Küchenparty

Fischers Fritz fischt frische Köche im „The Regent Berlin“

Zur traditionellen Küchenparty im Restaurant „Fischers Fritz“ hat Zwei-Sternekoch Christian Lohse dieses Jahr Kollegen aus dem Norden ins Hotel „The Regent Berlin“ eingeladen.

Foto: Amin Akhtar

Mit Lebertran habe das nichts zu tun. Geschäftsmann Jan-Henrik M. Scheper-Stuke steht vor dem „Fischers Fritz“ und überlegt, was „wikingisch kochen“ bedeuten könnte. Ken Duken habe ihm schon gesagt, „dass die da im Norden auch ganz normal kochen“. Hm. „Hey“, ruft ihm da Stefan Athmann entgegen, herzt ihn und reicht weiter an Küchenchef Christian Lohse. „Willkommen“, sagt dieser und schüttelt kräftig die Hand. Am Sonntag hatten Zwei-Sternekoch Lohse und Direktor Athmann zur neunten Küchenparty ins „Hotel Regent“ geladen. Kam der eine direkt von Dreharbeiten zu „Game of Chefs“ aus Potsdam, war der andere kurz zuvor aus Taipeh zurückgekommen.

Elf Spitzenköche, sieben Winzer und 13 Partner wie Andraschko Kaffee aus Berlin und Bäcker Jochen Gaues aus Hannover warteten an diesem Abend auf ihren Einsatz. Kochte Lohse vergangenes Jahr noch zum Thema „Nüsse“, hatte er sich dieses Mal das Motto „Die Wikinger in Berlin“ überlegt. Und sich und seinen vier Sous Chefs sieben Kollegen, Claus Christensen, Bo Lindegaard, Bo Jacobsen, Allan Schultz und Thomas Pasfall aus Dänemark sowie Stefán Vidarsson und Fannar Vernhardsson aus Island, dazu eingeladen. Was „wikingisch kochen“ bedeutet, wusste der isländische Botschafter, Gunnar Snorri Gunnarsson, natürlich gleich. Gekonnt stellte er sich direkt bei Landsmann Vidarsson und dessen Kabeljau-Filet an. Kerstin Woltmann hingegen wurde des Öfteren beim Gaues-Brot gesichtet, mit zwei Tellern, einen für sich und einen für Ehemann Jörg, Inhaber der Königlichen Porzellan-Manufaktur. „Na, Sie sind ja auch schon wieder hier“, konterte sie lachend.

Gastro-Kollegen wie Herbert Beltle vom „Aigner“ sowie „Schmelzwerk“-Betreiber Markus Herbicht, „La Mano Verde“-Chef Jean-Christian Jury sowie „Palazzo“-Gründer Hans-Peter Wodarz waren gekommen. Genau so wie Dehoga Berlin-Präsident Willy Weiland und „Aufsteiger des Jahres“ Marcus Zimmer. Er wurde mit einem „Wikinger-Burger“ überrascht. Aus „Ente und Kalb“ bestehe dieser. Und mit Lebertran hatte auch dieses Gericht tatsächlich rein gar nichts zu tun.