Funkausstellung 2017

Eintritt, Anfahrt, Highlights: Fragen und Antworten zur IFA

| Lesedauer: 6 Minuten
Patrick Goldstein
Die Elektronikmesse dauert vom 1. bis 6. September 2017

Die Elektronikmesse dauert vom 1. bis 6. September 2017

Foto: Kay Nietfeld/dpa

Am Freitag beginnt die 57. Auflage der Elektronikmesse. Die Berliner Morgenpost beantwortet die wichtigsten Fragen.

Die IFA fühlt sich zur 57. Auflage kerngesund. Die Messe wächst von Jahr zu Jahr und bietet diesmal auf 159.000 Quadratmetern die blinkenden, piepsenden, funkelnden Waren von 1805 Ausstellern. Bei einem so unübersichtlichem Angebot hilft die Morgenpost, vorab die wichtigsten Fragen zu beantworten.

Highlights in diesem Jahr sind die Fortentwicklungen der ultraflachen TV-Bildschirme, strahlungsarme Smartphones, Kameras für 360-Grad-Aufnahmen und 3-D-Drucker. Eine deutsche Firma will ihre gestengesteuerte Drohne vorstellen, und neben den Möglichkeiten vernetzter Nutzgeräte des Alltags zeigt ein großer koreanischer Anbieter seine neuen Wearables. Diese immer populärer werdenden Allzweckgeräte fürs Handgelenk bieten bei 50 Gramm Gewicht und vier GB Festspeicher neben Angaben über Kalorienverbrauch und Herz-Kreislauf nun auch Trainingsfunktionen für die Freizeit. Freunde von Vinyl sollten indes einen Blick auf den neuen SP-10R von Kult-Plattenspielerhersteller Technics werfen, lange bevor er im Frühsommer kommenden Jahres in den Läden steht. Das Gerät kommt mit Direktantriebsmotor und sieben Kilo schwerem Plattenteller.


Wie orientiere ich mich auf der Messe?

Ob Hallenpläne, Aussteller- oder Produktverzeichnis: Ideal für die schnelle Navigation im Publikumstrubel ist die Smartphone-App der IFA, erhältlich im Play Store und im App Store. Per Merkfunktion lassen sich etwa Stände, die man besuchen möchte, abspeichern. Wer ein bestimmtes Produkt oder ein Fabrikat sucht, tippt es einfach in die Suchmaske ein. Was sonst noch alles auf der IFA passiert, ist im Veranstaltungsprogramm verzeichnet.

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Was ist für Kinder und Jugendliche dabei?

In Halle 15.2 sind die Veranstaltungen der Young-IFA zu finden. Da erwarten die Besucher Youtuber wie Sola, Mori und Maxim in einer offenen Messe-WG. Dort ist Platz für Gaming, Unterhaltung und Information. Der in Berlin nicht nur unter Jugendlichen beliebte Spaß der Exit Games kann ebenfalls getestet werden. Dabei bekommen die Teilnehmer eine Aufgabe, die es mit detektivischem Talent in einem verschlossenen Raum zu lösen gilt. Wer nicht nur daddeln will, lässt sich an verschiedenen Stationen über die Tricks und Zukunftsaussichten des Programmiererberufs informieren. Am Sonnabend um 13 Uhr kann man bei der Berliner Meisterschaft im Einzel- und Gruppencosplay die Teilnehmer in ihren fantasievollen Kostümen nach Art von Anime und Manga bewundern. Mitkommen sollten Eltern am Montag um 15.40 Uhr in die Halle 2.2. Dort spricht Tim Gailus, Moderator des KiKA Medienmagazins „Timster“ über Medienkompetenz für Kinder und wie sie in seiner Sendung vermittelt wird.

Was ist diesmal los im Sommergarten?

Nach dem für Donnerstag angesetzten Auftritt der Schweizer Elektronik-Pioniere Yello, unterstützt von den Berlinern 2raumwohnung, präsentiert RBB-Sender Fritz am Freitag und am Sonnabend wie jedes Jahr die Deutschpoeten, also ein kleines Festival deutschsprachiger Künstler. Am Freitag treten Jennifer Rostock, Madsen und Milliarden auf, am Sonnabend unter anderem Philipp Poisel, Von Wegen Lisbeth, Prinz Pi und Ace Tee. Die Karten sind – auch das ist seit 2010 schon so – ausverkauft, werden allerdings auf der Facebookseite „DieNeuenDeutschPoeten“ gehandelt. Am Dienstag von 17 bis 20 Uhr findet der Radio Berlin Familiennachmittag statt. Die Band „Radau!“ spielt, die Musical-Show „Bibi & Tina“ ist mit einem Medley vertreten, zudem treten The Baseballs und die tollkühnen Hip-Hop-Dancer der Flying Steps auf. Familien zahlen rund 50 Euro fürs Ticket.

Welche Konzerte stehen sonst noch auf dem Programm?

An vielen Tagen, jeweils um 17 Uhr finden als Neuheit der Messe die „IFA-Clubkonzerte“ auf der ARD-Bühne in Halle 2.2. statt. Die Künstler spielen rund 60 Minuten bei freiem Eintritt. Wer da rechtzeitig kommt, garantiert sich einen Sitzplatz. Angesagt sind unter anderem Ado Kojo & Serc651 (Freitag), Haudegen (Sonnabend), Linda Hesse (Montag) und Jon Flemming Olsen (Dienstag).


Was kostet der Eintritt zur IFA?

Die Tageskarte gibt es für 17,50, Euro, ab 14 Uhr dann 13 Euro. Familien zahlen 36 Euro, dafür erhalten zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder unter 18 Jahren Eintritt. Schüler zahlen neun Euro, Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Karten gibt es an den Kassen zum Messegelände und im IFA Online-Ticketshop.


Wo gibt es zukunftsweisende Produkte?


Es lohnt sich täglich ab 14 Uhr in Halle 26 vorbeizuschauen: Der Bundesverband Deutsche Startups organisiert dort Thementage mit 20 jungen Gründern aus jeweils einer Branche. Themen sind etwa Future Mobility, Smart Home und Virtual Reality. In Halle 2.2 präsentiert „ARD Digital“ täglich neue technische Features, die wenige kennen, die sich aber schon jetzt daheim nutzen lassen. Per 360-Grad-Technologie kann man zudem ohne großen Aufwand Kölner Dom, Antarktis und Weltraum besuchen.


Welche Prominente werden erwartet?

In Halle 2.2 haben Besucher Gelegenheit, sich selbst als Tagesschau-Sprecher auszuprobieren. Am heutigen Freitag um 11 Uhr sind die Profis Judith Rakers und Sportschau-Mann René Kindermann mit dabei. Um 15.15 kommt Andreas Leopold Schadt vom fränkischen „Tatort“ zur Autogrammstunde, am Dienstag um 16.15 Uhr signieren dort die Nachttalker Frank Plasberg und Anne Will. Weitere Termine sind unter rbb-online.de/ard-ifa zu finden. Fußballfans wird der Besuch der Ex-Nationalspieler Fredi Bobic und Tim Wiese bei einer Präsentation am Sonntag um 11 Uhr in Halle 26a interessieren. Gleich das ganze Team vom 1. FC Union schaut am Dienstag um 13.30 Uhr in Halle 2.2. vorbei.



Wie komme ich am besten zur IFA?

Die IFA in Charlottenburg ist täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Eingänge befinden sich an Messedamm, Masurenallee und Jaffeestraße. Die 12.000 Parkplätze der Umgebung sowie das Parkhaus im ICC sind aber schnell belegt. Daher empfiehlt sich die Anfahrt per S-Bahn (Stationen Messe Süd, Messe Nord und Westkreuz), Bus (zum Beispiel M49, X34) oder U-Bahn (Theodor-Heuss-Platz).

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