Unter 20 Euro

Ein buntes japanisches Lokal mit guter schneller Küche

Wie stellt man sich eine zeitgenössische Kantine in Tokio vor? So wie das Nihombashi in Berlin-Mitte.

Unter 20 Euro im „Nihonbashi

Unter 20 Euro im „Nihonbashi

Foto: Franz Michael Rohm

Wie stellt man sich eine zeitgenössische Kantine in Tokio vor? Bunt und mit guter schneller Küche. So wie das Nihombashi. Drei lange blaue Tische, Stühle mit rosa Kunstleder, eine Sitzreihe am Fenster blau geflieste Wandteile und Bilder, die an Comics erinnern. Hübsch bunt also ist das nach einem Stadtteil in Tokio benannte Lokal.

Doch taugt auch das Essen? Soviel vorweg: Die japanischen Köche haben es drauf, und auch die nette Jungbedienung erledigt ihren Job freundlich und interessiert, fragt etwa von sich aus nach, ob denn Honig im Ingwertee gewünscht sei. Zwischen Suppentöpfen stehend, bereitet einer der Köche kleine Suppen zu wie die typische Misosuppe mit Tofu und Algen (drei Euro), die Haus-Misosuppe mit verschiedenen Fischfilets und Algen (4,50 Euro) und große Suppen, etwa die Ramen-Nudelsuppe mit scharfem Rindfleisch (neun Euro). Dazu wird ein großer gebogener Holzlöffel gereicht, an den sich hiesige Suppenkasper erst gewöhnen müssen. Stäbchen – auf Nachfrage gibt es auch „Hilfsstäbchen“ – liegen auf den Tischen für Sushi, Nigiri, Maki sowie Ku­shiyaki, das sind Grillspieße mit Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten oder Gemüse.

Die Preise dafür: von drei Euro für zwei Maiskolben-Kushiyaki bis zu fünf Hamachi Yello Tail-Sashimi auf Eis für 13 Euro, zudem gibt es Teller zum Teilen wie „Nigiri Moriawase à la chef“, zwölf Stück für 25 Euro. Ein feines Detail findet sich bei den Nigiri: drei Sorten, zum Beispiel der Yellow Fin Tuna werden wahlweise roh, im Ceviche-Stil oder geflammt angeboten. Damit regt das Nihombashi, in dem man auch die Welt des Sake kennenlernen kann, die Reiselust an, zumindest auf die kulinarischen Seiten Tokios.

Nihombashi Weinbergsweg 4, Mitte, tägl. 12–24 Uhr, Tel. 0176 22 22 34 15, www.nihombashi.de