Modetipps

Wie man sich am Strand perfekt in Szene setzt

Vor dem Herbst schnell noch einmal im Urlaub Sonne tanken. Doch welcher Bikini oder Badeanzug passt zu mir? Modeexpertin Nadja Atwal gibt Tipps für das perfekte Strandoutfit.

Foto: Val D'Azur/Maxim Bashchenko

Bikini, Monokini, Tankini oder doch lieber der gut alte Badeanzug? Bevor es in den späten Sommer- oder frühen Herbsturlaub geht, stehen viele Frauen vor der Frage: Was trage ich am Strand, um meine Vorzüge am besten zur Geltung zu bringen und gleichzeitig kleine Problemzonen zu kaschieren? Abhilfe schafft Nadja Atwal, denn mit Bikini-Bredouillen kennt sich die Unternehmerin aus.

Vor mittlerweile fast zehn Jahren packte sie im schleswig-holsteinischen Preetz ihre Koffer und machte sich auf nach Amerika, um in Hollywood das Showbusiness zu erobern. Heute leitet die 34-Jährige in New York ihr eigenes PR-Unternehmen mit Zweigstellen in London und Sydney und ist im US-Fernsehen als Stil- und Modeexpertin gefragt. Zu ihren Kundinnen der ersten Stunde gehört Bikini-Model Joanna Krupa.

“Joanna mag Bikinis, die ihre Kurven am besten in Szene setzen“, verrät Nadja Atwal. „Sie weiß als Topmodel für Bademoden genau, was funktioniert, weil sie so ziemlich in jeder denkbaren Designidee posiert hat. Sie rät, wenn der Po nicht mehr so top aussieht, dann lieber einen kleinen Rock darüber.” Der gleichen Ansicht ist auch Nadja Atwal. “Nicht jede Frau sieht im Bikini gut aus.

Wenn der Bauch nicht mehr so flach ist, sollte man lieber einen Badeanzug tragen“, rät sie. „Wenn der Po nicht in guter Form ist, sich vielleicht sogar kleine Dellen oder Pölsterchen zeigen, ist dort ‚bedecken’ angesagt. Hat man eine schöne Oberweite, sollte man die gerne in Szene setzten. Wer etwas 'mehr' hat, sollte auf jeden fall Oberteil oder Einteiler mit Bügel wählen, denn damit wird der Busen optimal geformt.“ Die größten Fehler beim Kauf von Bademoden passierten, weil viele Frauen nicht wüssten, wie sie am besten mit ihrer Figur arbeiten.

Florale Muster und tropische Farben gehen immer

Als Branchenkennerin sagt Nadja Atwal: Florale Muster, tropische Farben und Muster gehen immer. Bei ihren US-Kunden promotet sie in diesem Bereich besonders gerne deutsche Labels wie Val d'Azur. Aber auch ihre ganz persönlichen Erfahrungen bringt die Businessfrau häufig ein. „Als ich Mutter geworden bin, war erst Mal nichts mehr mit Taille“, erinnert sie sich. Deshalb habe sie angefangen, Retro-Bademode zu tragen. „Swim-Dresses, die eng anliegen, knapp bis zum Oberschenkel reichen und durch Raffungen die Kurven betonen. Darin sieht wirklich jede Frau super aus“, erklärt sie. Mittlerweile hat Nadja Atwal ihre alten Traummaße zurück – die Liebe zu den weiblichen 50er-Jahre-Entwürfen ist geblieben. „Ich habe noch nie so viele Komplimente bekommen“, sagt sie.

Ihr geballtes Wissen will Nadja Atwal in der kommenden Saison mit ihrer ersten eigenen Bademoden-Kollektion an die Frau bringen. “Ich denke, Frauen sind bessere Bademoden-Designerinnen, weil sie die Problemzonen der Kundinnen besser kennen“, sagt sie. Bei ihren Entwürfen für das Hamburger Label Drezz2Imprezz lässt sie sich von Marilyn Monroe inspirieren. “Bademode ist immer eine Gratwanderung zwischen Bedecken und Betonen”, erklärt Nadja Atwal.

„Marilyn Monroe hatte dieses Prinzip perfekt verstanden. Obwohl sie keinen perfekten Körper hatte, hat sie diesen perfekt in Szene gesetzt.” Ein Prototyp für ein Swim-Dress – für Atwal das perfekte Strandoutfit – existiert bereits. Im Sommer 2015 sollen dann drei bis vier Modelle auf den Markt kommen. „Viele Frauen denken, am Strand gilt, weniger ist mehr: Je weniger Stoff, desto sexyer sehe ich aus.“ Die Expertin ist da anderer Meinung. „Mikro-Bikinis sind für 95 Prozent der Frauen nicht tragbar“, sagt sie. Befolgt man die Tipps von Nadja Atwal, ist das aber gar nicht so tragisch.