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Sommerferien in Berlin: 10 Tipps für den Urlaub in der Stadt

| Lesedauer: 6 Minuten
Max Müller
Ab ins kühle Nass: Während in Berlins Freibädern oft Hochbetrieb herrscht, findet sich im Strandbad Tegelsee auch an heißen Sommertagen immer noch ein freies Plätzchen.

Ab ins kühle Nass: Während in Berlins Freibädern oft Hochbetrieb herrscht, findet sich im Strandbad Tegelsee auch an heißen Sommertagen immer noch ein freies Plätzchen.

Foto: Lena Ganssmann

Entspannen, erleben, entdecken: Wer in den Sommerferien nicht verreist, kann eine tolle Zeit in Berlin verbringen. Zehn Empfehlungen.

Berlin. In Berlin starten die Sommerferien. Viele Familien zieht es dann in die Ferne. Doch auch in Berlin kann es erholsam sein. Lauschige Ecken versprechen Entspannung. Und so manche Veranstaltung kann zum Sommerhöhepunkt werden. Zehn Empfehlungen.

Tegel: Strandbad Tegelsee - Am zweitgrößten See der Stadt entspannen

Berlins zweitgrößter See hat mehrere offizielle Badestellen. Am Ostufer findet sich der Saatwinkler Strand. Von hier aus hat man einen schönen Blick in die Ferne, die Boote bleiben auf Distanz. Am Reiswerder Strand, ebenfalls am östlichen Ufer, findet man viele schattige Plätzchen. Am Westufer liegt das Strandbad Tegelsee und – Geheimtipp – die etwas abgelegene Badestelle Reiherwerder.

Adresse: Strandbad Tegelsee, Schwarzer Weg 95
Öffnungszeiten: tägl. 9–20 Uhr
Eintritt: 3 Euro

Köpenick: Auf einer Paddeltour durchs idyllische „Neu-Venedig“

Italienisches Flair mitten in Berlin: In Wilhelmshagen wird eine Wochenendsiedlung als „Neu-Venedig“ bezeichnet. Den Namen verdankt die idyllische Ortschaft ihren vielen kleinen Kanälen sowie den zahlreichen Brücken. Man kann zu Fuß durch die Siedlung laufen. Schöner ist es jedoch, mit dem eigenen Boot eine Runde zu drehen und dabei neidisch auf die Grundstücke der anderen zu blicken.

Adresse: Neu-Venedig rund um die Rialtobrücke
Anfahrt: Buslinie 161 bis Hubertusstraße

Lesen Sie auch: Italienisches Flair in Köpenicks "Neu-Venedig"

Neukölln: Café Botanico - Nach den Regeln der nachhaltigen Permakultur

In einem Neuköllner Hinterhof versteckt sich das „Café Botanico“. Nach den Regeln der Permakultur werden auf 1000 Quadratmetern alte Obstsorten, Gemüsepflanzen und Wildkräuter gezüchtet, die in Form von Salaten, Desserts oder einer frischen Limonade auf den Tisch kommen. Gegessen wird mitten im Garten. Die Küche? Italienisch. Zudem gibt es Wildkräuter-Gartenführungen.

Adresse: Café Botanico, Richardstr. 100
Öffnungszeiten: Di.–Fr. 17–23 Uhr, Sonnabend 10–23 Uhr, So. 10–16 Uhr

Wannsee: Flanieren auf der geschichtsträchtigen Pfaueninsel

Im Schatten der Eichen führt ein Weg vorbei an Herrenhäusern zur Voliere mit farbenfrohen Pfauen und weiter zum Schmuckstück des Eilands, dem weißen Schloss. Die liebevoll gestaltete Parkanlage der Pfaueninsel bietet Erholung und einen Streifzug durch die preußische Geschichte. Empfehlens- und sehenswert sind auch der östliche Teil mit Molkerei und feuchtem Wiesenland, das Schweizer- sowie das Kavalierhaus.

Adresse: Pfaueninsel, Nikolskoer Weg
Öffnungszeiten: Mo.–Fr. 10–18 Uhr, Sonnabend u. So. 9–19 Uhr
Fähre: 4 Euro

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Tiergarten: „Wassermusik“-Festival im Haus der Kulturen der Welt

Die „Schwangere Auster“ ist ein spektakuläres Gebäude und ein toller Kulturort. Sehenswert ist die Ausstellung „No Master Territories“ mit Arbeiten von Vorreiterinnen des feministischen Films (bis 28.8.). Zudem findet bald das Sommerfestival „Wassermusik“ (14.7.– 4.8.) statt. Die Dachterrasse wird zur Konzertlocation. Thema in diesem Jahr: der Mississippi.

Adresse: Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10
Infos zum Programm: www.hkw.de

Wendenschloss: Sandstrand, ein Biergarten und Sportangebote

Wenn die Sonne auf dem Langen See glitzert, ist wirklich alles gut. Liegen und Strandkörbe laden zum Sonnenbaden ein. Und für Kinder gibt es einen Spielplatz. Außerdem können diverse Sport- und Spielgeräte wie auch Boote ausgeliehen werden. Das Strandbad Wendenschloss hat auch einen eigenen Biergarten mit frischem Tankbier, Bowle und einem feinen Speiseangebot.

Adresse: Strandbad Wendenschloss, Möllhausenufer 30
Öffnungszeiten: tägl. 10–22 Uhr
Eintritt: 7 Euro

Stadtweit: Das „Kultursommer“-Festival ist umsonst und draußen

Noch bis September läuft das „Kultursommer“-Festival, das 90 Events in 90 Tagen verspricht – sie alle finden im Freien statt und kosten keinen Eintritt. Höhepunkte im Juli und August sind das Sommerkonzert der Staatskapelle (7.7.) bei Schloss Schönhausen. Zudem veranstaltet die Schaubude ein Puppen-Open-Air auf dem Wasserturm in Prenzlauer Berg (15.7.). Und das Friedrichstadt-Ensemble gastiert in der Malzfabrik (24.8.).

Alle Termine: www.draussenstadt.berlin

Mitte: Im Humboldt Forum gibt es einen schönen Ausblick und gutes Essen

Der Rundumblick auf das historische Berlin, den die Dachterrasse des Humboldt Forums bietet, ist spektakulär. Wer die Aussicht genießen will, muss vorher ein Zeitfensterticket buchen. Und sollte danach im Restaurant „Baret“ vorbeischauen, das zeitgenössische Küche anbietet.

Adresse: Humboldt Forum, Schloßplatz
Öffnungszeiten: Mo., Mi., Do., So. 10–20 Uhr, Fr. u. Sonnabend 10–22 Uhr

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Köpenick: Wandern in den eiszeitlichen Müggelbergen

Die Müggelberge stammen noch aus dem Eiszeitalter. Gut ausgeschilderte Wege führen zu Aussichtspunkten, auf hölzernen Bänken kann man rasten. 115 Meter hoch bohrt sich der „Mount Everest“, der Große Müggelberg, in den Himmel – von dort aus schaut man auf den Müggelsee.

Anreise: Buslinie 169 bis Rübezahl

Grunewald: Ein Turm mitten im dichten Wald

Franz Schwechten entwarf den Grunewaldturm Ende des 19. Jahrhunderts – als Denkmal anlässlich des 100. Geburtstags von Kaiser Wilhelm I. Mit 55 Metern Höhe bietet dieser einen Ausblick über Wälder und Seen. Am Fuß: ein Biergarten.

Adresse: Grunewaldturm, Havelchaussee 61
Öffnungszeiten: Mai–Sep. tägl. 11–20 Uhr
Eintritt: 4 Euro

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