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Kunst für alle: 10 tolle Gratis-Kultur-Angebote in Berlin

Hörtheater, Lunchkonzert, Filme, Spaziergänge: In Berlin kann man jede Menge Kunst und Kultur bei freiem Eintritt erleben. 10 Tipps.

Kunst zum Anfassen gibt es in der Gallery of Steel.

Kunst zum Anfassen gibt es in der Gallery of Steel.

Foto: Gallery of Steel

Konzerttickets sind teuer. Eine Karte für die Oper kann weit mehr als 100 Euro kosten. Doch selbst wenn man hohe Ansprüche hat, hält die Stadt eine Menge für Kulturliebhaber bereit – und zwar kostenfrei. Eine Auswahl:

Mitte: Artotheken sind wie ­Büchereien – nur für Kunstwerke

Eine Radierung von Marc Chagall oder ein Siebdruck von Elvira Bach an der eigenen Wand? In der Artothek des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.), der größten ihrer Art, kann man sich aus mehr als 4000 Werken des 20. und 21. Jahrhunderts bedienen – und zwar umsonst. Gemälde, Skulpturen, Fotografien und andere Kunstwerke kann man für ein halbes Jahr ausleihen.

n.b.k. Artothek; Chausseestr. 128/129, Di., Do. 14–20 Uhr, Mi., Fr. 14–18 Uhr, Versicherungsgebühr pro Werk: 3 Euro pro Quartal, Tel. 280 70 20, www.nbk.org

Tiergarten: Das klassische ­Mittagsmenü in der Philharmonie

Seit Herbst 2007 gibt es in der Philharmonie auch mittags Hörgenuss. Die Lunchkonzerte im Foyer dauern 40 bis 50 Minuten. Auf der Bühne stehen Mitglieder der Philharmoniker, Stipendiaten der Karajan-Akademie, Instrumentalisten anderer Berliner Orchester sowie Studierende von Musikhochschulen – ohne Honorar. Daher ist auch der Eintritt frei.

Philharmonie, Herbert-von-Karajan-Str. 1, Di. 13 Uhr (ab September: Mi. 13 Uhr), max. 1500 Zuhörer,Tel. 25 48 80, www.berliner-philharmoniker.de

Neukölln: Augen zu und durch: „Hörtheater“ im Heimathafen

Jeden Sonntag lädt der Heimathafen zum „Hörtheater“ im Studio ein, anschließend findet ein Publikumsgespräch statt. Um Urlaub, Überstunden und moderne Arbeitskultur dreht sich das groteske Hörspiel „Die weite weite Sofalandschaft“ von Malte Abraham. Das Stück steht an diesem Sonntag. auf dem Programm. Am 1. März folgt ein Krimi zum Hören: „Der Wachmann“ nach dem Roman von Peter Terrin.

Heimathafen, Karl-Marx-Str. 141, Hörtheater So. 19.30 Uhr, Tel. 56 82 13 33, www.heimathafen-neukoelln.de

Kreuzberg: Kuratoren klären ­kostenlos über Kunst auf

„Seit einem Jahr laden wir jeden ersten Sonntag im Monat zu einer kostenlosen Foto-Führung ein“, so Katharina Mouratidi, künstlerische Leiterin der Galerie für internationale Autorinnen- und Autorenfotografie. Derzeit gibt es eine sehenswerte Ausstellung zum Thema Straßenfotografie inklusive der Diskussion darüber, wen Fotografen porträtieren dürfen. Dabei geht es zugleich um Ethik und Urheberrecht.

f³ Freiraum für Fotografie, Waldemarstr. 17, Kreuzberg, erster So. im Monat 11 Uhr, nächster Termin 1.3., Tel. 63 96 11 19, www.fhochdrei.org

Mitte: Altmetall muss nicht auf dem Schrottplatz landen

In der neuen Galerie der Stahlfiguren begegnet man Außerirdischen, Fabelwesen, Robotern und Prinzessinnen. Die 120 Exponate sind aus 300 Tonnen Altmetall entstanden. Am 22. und 23. Februar wird zur Eröffnung geladen. Kostümierte Kinder unter zwölf Jahren haben freien Eintritt. An beiden Tagen werden jeweils um 11, 14 und 16 Uhr Gratis-Führungen angeboten.

Stahlfiguren-Galerie, Unter den Linden 14, Sbd. 9–22 Uhr, So. 9–20 Uhr, bis 12 J. in Verkleidung frei, sonst 13 Euro, Tel. 27 57 86 00, www.galleryofsteelfigures.com

Westend: Öffentliche Führung bei den Öffentlich-Rechtlichen

Wie funktionieren Radio und Fernsehen? Am Berliner Standort des RBB kann man bei öffentlichen Führungen das Haus des Rundfunks, den ältesten Rundfunkstandort Europas, kennenlernen. Dabei lernt man auch den Arbeitsplatz der „Abendschau“-Moderatoren kennen, erfährt Spannendes über redaktionelle Abläufe und Studiotechnik von Blue Box bis Teleprompter.

Haus des Rundfunks, Masurenallee 8–14, Westend, Führungen: Sbd. 15 Uhr, Mo. 18 Uhr, Anmeldung: Tel. 97 99 31 24 97 (Mo.–Do. 9–17 Uhr), www.rbb-online.de

Charlottenburg: Jeden Montag eine Jazz-Session

Seit 23 Jahren gehört der Montag den „Andreas Schmidt and Friends“-Konzerten. „Mit dabei sind Berliner Musikerfreunde und Freunde, die auf Tour sind und sich dann extra den Montag frei halten, um im A-Trane zu spielen, sowie unfassbar talentierte Studierende vom Jazz- Institut Berlin“, so Schmidt. Auch Musiker aus dem Publikum holt er zu Jazzstandards und Improvisationen auf die Bühne.

A-Trane, Bleibtreustr. 1, Mo. 21 Uhr (Einlass 20 Uhr), Tel. 313 25 50, www.a-trane.de

Schöneberg: Geschichtswissen gibt es gratis auf der „Insel Tour“

Vor rund anderthalb Jahren wurde die „Insel Tour“ geschaffen: ein Rundgang über die Rote Insel mit 19 Schildern zwischen der Kolonnenstraße, dem Gasometer und der Wilhelm-Kabus-Straße. Dabei werden Flaneure über besondere Bauwerke, stadtplanerische und industriegeschichtliche Entwicklungen informiert.

Schöneberg, rund um die Rote Insel www.museen-tempelhof-schoeneberg.de

Kreuzberg: Untergrund-Filme im obersten Stockwerk

Filmschaffende zeigen ihre maximal 25 Minuten langen Filme, das Publikum schaut zu und tauscht sich danach mit den Machern aus – ohne Jury, ohne Vorauswahl. Jeden dritten Mittwoch im Monat ab 20.30 Uhr veranstaltet Berlins „höchstes Kino“, das in der fünften Etage gelegene Sputnik, dieses „Open Screening“. Die Genres sind vielfältig: Drama, Comedy, Reportage und Thriller, aber auch Experimentalfilme.

Sputnik, Hasenheide 54, nächster Termin: 19.2., Tel. 694 11 47, www.sputnik-kino.com

Prenzlauer Berg: Startbrett für junge Bands

Der „Duncker“ in Prenzlauer Berg ist eine der wichtigsten Institutionen der Gothic-Szene, lässt die 1980er-Jahre hochleben, hat einen Schwerpunkt auf Indie und Rock – und ist auch Startbrett für Nachwuchsbands, die donnerstags bei freiem Eintritt spielen.

Duncker, Dunckerstr. 64, Do. ab 21 Uhr, www.dunckerclub.de