Bilanz

Rekordumsatz bei der Grünen Woche

Die Messe Berlin verzeichnet hohe Besucherzahlen. Umwelt und Nachhaltigkeit waren wichtige Themen.

Typischer Anbieter dieser Grünen Woche: Landwirt Ronald Koch aus Brandenburg verkaufte an seinem Stand in der Brandenburghalle  seine Wurstwaren aus ökologischer Landwirtschaft.  

Typischer Anbieter dieser Grünen Woche: Landwirt Ronald Koch aus Brandenburg verkaufte an seinem Stand in der Brandenburghalle seine Wurstwaren aus ökologischer Landwirtschaft.  

Foto: Jörg Krauthöfer / Funke Foto Services / FUNKE Foto Services

Berlin. Essen, testen, kennen lernen: Die Grüne Woche bot auch in diesem Jahr wieder viele Gelegenheiten, sich auf köstliche Weise mit Ernährung und Lebensmitteln zu beschäftigen. Am heutigen Sonntag geht die Messe zu Ende. Die Verantwortlichen zogen nun Bilanz: Bei Abschluss am Sonntagabend werden über 400.000 Besucher die Grüne Woche besucht haben, so die Schätzung.

Erhöht habe sich insbesondere die Zahl der Fachbesucher. Das Publikum zeigte sich konsumfreudig und gab mit 52 Millionen Euro rund eine Million mehr aus als im vergangenen Jahr.

„Fridays for Future“-Bewegung war dabei

„Die Grüne Woche war ein Spiegelbild der aktuell geführten gesellschaftlichen Auseinandersetzung um Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz“, erklärt Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH. „Sie hat mehr denn je ihre Funktion als wichtigste Dialogplattform für die Herausforderungen der Land- und Ernährungswirtschaft unterstrichen.“

Viel diskutiert wurden diesmal die Qualität von Nahrungsmitteln, aber auch das Tierwohl und die Sicherung der Welternährung, heißt es. So beteiligte sich erstmals auch die „Fridays for Future“-Bewegung an der Grünen Woche.

Nachhaltigkeit sei der „grüne Faden“, der sich durch die Veranstaltung zog, sagt Wolfgang Rogall, Pressesprecher der Messe Berlin. „Man merkt es sehr stark, dass über diese Themen auch bei uns auf der Grünen Woche breit diskutiert wurde.“ Es seien sich alle einig: Man wolle noch mehr in Richtung Nachhaltigkeit gehen.

Besteck und Verpackungen, die man essen kann

Umweltthemen schlügen sich im Gartenbau wie auf dem Teller nieder. „Reduktion von Plastikmüll war diesmal ein wichtiges Thema“, sagt Rogall. „Es wurden zum Beispiel essbares Besteck oder essbare Verpackungen präsentiert.“ Auf Tierprodukte verzichten möchte man bei der Grünen Woche jedoch weiterhin ungern. Dass nur 150 der 1000 Aussteller vegane Produkte anboten, findet er nicht problematisch. „Nur ein Prozent der Deutschen sind Veganer, bei uns haben 15 Prozent der Aussteller Veganes im Angebot“, sagt er. „Vor fünf Jahren waren es nur zwei. Tiere gehören zur Grünen Woche nun mal dazu.“

„Produkte die es hier noch nie gab“

Dialog sei das Stichwort der Veranstaltung, sagt Rogall. „Bei uns kommen wirklich alle Marktteilnehmer zusammen.“ Besonders gefreut habe man sich über die Präsenz der Politik. Sieben Bundesminister hätten die Grüne Woche besucht. Highlight der Messe war für Rogall der Afrikanische Gemeinschaftsstand. „14 afrikanische Länder haben ihre markt- und exportfähigen Produkte vorgestellt. Dadurch hatten wir Produkte auf der Grünen Woche, die es hier überhaupt noch nie gab.“