Best of Berlin

Das sind die besten Laufstrecken in Berlin

Ob durch Berlins grüne Lunge oder im Grunewald: Die Hauptstadt bietet schattige Strecken. Die besten Jogging-Routen Berlins.

Die Goldelse hinter sich, joggen diese Freizeitsportlerinnen locker die Spree entlang. Die Strecke   ist abwechslungsreich und bietet schöne Aussichten auf den Tiergarten und später auch auf Regierungsbauten

Die Goldelse hinter sich, joggen diese Freizeitsportlerinnen locker die Spree entlang. Die Strecke ist abwechslungsreich und bietet schöne Aussichten auf den Tiergarten und später auch auf Regierungsbauten

Foto: Getty Images / ullstein bild/Getty Images

Tiergarten: Durch Berlins grüne Lunge zur Museumsinsel

Im beliebten Großen Tiergarten wird spaziert, geradelt und gejoggt. Durchquert man ihn Richtung Siegessäule, Kongresshalle, Bundeskanzleramt und Reichstag, hat man auf den ersten zwei Kilometern bereits vier Sehenswürdigkeiten passiert. Am Reichstagsufer geht es an der Spree weiter. Bis zum Bahnhof Friedrichstraße w ären es noch einmal ein halber Kilometer, bis zur Museumsinsel und Berliner Dom insgesamt 3,5 Kilometer. Um auf gute fünf Kilometer zu kommen, folgt man der Wasserstraße bis zum Bahnhof Jannowitzbrücke.

Start: Bahnhof Tiergarten, S3, 5, 7, 9, 75, Ziel: Bahnhof Jannowitzbrücke, S3, 5, 7, 9, 75, U8

Tegel: Am Wasser entlang, den See im Blick

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Einmal um den Tegeler See herum funktioniert nicht. Der geht in die Havel über und man müsste mit einem Boot übersetzen. Doch es lohnen auch verschieden lange Etappen mit Umkehren, fast immer hat man Wasserblick. Eine sechs Kilometer lange Strecke ergibt sich etwa, wenn man am südlichen Ende des Borsigdamms beginnt. Von dort geht es gen Norden vorbei am Borsighafen über die Greenwichpromenade und die Sechserbrücke. Dann vorbei am Freizeitpark Tegel zur Nordspitze des Sees, die dann Große Malche heißt, und wieder zurück.

Start/Ziel: Liesborner Weg, Bus 133

Moabit: Abwechslungsreiche Strecke plus Trimm-dich-Pfad

Der Fritz-Schloß-Park unweit des Amtsgerichts Tiergarten ist nicht nur eine Grünanlage. Das Heimatstadion des Fußballvereins SC Union 06 Berlin und das Stadtbad Tiergarten sind dort zu finden. In der zwölf Hektar großen Anlage, die auch als Sportpark Berlin Moabit bezeichnet wird, gibt es zudem einen Trimm-dich-Pfad. Wenn der auch hier und da einiger Erneuerungen bedarf, so zeichnet sich die etwa 1,1 Kilometer lange Strecke als vielseitig und abwechslungsreich aus.

Start/Ziel: Turmstr./Rathenower Str., Bus 123, 187

Kreuzberg: Wo Turnvater Jahn einst aktiv war

In der Hasenheide eröffnete „Turnvater“ Friedrich Ludwig Jahn im Juni 1811 den ersten „Turnplatz“ in Preußen. 50 Jahre später wurde ihm noch ein Denkmal gesetzt. Das befindet sich heute, es wurde umgesetzt, unweit des nördlichen, am Columbiadamm gelegenen Parkeingangs. Wenn man also in dem Park eine Runde dreht, rund 2,5 Kilometer, joggt man auf historischem Boden. Abends könnte man den kleinen Rundkurs mit einem Kinobesuch verbinden, im Park befindet sich die Freiluftbühne Hasenheide.

Start/Ziel: Bahnhof Hermannplatz U7

Charlottenburg: Nach der Runde ein Erfrischungsbad

Das Ziel, wo wir auch starten, lohnt sich – vor allem im Hochsommer: Im Strandbad Jungfernheide könnte man nach einer fünfeinhalb Kilometer langen Runde durch die Jungfernheide ins Wasser springen und sogar eine Wakeboard-Runde auf der Wasserskianlage drehen. Die Joggingrunde läuft sich angenehm, es geht auf flachen Wegen durch den Park, der einst ein Wald- und Heidegebiet war. Etwas zu gucken gibt es auch, so einen Wasserturm und die in Tegel startenden Flugzeuge.

Start/Ziel: Strandbad Jungfernheide, Bus 123 Mäckeritzbrücke

Grunewald: Schattig und in der besten Luft

Wer gerne im Wald joggt, ist im Grunewald richtig. Viele Läufer und Triathleten sind dort unterwegs. Von der Hans-Rosenthal-Sportanlage aus kann man eine etwa elf Kilometer lange Runde drehen. Vorbei am Stadion Eichkamp den Schildhornweg entlang passiert man den Teufelssee. Man läuft den Saubuchweg Richtung Süden und hält sich dann wieder nördlich. Vorbei am Pechsee geht es wieder zum Schildhornweg, um auf drei Kilometern zum Ausgangspunkt zu gelangen.

Start/Ziel: Kühler Weg, M19

Köpenick: Joggen an Berlins größtem See

Auch Berlins größter See, der Müggelsee, ist ein attraktives Ziel für Jogger. Vom Ausflugslokal Rübezahl, es gibt einen großen Biergarten, kann man eine gut fünf Kilometer lange Runde Richtung Osten laufen. Etwa die Hälfte der Strecke am Seeufer entlang, den Rest durch den Wald, die Köpenicker Bürgerheide. Am Ziel könnte man noch in See stechen. Es gibt einen Bootsverleih und an der Station Rübezahl halten Ausflugsdampfer.

Start/Ziel: Rübezahl, Bus M169

Kreuzberg: Die kleine Runde durch den Gleisdreieck-Park

Eine kleine Runde in der City? Dafür eignet sich der Park am Gleisdreieck auf ehemaligen Bahnbrachen. Man kann anderthalb Kilometer absolvieren, mittig am Bahnhof Gleisdreieck gestartet, geht es in südliche Richtung bis zum Ende der Schöneberger Wiese, in nördliche Richtung bis zum Landwehrkanal. Dort schließen sich der Park am Karlsbad an und auf der anderen Seite der Wasserstraße der am Potsdamer Platz vorbeiführende Tilla-Durieux-Park. Am Gleisdreieck kann man im Brauhaus-Biergarten einkehren.

Start/Ziel: Gleisdreieck U 1, 2, 3

Kladow Vom Hafen aus die Havel entlang

Spandau ist ein wasserreicher Bezirk. Dort bietet sich Jogging mit Blick auf die Havel an. Vom Kladower Promenadenhafen vis-à-vis der Insel Imchen bis nach Gatow und zurück führt eine schöne Strecke am Ufer entlang. Etwa 6,5 Kilometer geht es über flache Park- und Gehwege. Am Start/ Ziel legt die BVG-Wannseefähre an.

Start/Ziel: Alt-Kladow, Bus 134, 135, 234, 697, X34

Friedrichshain: Ein Abstecher auf den „Mont Klamott“

Mit dem Märchenbrunnen und seinen Grimm’schen Märchenfiguren sowie der Freilichtbühne bereichert man seine etwa vier Kilometer lange Rundtour durch den Volkspark Friedrichshain gleich mit zwei zusätzlichen Attraktionen. Man kann Abstecher zum 48 Meter hohen Kleinen und 78 Meter hohen Großen Bunkerberg machen. Letzterer ist den Berlinern auch als „Mont Klamott“ bekannt. Zudem gibt es im Volkspark Friedrichshain auch die Möglichkeit, einen Fitness-Parcours zu absolvieren. Beliebt ist der Park auch bei anderen Freizeitsportlern wie beispielsweise Beachvolleyballer, Fußballer, Inlineskater oder auch Skateboarder.

Start/Ziel: Am Friedrichshain/Hufelandstraße, Bus 200

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