Best of Berlin

Das sind die schönsten Uferspaziergänge in Berlin

Berlin von seinen schönsten Seiten: Es gibt schöne Wege am Wasser in der Hauptstadt – und am Wochenende vielleicht ja auch Sonne.

Eine Spazierrunde durch das Regierungsviertel an der Spree mit Blick auf den Reichstag, das daneben liegende Paul-Löbe-Haus und das gegenüberliegende Marie-Elisabeth-Lüders-Haus

Eine Spazierrunde durch das Regierungsviertel an der Spree mit Blick auf den Reichstag, das daneben liegende Paul-Löbe-Haus und das gegenüberliegende Marie-Elisabeth-Lüders-Haus

Foto: Markus C. Hurek / picture alliance / Markus C. Hur

Tiergarten: Am Spreeufer durch das Regierungsviertel

An die 45 Kilometer fließt die etwa 400 Kilometer lange Spree durch Berlin. Dampfertouren auf Spree und Landwehrkanal durch die Innenstadt gehören im Frühjahr und Sommer zu beliebten Freizeitvergnügungen von Einheimischen und Touristen. Man kann auch auf vielen Uferwegen spazieren, so etwa am Ludwig-Erhard-Ufer entlang durch den rund sechs Hektar großen und 2005 angelegten Spreebogenpark und das Regierungsviertel.

Spreeufer, Tiergarten, ab U 55 Bundestag

Tegel: Richtung Borsighafen oder zur Dicken Marie

Den gesamten Tegeler See zu umrunden, wäre ein langwieriges Unterfangen. Ist er doch stattliche 450 Hektar groß. Aber von Alt-Tegel aus entlang der Greenwichpromenade, wo demnächst die Dampfersaison beginnt, zu spazieren, südlich in Richtung Borsighafen oder nördlich über die Sechserbrücke an der Großen Malche zum Tegeler Forst und zum wohl ältesten Baum Berlins, der „Dicken Marie“, sind bequeme und schöne Nachmittagsrunden.

Tegeler See, von/bis U6 Alt-Tegel

Zehlendorf: Beliebtes Ziel der Spaziergänger

Der Schlachtensee ist bei Spaziergängern beliebt. Es gibt einen fünfeinhalb bis sechs Kilometer langen Weg rund um das südlichste Gewässer der Grunewald-Seenkette. Auch Angler schätzen den bis zu achteinhalb Meter tiefen See ob seines Fischreichtums. Für den Sommer kann man sich schon einmal den Bootsverleih und die Badestellen vormerken. Wem der Rundgang um den Schlachtensee nicht reicht, der kann an der nordöstlich gelegenen Krummen Lanke weitergehen.

Schlachtensee Zehlendorf, von/bis S1 Schlachtensee oder U3 Krumme Lanke die Fischerhüttenstraße bis zum Weg zum See

Wannsee: Der See, der eine Ausbuchtung der Havel ist

Der Große Wannsee ist eine Ausbuchtung der Havel. Egal, schön und beliebt ist er allemal. Man kann stundenlang am Ufer und in Ufernähe spazieren. Schließt man die Wegstrecke an der Havel ein, geht es bis nach Potsdam. Auf diesem Weg kommt man, mit einem Abstecher zum Kleinen Wannsee am Kleistdenkmal vorbei, an der Liebermann-Villa, dem Haus der Wannsee-Konferenz und nach einer Wegstrecke durch den Düppeler Forst auch am Schloss Glienicke.

Wannsee, ab S1, 7 Wannsee

Reinickendorf: Rundweg mit „Allee der Jahresbäume“

An dem fast kreisrunden Gewässer gab es im 18. Jahrhundert eine Schäferei. Daher kommt auch der Name Schäfersee. Ein Rundweg führt um das 4,5 Hektar große und immerhin bis zu sieben Meter tiefe Gewässer. Ende der 1920er-Jahre wurde das Ufer als Grünanlage gestaltet. Seit fast 20 Jahren gibt es am Rundweg eine Besonderheit: die „Allee der Jahresbäume“. „Baum des Jahres 2017“ war die Fichte, die im vergangenen Mai gepflanzt wurde. „Baum des Jahres 2018“ ist die Esskastanie.

Schäfersee Reinickendorf, ab/bis U8 Franz-Naumann-Platz/Am Schäfersee

Weißensee: Gemütlicher Gang um den See mit Strandbad

Idyllisch liegt der für den Ortsteil von Pankow namensgebende Weiße See in einem Mitte des 19. Jahrhunderts angelegten Park. Man erblickt die nur knapp 350 Meter entfernt liegende andere Seite, sieht vom Strandbad Weißensee das traditionsreiche Café Milchhäuschen, dessen Name auf eine Milchverkaufsstelle aus dem Jahr 1913 zurückgeht, und umgekehrt. Die Wassertiefe vom Weißen See beträgt zehneinhalb Meter.

Weißer See, Weißensee, zum Beispiel ab/bis Tram 12, 27, 50, M1, M2, M4, M13, Bus 156 Falkenberger Str./Berliner Allee

Spandau: Nach dem Einkauf in der Altstadt an die Havel

Auf ihrem Weg von Mecklenburg-Vorpommern über Brandenburg nach Sachsen-Anhalt fließt die Havel auch durch Berlin. Die Spandauer Altstadt liegt an der Havel. Unterhalb der Schleuse Spandau begegnen sich Havel und Spree. In Spandau kann man den Einkaufsbummel in der Altstadt und den Besuch der Zitadelle mit Spaziergängen an der Havel verbinden, etwa am Lindenufer entlang. Die Uferpromenade, eingebettet in einen rund 1,7 Hektar großen Park, ist Teil des Havel-Radwegs.

Havel Spandau, ab/bis U7 Altstadt Spandau

Köpenick: Wege entlang des größten See Berlins

Der Große Müggelsee trägt seinen Namen zu Recht. Er ist mit mehr als 7,4 Quadratkilometer Wasserfläche, knapp viereinhalb Kilometer Länge und gut zweieinhalb Kilometer Breite der größte See Berlins. Es gibt zahlreiche Uferwege, die etwa im Süden an der Ausflugsgaststätte Rübezahl oder im Norden am Strandbad Müggelsee entlangführen. Wie Spandau verfügt auch Köpenick über eine Altstadt am Wasser. Müggelspree und Dahme flankieren sie. Zum Besuch eignet sich das Schloss.

Müggelsee, Köpenick, z.B. ab/bis Bus 169 Rübezahl, Altstadt Köpenick ab/bis Tram 27, 60, 61, 62, 63, 67, 68, M17 Schloßpl. Köpenick

Hohenschönhausen: Nach kurzer Runde zum Obersee

Hecht, Karpfen, Aal & Co. – der Orankesee gilt als fischreiches Gewässer. Im Sommer zieht es Badegäste ins Strandbad. Ganzjährig kann man auf dem rund 1,3 Kilometer langen Uferweg um den rund vier Hektar großen, im Süden eine Grünanlage bietenden See spazieren. Wem das nicht reicht: Östlich befindet sich noch der etwas größere Obersee nebst dem Oberseepark. Der wurde Ende 19. Jahrhunderts als Wasserspeicher für eine dortige Brauerei angelegt.

Orankesee Hohenschönhausen, ab/bis Tram 27, Stadion Buschallee/Suermondtstr.

Charlottenburg: Am zweigeteilten Lietzensee entlang

Einst war der Lietzensee in Privatbesitz. Er gehörte dem General Wilhelm von Witzleben (1783–1837). Dessen Haus war Treffpunkt der Berliner Gesellschaft. Der See ist in einen Park eingebettet, 1899 als öffentliche Grünanlage angelegt. Damals bestand das Gewässer noch aus einem See. 1904 wurde der See durch die Verlängerung der Kantstraße zweigeteilt, sodass er von oben gesehen einer Acht ähnelt. Es lohnt der Spaziergang um beide Teile. Die Grünanlage wurde anderthalb Jahrzehnte später von Erwin Barth zum Landschaftspark umgestaltet.

Lietzensee Charlottenburg, beispielsweise ab/bis Bus M49 Kuno-Fischer-Straße (mittig zwischen beiden Seeteilen gelegen)

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