Kulinarisches aus Europa

So schmeckt Estland: Sprotten an Kartoffel und Wachtelei

Die estnischen Winter sind hart, das Essen deshalb auch mal deftig. Wie schmeckt die Spezialität aus Tallinn? Am besten mit Wodka!

Sprotte und Wachteleier: Dominik Bath probiert die estnische Spezialität.

Sprotte und Wachteleier: Dominik Bath probiert die estnische Spezialität.

Foto: Sergej Glanze / Glanze/Berliner Morgenpost

Berlin. Die Esten sind bekannt für ihre deftige Küche, die sie durch die harten Winter bringt. Roomet Sõrmus hat aus seiner Heimat deswegen eine salzige Spezialität auf die Grüne Woche mitgebracht. Die Tallinner Sprotten, ein Ostsee-Hering, bringt er bei der weltgrößten Lebensmittel- und Agrarmesse mit Kartoffeln und gekochtem Wachtelei auf den Teller.

Sõrmus, der Vorsitzender der estnischen Landwirtschaftskammer ist, erklärt: „Nach traditioneller Zubereitung werden die Sprotten eine Zeit lang in eine Gewürzmischung eingelegt.“ Die Esten essen den Fisch dann normalerweise mit Roggenbrot. Die Grüne-Woche-Variante ist also gewissermaßen die Premium-Ausgabe der Köstlichkeit: Kartoffel und Ei mildern den salzigen Charakter der Sprotte etwas ab.

In Estland wird der Fisch auch als kraftvoller Appetitanreger serviert. Mitunter wird die Talliner Sprotte aber auch zusammen mit einem guten Wodka verspeist. „Das ist eine absolute Traumkombination“, sagt Roomet Sõrmus und schaut vergnügt.

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