Preisverleihung

Beim Medienpreis der Kindernothilfe waren die Kleinen VIPs

Kinder standen im Mittelpunkt bei der Verleihung des 16. Medienpreises der Kindernothilfe mit Norbert Blüm, Joana Zimmer und Gudrun Landgrebe. Und die Kinderjury natürlich. Nur Lena Gercke fehlte.

Foto: Amin Akhtar

Enttäuschte Kinder waren bestimmt das Letzte, was sich die Kindernothilfe an diesem Abend gewünscht hätte. Dennoch: Die Hiobsbotschaft Model „Lena Gercke kommt nicht“ verbreitete sich im Lichthof der Hauptrepräsentanz der Deutschen Telekom in Mitte am Freitagabend in Windeseile und hinterließ bei der anwesenden Kinderjury einige gebrochene Herzen. „Terminschwierigkeiten“, lautete die offizielle Erklärung für das Ausbleiben des erwarteten Stargasts, der wie auch Schauspielerin Barbara Wussow und Jungschauspielerin Emma Schweiger, kurzfristig abgesagt hatte.

Tröstlich: Zur Verleihung des 16. Medienpreises, bei dem besonders gelungene journalistische Beiträge zum Thema „Kinderrechte in der Einen Welt“ ausgezeichnet wurden, kamen dafür andere illustre Gäste. Darunter Musiker Andrej Hermlin mit Ehefrau Joyce, die Moderatorinnen Tanja Bülter und Kerstin Linnartz, Sängerin Joana Zimmer und die Schauspielerinnen Kristin Meyer und Gudrun Landgrebe. Landgrebe bewunderte den Mut junger Frauen weltweit, „die teilweise zur Prostitution, zur Beschneidung, zur Ehe gezwungen werden und sich nun mithilfe des Internets wehren“ und so die Öffentlichkeit für die Problematik sensibilisierten.

In der Preisverleihung, durch die Schauspielerin Natalia Wörner führte, wurden 22 Beiträge von einer fünfköpfigen Jury sowie einer Kinderjury bewertet. „Hinter den Geschichten der nominierten Beiträge stehen reale Schicksale von Mädchen und Jungen. Einige Erlebnisse sind kaum zu ertragen, andere wiederum machen Mut“, so der Schirmherr des Medienpreises, Norbert Blüm.

Die Kindernothilfe vergibt die Auszeichnung seit 1999. Der Preis, pro Kategorie mit je 2500 Euro dotiert, soll auch auf die Rechte von Kindern aufmerksam machen, die fast 30 Prozent der Weltbevölkerung stellen.

Moderatorin Kerstin Linnartz möchte im Jahr 2015 anscheinend einen aktiven Beitrag zum Anstieg dieser Statistik leisten. Sie widme das nächste Jahr „dem Nestbau“, verriet sie geheimnisvoll lächelnd.