Neuer Studiengang

Avi Primor wirbt im China Club um Spenden

65 Gäste folgen der Einladung des ehemaligen israelischen Botschafters in den China Club, um sich über den Studiengang „European Studies“ für Stipendiaten aus dem Nahen Osten zu informieren.

Foto: Amin Akhtar

Unwohl würden sich die Studenten am Anfang fühlen, sagt Avi Primor. Wenn sie das erste Mal aufeinandertreffen, sie aus Israel, Jordanien und den palästinensischen Autonomiegebieten zum Studienbeginn anreisen. „Dieses Projekt ist wirklich kein einfaches“, so Primor.

Am Donnerstagabend hatte der ehemalige israelische Botschafter (1993-1999) zu Dinner und Podiumsdiskussion in den China Club geladen. Unterstützt von Inhaber Anno August Jagdfeld, der das Essen für die 65 Gäste spendete, stellte Primor seinen 2008 ins Leben gerufenen Studiengang „European Studies“ für Stipendiaten aus dem Nahen Osten vor. Nach dem Vorbereitungsjahr an der Universität Tel Aviv, der palästinensischen Al-Quds-Universität und der jordanischen Royal Scientific Society durchlaufen die 30 Studierenden gemeinsam das einjährige Masterprogramm an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. „Einen formalen Frieden können am Ende zwar nur die Regierungen beschließen“, so Primor, „aber echte Freundschaft kann nur entstehen, wenn Menschen zusammengebracht werden.“

Er selbst konnte an diesem Abend neben drei Studenten Ex-Außenminister Joschka Fischer, Ute und Mario Ohoven und Gräfin Isa von Hardenberg vereinen. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Ex-Bundespräsidentengattin Christina Rau warben „für unseren Freund Avi“ gar gleich zu Beginn mit einleitenden Worten. „In diesem Studium können die Teilnehmer ihre Welten kennenlernen“, so Rau. „Europäische Geschichte, wo aus Feinden Freunde geworden sind, soll hier als Vorbild dienen“, so Kraft. Das bestätigte auch die Stipendiatin aus Jordanien. „Es sind doch die selben Witze, über die wir lachen, die selben Tränen, die wir weinen.“ Und am Ende, so Avi Primor, würden die Studenten nur eins wollen: den Kontakt zueinander zu halten.