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Das sind die schönsten Strandbäder in Berlin

| Lesedauer: 7 Minuten
Dirk Teuber
Das Strandbad Lübars zählt zu den schönsten Strandbädern Berlins (Archivbild).

Das Strandbad Lübars zählt zu den schönsten Strandbädern Berlins (Archivbild).

Foto: Janine Richter

Die sommerlichen Temperaturen locken an Berlins Badestrände. Wir stellen zehn Strandbäder vor, in denen es viel mehr gibt als Badespaß.

Berlin. „Pack die Badehose ein ...“: Die Strandbäder in Berlin sind die perfekte Alternative zu den vollen Freibädern mit gechlortem Wasser oder den zahlreichen Seen im Umland. Zur Erholung gehören auch eine Bratwurst und die Portion Pommes, die an den Imbissbuden verkauft werden. Die Morgenpost hat die schönsten Strandbäder der Hauptstadt besucht.

Strandbad Berlin: Diese Bäder haben wir besucht

  • Strandbad Wannsee
  • Strandbad Tegel
  • Strandbad Plötzensee in Wedding
  • Strandbad Weißensee
  • Strandbad Müggelsee
  • Freibad Lübars
  • Seebad Heiligensee
  • Seebad Friedrichshagen
  • Strandbad Grünau
  • Strandbad Jungfernheide

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Strandbad Wannsee: Der Klassiker unter den Berliner Freibädern

Seit mehr als 100 Jahren ist das Strandbad Wannsee nach wie vor eines der beliebtesten Berliner Strand­bäder. Der bis zu 50 Meter breite und über einen Kilometer lange Sandstrand weckt durch seine Breite Erinnerungen an die Ostsee – und tatsächlich ist es Ostseesand, der hier aufgeschüttet wurde. Das Bad gilt als sehr familienfreundlich, das Wasser bleibt lange seicht. Dazu sorgen ein Spielplatz, Beachvolleyballfelder und diverse kostenpflichtige Einrichtungen wie Bungee-­Trampoline für weitere Abwechslung. Zudem haben FKK-Fans einen eigenen Strandabschnitt.

Adresse: Wannseebadweg 25, Zehlendorf
Anfahrt: S1, S7 bis Nikolassee
Öffnungszeiten: 10–19 Uhr
Eintritt: 5,50, ermäßigt 3,50 Euro
www.berlinerbaeder.de/baeder/strandbad-wannsee

Strandbad Tegel: Ein Verein rettete das Strandbad vor dem Verfall

Lange war es still um eines der schönsten Strandbäder in Berlin: Die Anlage war seit 2016 geschlossen und verfiel, bis sich der Moabiter Verein Neue Nachbarschaft der Sache annahm: Die Freiwilligen haben das Strandbad Tegel saniert und wollen eine neue Badekultur etablieren. Die Neuerfindung als Zentrum für Erholung und Kultur bedeutet, dass hier nicht nur im Tegeler See geschwommen wird, sondern auch Events aus Kunst und Kultur ins Konzept einfließen. Das Badeverbot aufgrund giftiger Blaualgen ist aufgehoben.

Adresse: Schwarzer Weg 21, Tegel
Anfahrt: U6 bis Alt-Tegel (längerer Weg) oder Bus 222 bis Spechtstraße, von dort 15 Minuten Fußweg
Öffnungszeiten: tgl. 9–20 Uhr
Eintritt: 3, erm. 2 Euro, bis 16 Jahre kostenlos
www.seeee.de

Strandbad Plötzensee in Wedding: Badeidylle direkt am malerischen Plötzensee

Mit seinem großen Angebot ist das Freibad ideal für Familien. Die Kinder haben jede Menge Abwechslung, während sich Erwachsene genüsslich entspannen können – am Strand oder in Hängematten in den Bäumen an der Liegewiese. Wer gerne hüllenlos schwimmen möchte, kann dies im FFK-Bereich tun.

Adresse: Nordufer 26, Wedding
Anfahrt: Tram M13, M50 bis Virchow-­Klinikum, Bus 106 bis Sylter Straße
Öffnungszeiten: tgl. 9–22 Uhr (Bade­schluss 19 Uhr)
Eintritt: 8, erm. 5 Euro, Kinder bis drei Jahren kostenlos
strandbad.ploetzensee.de

Strandbad Weißensee: Ein hübsches, sehr gepflegtes Kleinod

Am östlichen Ufer des Weißen Sees ist mit dem Strandbad Weißensee ein hübsches, sehr gepflegtes Kleinod entstanden, in dem ­riesige Palmen in Kübeln, Sonnenschirme aus Bast sowie die Bar mit leckeren Cocktails für südliches Flair sorgen. Dabei kann man es sich hier auch bei Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken auf Bierbänken gut gehen lassen. Während die Erwachsenen auf Strandliegen entspannen, können die Kinder auf einem Spielplatz mit Kletterturm oder auch im Nichtschwimmerbereich toben.

Adresse: Berliner Allee 155, Weißensee
Anfahrt: Tram M4 bis Weißer See
Öffnungszeiten: 10-19 Uhr
Eintritt: 6, erm. 3,50 Euro
www.strandbadweissensee.de

Strandbad Müggelsee: Cocktails und Party-Feeling bei freiem Eintritt

Kalifornischer Spirit in Köpenick: In dem Traditionsbad schmettern athletische Besucher Volleybälle übers Netz oder sonnen sich nahtlos braun im FKK-Bereich. Ruhigere Gemüter entspannen bei einer Partie Großschach. Kinder haben ihren Spaß, da das Ufer am Mügelssee sanft abfällt. Eis und Getränke gibt es am denkmalgeschützten Strandkiosk. Aktuell wird das Strandbad bis 2024 saniert - bei laufendem Betrieb.

Adresse: Fürstenwalder Damm 838, Köpenick
Anfahrt: Tram 61 bis Freibad Müggelsee
Öffnungszeiten: tgl. 9–21 Uhr
Eintritt: frei

Freibad Lübars: Ein 20 Meter weißer Sandstrand am Ziegeleisee

Der kleine Ziegeleisee war einst eine Tonabbaustelle. Heute säumt ein 20 Meter breiter weißer Sandstrand eine Seite des Ufers. Weiße Strandkörbe stehen dort, Schilfinseln wachsen in hohen Büschen, das Wasser ist klar. Im hinteren Teil tummeln sich Sonnenanbeter, Kinder und Jugendliche auf einer großen Liegewiese. Neben der Idylle im Freibad Lübars sorgen ein Sprungturm, ein Beachvolleyballfeld und Wasserrutschen für Spaß. An einer Holzbude am Strand werden Cocktails, Bier oder Waffeln verkauft. Ein Restaurant gehört auch dazu.

Adresse: Am Freibad 9, Reinickendorf
Anfahrt: S-Bhf. Waidmannslust, Bus 222 bis Vierrutenberg
Öffnungszeiten: Mo.–So. 9–19 Uhr
Eintritt: 7, erm. 5 Euro, Abendtarif: 4,50 Euro
www.strandbad-luebars.de

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Seebad Heiligensee in Reinickendorf: Eines der ruhigsten Berliner Strandbäder

Es ist zwar ein Familienbad, aber auch junge Singles und Senioren können sich dort wohl fühlen und am sandigen, flach abfallenden Ufer die Füße kühlen. Weiter draußen beim Kraulen stört kein Motorboot die Idylle, denn die haben dort am Heiligensee Fahrverbot. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein.

Adresse: Sandhauser Straße 132, Reinickendorf
Anfahrt: U6 bis Alt-Tegel, Bus 133 bis Alt-Heiligensee
Öffnungszeiten: tgl. 9–19 Uhr
Eintritt: 3,50 Euro, Kinder 3 Euro, bis drei Jahren frei

Seebad Friedrichshagen: Zum Relaxen und Sonnenbaden

Badegäste können sich ein Stand-up-Paddle oder ein Floß ausleihen. Im feinkörnigen Sand kann Beachvolleyball gespielt werden. Der Sonnensteg mit Liegestühlen bietet sich zum Relaxen und Sonnenbaden an. Dazu gibt es im hübschen Sommergarten frisch ­gezapftes Bier.

Adresse: Müggelseedamm 216, Köpenick
Anfahrt: S3 bis Friedrichshagen, Tram 60 bis Altes Wasserwerk
Öffnungszeiten: tgl. 10–19 Uhr
Eintritt: 7, erm. 4,50 Euro
www.seebad-friedrichshagen.de

Strandbad Grünau: Baden in der Dahme und viele Sportmöglichkeiten

Das älteste Familienbad Berlins liegt am Ufer des Langen Sees. Ein Nichtschwimmerbereich lässt den Kleinen alle Freiheiten, während sich die geschulteren Schwimmer bis in den Dahmestrom hinauswagen können, um die Schiffe zu verfolgen. Danach geht’s zum Aufwärmen zurück auf die großen Liegewiesen. Strandkörbe, Stand-up-Paddling-Boards oder das Beachvolleyball-Feld können bereits vor dem Besuch online reserviert werden.

Adresse: Sportpromenade 9, Köpenick
Anfahrt: ab Berlin-Grünau mit Tram 68 bis Strandbad Grünau
Öffnungszeiten: tgl. 10–19 Uhr
Eintritt: 7,50, erm. 5 Euro, Kinder bis 5 Jahren kostenlos, ab 17 Uhr kostenfrei
www.strandbadgruenau.de

Strandbad Jungfernheide in Charlottenburg: Wasserskifahren im Jungfernheidesee

Umringt von einem Wäldchen, ist der künstlich angelegte Jungfernheidesee neben dem gepflegten Strandbad ein Hort der Ruhe. Im Nichtschwimmerbereich planschen Kinder oder sausen von der ­Rutsche. Gute Schwimmer können eine künstliche Insel ansteuern. Die Wasserskianlage macht Anfänger und auch Profis glücklich. Wem der Sand dann aus allen Körperfalten rieselt, der kann sein Badehandtuch auf den Rasenflächen ausbreiten. Ein Imbiss und ein Restaurant versorgen die Hungrigen und Durstigen.

Adresse: Jungfernheideweg 60, Charlottenburg
Anfahrt: U7 bis Siemensdamm
Öffnungszeiten: tgl. 10–19 Uhr
Eintritt: Mo–Fr 8 Euro, Sbd.+So. 10 Euro
www.strandbad-jungfernheide.de

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