Charity-Auktion

Ulla Kock am Brink versteigert Kunst für Kinder in Afrika

Für ein Kinderdorf in Tansania hat der ehemalige Journalist Ingo Lenz eine Charity-Auktion in Charlottenburg veranstaltet. Zehn Bilder wurden für den guten Zweck verkauft.

Foto: Sergej Glanze / Glanze

In Tansania hat Ingo Lenz eine neue Heimat gefunden. Seit fünf Jahren lebt der ehemalige Journalist nun schon in dem kleinen Dorf Mbigili, das acht Flugstunden und danach noch einmal acht Autostunden von Berlin, seiner alten Heimat, entfernt ist. Doch in seiner Position als Leiter des Kinderdorfs „Amani Ophans Home Mbigili“ hat der ehemalige Fernsehjournalist eine Lebensaufgabe gefunden – als neuer Vater der derzeit 65 Waisenkinder der Einrichtung, die komplett aus Spenden finanziert wird.

Auch am Freitagabend sollte wieder viel Geld für das Kinderdorf zusammen kommen. Zugunsten des Vereins „Kinderdorf Mbigli Tansania e.V.“ hatte Lenz eine Art-Charity-Veranstaltung in der „F37-Galerie“ in Charlottenburg organisiert, bei der zehn seiner Fotografien aus dem Kinderdorf verkauft oder versteigert wurden. Als Schirmherrin für die Veranstaltung hatte Lenz die Moderatorin Ulla Kock am Brink gewinnen können.

Ingo Lenz ließ sein Leben in Deutschland hinter sich

„Wenn es für den guten Zweck ist, dann opfere ich gerne mal ein paar Stunden an einem Freitagabend, um Bilder zu versteigern“, sagte die Moderatorin, die tief beeindruckt war von der Arbeit des ehemaligen Journalisten. „Wenn jemand sein altes Leben zurücklässt, um sich einer solchen Sache zu widmen, verdient das meinen größten Respekt.“

Der 46-Jährige hatte das Kinderdorf 2004 bei Dreharbeiten kennengelernt und sich mit der damaligen Leiterin angefreundet. Als sie einige Jahre später starb und er gefragt wurde, ob er ihre Nachfolge antreten würde, sagte er sofort zu. Sein Leben in Deutschland ließ er hinter sich. „Irgendwie war das keine Frage für mich, ich spürte schon damals eine gewisse emotionale Verantwortung für die Kinder“, sagte Lenz.

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