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Vorhang auf für die Kultur: 10 tolle Tipps im November

| Lesedauer: 5 Minuten
Betty Myller
„Im Labyrinth der Bücher“.

„Im Labyrinth der Bücher“.

Foto: Nady El-Tounsy

Theater, Zirkus, Musik und mehr: Berlin hat auch an grauen Tagen ein buntes Kulturprogramm zu bieten. Zehn Empfehlungen.

Berlin. Die Bühnen der Hauptstadt trotzen dem grauen Herbst mit einem bunten Potpourri an Veranstaltungen. Ob Klassik, Jazz und Pop, Oper, Revue oder das Musical für die ganze Familie – es gibt im November viel zu erleben. Eine Auswahl.

Wilmersdorf: 15 Jahre Musik und Comedy von Carrington Brown

Nach 15 Jahren als Bühnen- und Lebenspartner gönnt sich das britische Musik- und Comedy-Duo Rebecca Carrington und Colin Brown ein „Best-of“-Programm zum Jubiläum. Auch Joe, das Cello, spielt eine gebührende Rolle. Carrington Brown schlagen einen Bogen zu unterschiedlichen Epochen, indem sie Barockmusik, Klassik des 18. und 19. Jahrhunderts mit eigenen Kompositionen sowie Jazz- und Pop-Melodien in Beziehung setzen.

Bar jeder Vernunft Schaperstraße 24, Wilmersdorf, Tel. 883 1582, 16.–20.11., www.bar-jeder-vernunft.de

Charlottenburg: Premiere von „Fidelio“ an der Deutschen Oper

Leonore mogelt sich unter dem Namen „Fidelio“ in die Katakomben des Staatsgefängnisses, um ihren Mann Florestan aus dem Kerker des Gouverneurs Don Pizarro zu befreien. Ludwig van Beethovens einzige Oper gilt als Freiheits- und Humanitätsplädoyer par excellence, das nun David Hermann auf die Bühne bringt. Der Regisseur beeindruckte in der Vergangenheit unter anderem mit der Inszenierung der Lachenmann-Oper „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ an der Deutschen Oper.

Deutsche Oper Bismarckstr. 35, Charlottenburg, Tel. 34 38 43 43, 25.11., 19.30 Uhr, Karten kosten 32 bis 180 Euro

Westend: Radio und Klassik live auf der Bühne im Haus des Rundfunks

Komponist und Moderator Sven Helbig präsentiert seine Radio-Eins-Show „Schöne Töne“ live auf der Bühne. Musik aus drei Jahrzehnten wird dabei mit Electronica und Ambient verbunden. Es spielt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin unter Leitung von Ralf Sochaczewsky.

Großer Sendesaal des rbb Haus des Rundfunks, Masurenallee 8–14, Westend, 12.11., 20 Uhr, Karten kosten 42,50 Euro

Freizeit in Berlin - noch mehr Tipps:

Mitte: „Im Labyrinth der Bücher“ ist eine Reise zu Kinderbuchfiguren

Lea, Jule und Ben sind bereits aus der Kindershow „Spiel mit der Zeit“ des Friedrichstadt-Palasts bekannt. Jetzt ermöglicht magischer Apfeltee es ihnen, in die Welten bekannter Kinderbuchfiguren zu reisen.

Friedrichstadt-Palast Friedrichstr. 107, Mitte, Tel. 23 26 23 26, ab 17.11., 16 Uhr, Karten kosten ab 24,90 Euro

Mitte: Premiere der Wagner-Oper „Der fliegende Holländer“

Die Figur des getriebenen Heimatlosen lernte Richard Wagner bei Heinrich Heine kennen. Doch dessen Ironie reduzierte der Komponist bei seiner 1843 in Dresden uraufgeführten Oper „Der fliegende Holländer“ derartig, dass sie nur noch in Nuancen wahrzunehmen ist. Den Stoff um einen verfluchten Kapitän setzt Herbert Fritsch in Szene.

Komische Oper Behrenstr. 55–57, Mitte, 27.11., 18 Uhr, ggf. Restkarten

Charlottenburg: „Dornröschen“ als Ballett an der Deutschen Oper

Marcia Haydée gilt als eine der bedeutendsten Ballerinen des 20. Jahrhunderts. Erstmalig arbeitete die 85-jährige Brasilianerin mit dem Staatsballett Berlin zusammen. In der Wiederaufnahme des Ballett-Klassikers „Dornröschen“ zeigt sie zur Musik von Peter Tschaikowky ein ausgeklügeltes, psychologisches Porträt des Bösen.

Deutsche Oper Bismarckstr. 35, Charlottenburg, Tel. 34 38 43 43, 29.11., 19.30 Uhr, www.staatsballett-berlin.de

Kreuzberg: Das Tempodrom wird zur „Weihnachtsbäckerei“

Das Familien-Musical „Die Weihnachtsbäckerei“ mit Liedern von Rolf Zuckowski klärt wichtige Fragen: Was hat es mit der Bim-Bam-Bella-Tinkie-Trixie-Ich-bin-Deine-Freundin-Puppe auf sich? Und kann der Weihnachtsmann nicht auch eine Weihnachtsfrau sein?

Tempodrom Möckernstr. 10, Kreuzberg, Tel. 74 73 70, Karten kosten ab 34,90 Euro

Mitte: Berlin-Revue im Stil der Goldenen Zwanziger

Die Revue „Berlin Berlin“ entführt in die Goldenen Zwanziger, als die Hauptstadt das Nachtleben zelebrierte und die Weltwirtschaftskrise weggefeiert wurde. Ein Conférencier führt durch den Abend. Ein 30-köpfiges Orchester spielt Erfolgsnummern aus der Dekade. Marlene Dietrichs „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ erklingt dabei ebenso wie Songs aus der „Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill sowie pfiffige Schlager der Comedian Harmonists.

Admiralspalast Friedrichstr. 101, Mitte, Tel. 22 50 70 00, 30.11.–8.1.23, www.admiralspalast.theater

Tiergarten: Gastveranstaltung des Deutschen Symphonie-Orchesters

Chefdirigent Robin Ticciati, der von Mahler zuletzt dessen 1. Symphonie und das Adagio der unvollendeten Zehnten zur Aufführung brachte, lässt nun Mahlers Symphonie Nr. 3 d-Moll für Mezzosopran, Knabenchor und Frauenchor folgen. Das 1902 uraufgeführte Werk atmet den Geist einer pantheistischen Vision. Den Abend eröffnet das zehnminütige Stück „Lux aeterna“ von György ­Ligeti, das Stanley Kubrick 1968 im Science-­Fiction-Klassiker „2001: Odyssee im Weltraum“ verwendete.

Philharmonie Herbert-von-Karajan-Str. 1, Tiergarten, Tel. 25 48 80, 25.+26.11., Karten kosten 20 bis 65 Euro

Tiergarten: „Peterchens Mondfahrt“

Die imposant schöne Märchen-Varieté-Show „Peterchens Mondfahrt“ mit dem Kinderzirkus von Cabuwazi ist ­Unterhaltung für die ganze Familie.

Wintergarten Varieté Potsdamer Str. 96, Tiergarten, Tel. 58 84 33, 20.11., 11 14 Uhr, 27.11. 13 Uhr, www.wintergarten-berlin.de

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