Direktor des Rocco Forte Hotel de Rome, verlässt zum Ende des Jahres das Fünf-Sterne-Hotel am Bebelplatz. Der gebürtige Husumer wird Anfang 2015 als Geschäftsführender Direktor für das Luxushotel „The Fontenay“ in Hamburg beginnen, das zurzeit noch gebaut wird. Es müsse jetzt einen Schritt weitergehen, sagt Sponholz. „Ich bin jetzt 45, es ist Zeit für neue Aufgaben.“ Der Abschied sei dennoch nicht leicht. „Das ist hier meine Familie – und seit sie es weiß, fällt es mir schwer.“

Sie weiß es schon seit September. Selbstbewusst fragte er sich schon damals, wer seine Aufgabe, die er seit Eröffnung des Hauses in 2006 inne hatte, ab 1.1.2015 übernehmen solle. „Wer soll es auch machen?“, so Thies Sponholz. Das Format, sein Format, sei selten.

Blick auf die Alster und ein Infinity Pool

Sein neues Haus in Hamburg wird erst im Sommer 2016 eröffnen, bis dahin bleibt es operativ. Drei Ellipsen solle das Gebäude bekommen, alle Zimmer mit Blick auf die Alster, unten ein Garden Restaurant, oben Gourmet a la Noma in Kopenhagen, erzählt Sponholz. Dazu ein Infinity Pool, höchster Standard.

„Nun verlege ich meinen persönlichen Lebensmittelpunkt wieder in den Norden, in die Nähe meiner Familie. Ich freue mich auf meine neue berufliche Herausforderung“, so Sponholz.

Um das de Rome soll er sich laut internen Angaben keine Sorgen mehr machen. Ein Nachfolger für Thies Sponholz stehe fest, heiß es, und werde im neuen Jahr bekannt gegeben.