Regionale Spezialität

So schmeckt Schweden auf der Grünen Woche

In einem Ort in der historischen Provinz Lappland am nördlichen Polarkreis wird „Kaffee-Käse“ hergestellt.

Foto: Sergej Glanze

Berlin. Ob mit Soja-, Hafer- oder Kokosmilch: Hierzulande gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, seinen Kaffee zu trinken. Um den kräftigen Geschmack des Heißgetränks abzumildern, nutzen die Schweden ein selbst im hippen Prenzlauer Berg noch unbekanntes Milchprodukt.

In Vuollerim, einem Ort in der historischen Provinz Lappland am nördlichen Polarkreis, wird „Kaffee-Käse“ hergestellt. „Nach alter, etwa 200-jähriger Tradition schneiden wir ihn in kleine Stücke, werfen wir ihn in die Tasse und löffeln ihn dann heraus“, sagt Isak Niemi, der mit seiner Familie eine Rentierfarm an der Grenze von Schweden und Finnland betreibt und auf der Grünen Woche die Spezialität verkauft.

Der Käse wird aus der ersten Milch hergestellt, die Kühe nach dem Kalben abgeben und anschließend in der Pfanne gebraten. Im Kaffee löst er sich etwas auf und verleiht diesem eine cremige, etwas ölige Konsistenz und einen leicht salzigen Geschmack. „Den Käse gibt es bei uns vor allem zu besonderen Anlässen, etwa beim Wiedersehen mit alten Freunden“, sagt Isak Niemi. Dann wird die Spezialität, leicht gebacken und mit Moltebeer-Sirup oder Marmelade sowie Sahne oder Vanille-Eis, auch gerne als Dessert serviert. Die Moltebeere ist in Skandinavien sehr beliebt, in Deutschland darf sie nicht gepflückt werden.

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