Best of Berlin

Berlin aus der Vogelperspektive erleben

Berge, Türme, Wolkenkratzer: An vielen Orten besteht die Möglichkeit, von oben einen fantastischen Blick auf die Metropole zu werfen.

Der Schöneberger Gasometer im Sonnenuntergang.

Der Schöneberger Gasometer im Sonnenuntergang.

Foto: Gasometertour.de

Nicht nur vom Fernsehturm aus hat man einen tollen Blick auf die deutsche Hauptstadt. An vielen Orten in Berlin besteht die Möglichkeit, einmal die Vogelperspektive einzunehmen. Mitunter wird Eintritt verlangt oder ein anstrengender Aufstieg ist erforderlich. Aber die Mühe lohnt sich.

Schöneberg: Atemberaubende Aussicht vom Gasometer

Berlin und das Umland aus der Höhe mit Panorama-Blick: Seit zehn Jahren bieten Sascha Maikowski & Team Besteigungen des etwa 110 Jahre alten, 78 Meter hohen Gasometers an. Nach oben führen 420 Stufen. Dabei erfahren die Teilnehmer viel zur Geschichte des Industriedenkmals.

Gasometer, Torgauer Str. 12–15, Schöneberg, S1, 41, 42, 46, März bis November, ca. 1,5 Std., 23–26 Euro, Fr.+Sbd., Termine E-Mail-Anfrage: gasometer1@gmail.com, www.gasometertour.de

Westend: Übers Olympiagelände bis hin nach Potsdam

Gen Westen reicht der Blick bis Potsdam, gen Süden bis zu den Müggelbergen, sagt Manfred Uhlitz, der „Turmwächter“ des 68 Meter über dem Meeresspiegel stehenden Glockenturms. Die 77 Meter hohe Aussichtsplattform ist per Lift in 27 Sekunden erreichbar. Den ersten Rundblick hat man von der Glockenstube, bis ganz nach oben sind es weitere 57 Schritte.

Olympia-Glockenturm, Am Glockenturm, Westend, S 3, S 9 Pichelsberg, bis Anfang Nov. tägl. 9–18 Uhr, 5 Euro, 6–14 J. 3 Euro, Tel. 305 81 23, www.glockenturm.de

Spandau: Vom ältesten Bauwerk Berlins die Fernsicht genießen

153 Stufen gilt es zu überwinden, dann steht man auf dem ältesten Bauwerk Berlins, dem Anfang des 13. Jahrhunderts erbauten, rund 35 Meter hohen Juliusturm in der Spandauer Zitadelle. Man blickt über die Festungsanlage, sieht den Verlauf der Havel und bei gutem Wetter den Fernsehturm. Außer bei Glatteis und Sturm sind Turmbesteigungen stets möglich.

Juliusturm, Am Juliusturm 64, Spandau, U7 Zitadelle, Fr.–Mi. 10–17Uhr, Do. 13–20 Uhr, 4,50 Euro, erm. 2,50 Euro, bis 6 J. frei,Tel. 35 49 44-0, www.zitadelle-berlin.de

Grunewald: Blick über die Havel nach Gatow

Erst die Anstrengung, dann die 360-Grad-Rundumblick-Belohnung: Wer die 204 Stufen des Grunewaldturms erklimmt, kann die Aussicht über die Havel – bei gutem Wetter bis nach Potsdam – genießen. Die Aussichtsplattform des von Franz Schwechten als Denkmal entworfenen, 1899 eingeweihten 55-Meter-Turms aus rotem Backstein befindet sich in 36 Meter Höhe.

Grunewaldturm, Havelchaussee 61, Grunewald, Bus 218 Grunewaldturm,tägl. ab 10 Uhr, 3 Euro, Tel. 41 72 00 01, www.restaurant-grunewald.de

Tiergarten: In 20 Sekunden nach ganz oben am Potsdamer Platz

Mit 8,50 Meter pro Sekunde ist der Lift im Kollhoff-Tower der schnellste seiner Art in Europa. In 20 Sekunden erreicht man die 24. Etage, wo sich der Panoramapunkt mit Café und die Open-Air-Ausstellung über Potsdamer Platz, Mauerbau und -fall befindet. Eine Treppe führt zur Aussichtsplattform mit Cityblick.

Panoramapunkt im Kollhoff-Tower, Potsdamer Platz 1, Tiergarten, S 1, 2, 25, U2 Potsdamer Platz, tägl. 10–20 Uhr,Tel. 25 93 70 80, 7,50, erm. 6 Euro, www.panoramapunkt.de

Köpenick: 126 Stufen den Müggelturm hinauf

Die Müggelberge sind die höchste natürliche Erhebung Berlins. Auf dem88 Meter hohen Kleinen Müggelberg erhebt sich der 1969/61 erbaute Müggelturm mit 29,61 Metern Höhe. Bis zu 60 Kilometer kann man von der über 126 Stufen zu erreichenden Aussichtsplattform in die Ferne schauen. Zu sehen sind etwa der Müggelsee, der Fernsehturm, der Flughafen Schönefeld und bei gutem Wetter sogar die Tropical Islands-Halle.

Müggelturm, Straße zum Müggelturm 1, Köpenick, Bus 169 Rübezahl, 10–20 Uhr,4, erm. 2 Euro, www.müggelturm.berlin

Mitte: Auf und über das historische Zentrum

270 Domstufen sind es bis zum spektakulären 360-Grad-Panomamablick auf und über Berlins historischer Mitte. Unter freiem Himmel, in 50 Metern Höhe und geschützt durch eine breite Brüstung, blickt man von der Kuppel des Berliner Doms auf das Rote Rathaus, das Humboldt Forum, die Museumsinsel, die Synagoge, den Fernsehturm und bis ins Umland.

Berliner Dom, Am Lustgarten, Mitte, Bus 100, 200 Lustgarten, meist 9–20 Uhr,7 Euro, erm. 5 Euro, Tel. 20 26 91 36, www.berlinerdom.de

Lübars: Aussichtsplateau mit Gipfelstein

Die Lübarser Höhe, eine ehemalige Müllhalde, ist seit 2010 Teil des Freizeitparks Lübars. 85,30 Meter hoch, hat man von dem Aussichtsplateau mit Gipfelstein einen schönen Rundumblick.

Lübarser Höhe Freizeitpark Lübars, Quickborner Straße, Lübars, Bus X21 Quickborner Straße, freier Zugang

Kreuzberg: Vom Wasserfall über den Szenekiez

Viele Wege führen zum Gipfel des 66 Meter hohen Kreuzbergs im Viktoriapark. Oben angelangt, steht man neben dem Nationaldenkmal für die Befreiungskriege, dem Schinkel-Denkmal, – und genießt die Aussicht über den Szenekiez.

Schinkel-Denkmal, Viktoriapark Kreuzbergstraße, Kreuzberg, S1, 2, 25, 26, U7 Yorckstraße, rund um die Uhr möglich

Marzahn: Auf der Wolke über dem Kienberg

Der „Wolkenhain“ ist weithin sichtbares Wahrzeichen des Kienbergparks und Aussichtspunkt in rund 120 Meter Höhe.

Wolkenhain, Gärten der Welt, Hellersdorfer Str. 159, Marzahn,U5 Kienbergpark, kostenlos zugänglich, Seilbahn Mo.–Fr. 10–18, Sbd./So. 10–19 Uhr, 4–6,50 Euro, www.gruen-berlin.de