Tourismus

Das sind die spannenden Ziele auf der ITB

Die große weite Welt öffnet sich zurzeit auf der ITB in den Hallen unter dem Funkturm. Die Berliner Morgenpost hat elf spannende Ziele herausgepickt - für eine Reise um die Welt in Berlin.

Foto: Krauthoefer / jörg Krauthöfer (2)

Ägyptische Pyramiden, mongolische Zelte, thailändische Tänzer und eine Currywurst für zwischendurch – die Internationale Tourismusbörse (ITB) lädt dieses Wochenende Privatpersonen zu ihrer Weltreise ein. Um bei den rund 10.000 Ausstellern aus mehr als 180 Länder nicht den Überblick zu verlieren, hat sich die Berliner Morgenpost auf die Reise über die Kontinente begeben und spannende Ziele zusammengestellt.

Auf dem Fahrrad durch Berlin

Das geht am Stand von Brandenburg. Hier können sich Besucher auf ein Fahrrad schwingen und mit einem Simulator einige Touren durch Berlin und Brandenburg ausprobieren. Zur Auswahl stehen zum Beispiel Kieztouren, der Mauerradweg, der Spreewaldweg oder der Weg von Berlin nach Usedom. Während der Besucher kräftig in die Pedale tritt, sieht er auf der Leinwand sommerliche Landschaften vorbeiziehen und kann schon einmal seine Lieblingstouren für den Frühling planen.

Zum Bilderbuchägypter werden

Wer es exotisch mag, ist in Ägypten richtig. Neben Pyramiden, dem Abu Simbel Tempel und Schmuckverkäufern können sich Besucher hier in einen Bilderbuchägypter verwandeln. „Wir haben die Technik extra für die Messe entwickelt“, erzählt eine der Ausstellerinnen. Sie steht unter einer Leinwand, auf der Menschen in altägyptischen Kleidern zu sehen sind. Jeder, der am Stand vorbeigeht, wird sofort in Pharaonengewänder gehüllt. Mit einigen Bewegungen können sich die Besucher dann Krone, Zepter, Maske und Gewand ihrer Wahl zusammenstellen. Das Bild gibt es ausgedruckt als Erinnerung zum Mitnehmen.

Kaffeegenuss in Äthiopien

„Das ist unsere Therapie, wir sitzen zusammen, sprechen über unseren Alltag, über Trauer und Glück“, sagt Henok. Weihrauchnebel kringelt sich durch die Luft und es riecht verführerisch – nach Kaffee. Dieser Stand gehört zu keiner Selbsthilfegruppe, sondern zu Äthiopien, und Henok spricht über die Tradition des gemeinschaftlichen Kaffeezubereitens. „Wir sind Kaffeeexperten und lieben es, zusammen mit Familie und Freunden Kaffee zu trinken und uns auszutauschen“, erklärt der Äthiopier. ITB-Besucher können sich auf einen der kleinen Hocker niederlassen und jede Messemüdigkeit mit einem guten Schluck Kaffee verschwinden lassen.

Visueller Genuss in Bangkok

Für den visuellen Genuss sorgt Bangkok. Auf einer kleinen Erhöhung sitzen Vivien und Panatda umringt von Blumenblättern in goldbemalten Schalen. Die beiden jungen Frauen stecken Blüten und Beeren zu einem duftenden Gesteck zusammen, das in Thailand bei traditionellen Zeremonien und Festen als Schmuck verwendet wird. Neben Vivien und Panatda steht Eine Tänzerin in einem farbenfrohen, bestickten Gewand stellt ihre Show in Bangkok vor. Einige Schritte weiter können sich die Besucher von einem Künstler der Hauptstadt zeichnen lassen. Das Portrait darf dann als Erinnerung eingepackt werden.

Sehnsuchtsland Panama

Am Stand des mittelamerikanischen Staates verschönert Elvin Flaco ITB-Gäste. Der junge Mann gehört dem indigenen Volk der Embera an und freut sich, anderen Menschen seine Kultur vorzustellen. Sein ganzer Körper ist mit Zeichnungen bedeckt. Die Beine sind komplett schwarz gefärbt, sein Gesicht zieren schwarze Muster. „Wir schmücken uns so vor Zeremonien und Festen. Meine Mutter bemalt mich immer. Bis mein ganzer Körper bedeckt ist, dauert es eine Stunde“, erklärt Elvin Flaco. Den Besuchern malt der Mann aus Panama feine Linien auf Hände oder Arme. Dafür benutzt er geriebene Früchte des Jagua Baums als Farbe. „Sie hält zehn bis 20 Tage, auch wenn man duscht“, sagt er noch.

Maler sein in Costa Rica

Wer lieber selber malt, als bemalt zu werden, ist in Costa Rica richtig. An einem der Stände können die Besucher die traditionellen Ochsenkarrenmuster des zentralamerikanischen Landes nachpinseln. Von einem Maler angeleitet, entstehen die kräftigen Farbmuster auf Holzscheiben, Stoff oder Papier und dürfen mit nach Hause genommen werden. „Die traditionellen Ochsenkarren sind typisch für unser Land und werden auch heute noch von Bauern benutzt“, erklärt eine der Ausstellerinnen. Die Bemalung der Ochsenkarren sei mittlerweile auch auf Kleidung, Schirmen und anderen Alltagsgegenständen zu sehen.

Der eigene Name auf Arabisch

Ein ganz persönliches Kunstwerk stellt Hassan Shaker Mahmoud für die Messebesucher her. Der Künstler sitzt am Stand der Vereinten Arabischen Emirate auf einem großen Polster und malt sorgsam arabische Schriftzeichen auf Papier. „Ich schreibe meistens den Namen der Person in die Mitte, und dann verziere ich die Ränder“, sagt Hassan. Dafür benutzt er einen geschnitzten arabischen Holzstift und selbst hergestellte Farbe. Das Ergebnis sieht dann gar nicht mehr aus wie der eigene Name, sondern würde sich auch eingerahmt gut an der Wand machen.

Spezialität aus Paraguay

Feste Suppe – was zunächst widersprüchlich klingt, ist in Paraguay eine Spezialität mit Legende. Im 19. Jahrhundert hätten die Köche des Präsidenten Carlos Antonio López ein neues Suppenrezept ausprobieren wollen, erzählt einer der Aussteller. Bei der Zubereitung sei dann die Suppe viel zu fest geworden. Dem Präsidenten schmeckte sie aber trotzdem, und so stellten die Köche später absichtlich die feste Suppe her. Wer diese Spezialität auch einmal probieren möchte, bekommt am Stand eine noch warme Sopa paraguaya in die Hand gedrückt.

Tieren auf der Spur

Natur gibt es am Stand des Nationalparks Eifel. Dort dürfen die Besucher Tiergeräusche erraten und unter dem Mikroskop zum Beispiel Wespen, Schmetterlinge und Federn untersuchen. Bei einem großen Puzzle aus Eichenscheiben können die Teilnehmer ihre Kombinationsfähigkeiten unter Beweis stellen und auf einer Sternenkarte muss ein Rätsel gelöst werden. Einen Gewinn gibt es dabei auch. Wer sich nach dem kleinen Waldspaziergang entspannen möchte, streckt sich am besten auf der Sinnesliege aus und lauscht den Waldgeräuschen aus Kopfhörern.

Zwei Tore und viele Bälle

Besucher, die nach dem vielen Gehen die Muskeln lockern wollen, sind in Polen richtig. Ganz im Zeichen der 2016 stattfindenden 12. Handball-Europameisterschaft können die Besucher hier ihre Wurfqualitäten testen. Zuerst heißt es, den Ball durch eines der Torwandlöcher zu werfen, dann wird die Wurfgeschwindigkeit aufgezeichnet. Wer seine sportlichen Ambitionen für die Nachwelt aufzeichnen will, kann danach im Fotoautomaten Bilder von sich schießen lassen. Dazu gibt es eine Kiste voller knalliger Lockenperücken, übergroßer Brillen und verrückter Hüte zum Verkleiden. Geschmückt mit dem Logo der EM werden die Bilder ausgedruckt und können mitgenommen werden.

Als Kapitän raus aufs Meer

Wie es sich anfühlt, als Kapitän ein großes Segelschiff zu steuern, können die Besucher bei einem der polnischen Nachbarstände ausprobieren. Auf einer Plattform stehend, mit Kapitänsmütze auf dem Kopf und Simulatorbrille auf der Nase, schippert der Besucher munter los. Die Holzplanken vibrieren bei jeder Drehung mit. Die Videosimulation zeigt die Route an, die einer Strecke auf der Ostsee nachempfunden ist. Wer sich aufs weite Meer hinaus wagt, bekommt ein kleines Geschenk als Belohnung.