Best of Berlin

Diese Genüsse gibt es bei der Berlin Food Week zu entdecken

60 Restaurants bieten bei der Berlin Food Week eine Woche und länger herbstliche Stadtmenüs - auch außerhalb des Events. Eine Auswahl.

Auch Spitzenkoch Matthias Buchholz freut sich auf die Berlin Food Week. In seinem „Buchholz Gutshof Britz“ feiert er den Herbst mit Pilzen. Das Stadtmenü offeriert beispielsweise als Vorspeise eine Pilzterrine

Auch Spitzenkoch Matthias Buchholz freut sich auf die Berlin Food Week. In seinem „Buchholz Gutshof Britz“ feiert er den Herbst mit Pilzen. Das Stadtmenü offeriert beispielsweise als Vorspeise eine Pilzterrine

Foto: Stefan Abtmeyer

Schöneberg: Funghi oder Ossobuco wie in Italien

Pilze sind in Norditalien ein großes Thema. "Beim Risotto etwa oder mit Polenta als Beilage", sagt Restaurantleiterin Guilia Medi. Das Hauptaugenmerk im "To Beef Or Not To Beef" liegt dennoch auf Fleisch, darunter das edle Chianina-Rind aus der Toskana. Mit Klassikern wie Ossobuco alla milanese präsentiert das Restaurant die Herbstküche Italiens.

To Beef Or Not To Beef, Akazienstr. 3, U7 Eisenacher Straße, tägl. ab 18 Uhr, Tel. 54 59 90 47, tobeefornottobeef.berlin

Wilmersdorf: Serbische Küche mit Sauerkraut

Kafana ist wie Vlado Kosic sagt ein Ort, wo man sich zum Essen trifft. Dorthin lädt der Kafana-Chef ein, um die einfache, aber mit guten Produkten arbeitende Küche Serbiens vorzustellen. "Wir kochen viel mit Kupus, also Sauerkraut, und Kajmak, einem serbischen Schmand. Typisch sind auch Ajvar, ein Paprikaaufstrich, und Kapama, geschmortes Lamm mit Spinat und Ofenkartoffeln ", sagt der Gastronom, der in Prenzlauer Berg auch noch das Fischrestaurant Lesendro betreibt.

Kafana, Bruchsaler Str. 6, U9, S41, 42, 45, 46 Bundesplatz, Mi.–Fr. 18–23, Sbd. 18–1, So. 12– 22 Uhr, Tel. 23 58 49 98, www.kafana-berlin.de

Wedding: Trompetenpilze oder auch Steinpilzsoße

Die Stammgäste des Le Piaf wissen es bereits. Claude Trendel ist umgezogen. Nun zelebriert er im Centre Français die kulinarischen Seiten Frankreichs. "Das Stadtmenü wird es bis Ende Oktober geben. Mit dabei die konfierte Schweinebacke vom Iberico-Schwein mit Sellerie-Püree und Trompetenpilzen", so Trendel, der à la carte mit einer konfierten Barbarie-Entenkeule mit Steinpilzs0ße und Kartoffelgratin das herbstliche Frankreich präsentiert.

Gourmanderie im Centre Français, Müllerstraße 74, U6 Rehberge, Mi.–So. 17–23.30 Uhr, Tel. 45 02 50 01, www.restaurant-gourmanderie.de

Prenzlauer Berg: Die Vielfalt der herbstlichen Waldfrucht

Mit gegrillter Entenbrust in den Herbst. "Sie ist Teil des Stadtmenüs, das etwa bis Ende Oktober serviert wird", sagt Fabian Fischer. Im ersten Herbst seines im Februar eröffneten Restaurants setzt Fischer auch auf fermentiertes Gemüse, Kürbisse, Maronen und eine große Pilzvielfalt: so Steinpilzravioli mit geräucherter Sellerieessenz und gepickelten Radieschen oder auch Kräuterseitlinge zu der Entenbrust.

Bricole, Senefelderstr. 30, Tram M2, M10 Prenzlauer Allee/Danziger Str., Di.–Sbd. ab 17.30 Uhr, Tel. 84 42 13 62, www.bricole.de

Kreuzberg: Herbstzeit ist auch die Zeit der Trüffel

Kein Herbst ohne Trüffel, findet Hans Richard. Mit Küchenchef Christian Schagerl bietet er am 14. und 15. November ein fünfgängiges Trüffelmenü (128 Euro p.P.) an. Bis dahin setzt das Sternerestaurant auf heimisches Wild, Rehkeule etwa, oder Pilze wie sautierte Steinpilze zu Gnocchi. "Kürbis ist natürlich auch ein tolles Herbstgemüse", so Richard.

Richard, Köpenicker Str. 174, U1 Schlesisches Tor, Di.–Sbd. 19–24 Uhr, Tel. 49 20 72 42, www.restaurant-richard.de

Steglitz: Passend zu allen Gängen auch Maronen

Buchenpilze und bald auch Herbsttrompeten, nennt André Sawahn zwei spannende Pilzsorten, die er und Compagnon Felix Leisegang im Jungbluth anbieten. "Zum Herbst gehören für mich auch Kürbis, Feldspinat, Navetten, Teltower Rübchen, Schwarzwurzel, für Desserts Sanddorn und bei allen Gängen Maronen", so Sawahn. Bei herbstlichen Wildgerichten gibt es häufig ein Duett, etwa "Zweierlei vom Hirsch". Ab Ende Oktober wird auch wieder Entenbrust auf der regelmäßig wechselnden Karte stehen.

Jungbluth, Lepsiusstr. 63, Steglitz, U9, S1 Rathaus Steglitz, Di.–So. 12–24 Uhr, Tel. 79 78 96 05, jungbluth-restaurant.de

Mitte: Pfifferlinge und Zitronenseitlinge

Nach dem Restaurant Fleischerei und seiner Weinhandlung hat Bernhard Hötzl Mitte Mai die Gärtnerei eröffnet. Im Fokus: Gemüse. Es gibt aber auch Fisch und weißes Fleisch. "Gerade in der vegetarischen Küche spielen Pilze eine große Rolle, Pfifferlinge und Zitronenseitlinge sind tolle Produkte", so Restaurantleiterin Linda Stößer.

Gärtnerei, Torstr. 179, Mitte, Bus 142 Tucholskystraße, Di.–Sbd. 18–23.30 Uhr, Tel. 24 63 14 50, www.gaertnerei-berlin.com

Britz: "Herbst pur" mit Wild und auch mit Ente

Eine lauwarme Pilzterrine mit Feldsalat und eingelegtem Muskatkürbis hat Matthias Buchholz als Vorspeise seines Food-Week-Menüs kreiert. "Das ist Herbst pur", sagt er. In seinem idyllisch gelegenen Landgasthof hinter dem Schloss Britz ist jetzt neben Kürbis und Pilzen wie Kräuterseitlingen, Austernpilzen, Steinpilzen und braunen Champignons Saison für Rosenkohl und Wild. Bald, so Buchholz, stünden auch die ersten Enten auf der Karte.

Buchholz Gutshof Britz, Alt-Britz 81, M44, M46 Fulhamer Allee, Do.–Mo. 11–21 Uhr, Tel. 60 03 46 07, www.matthias-buchholz.de

Moabit: Typisch österreichisch mit Grammelknödel

Thomas Kos gibt sich in seinem Restaurant in der Arminushalle herbstlich mit Wild, Schwarzwurzel und Quitten die Ehre. Der Österreicher konfiert bei seinem Food-Week-Menü Kabeljaufilet in steirischem Kernöl und serviert es mit Erdäpfel-Kräuterseitling-Buttermilchragout. "Typisch österreichisch und zur Jahreszeit passend ist ein Räucherfisch-Szegediner mit Grammelknödel und Dillknödel", sagt Kos.

Habe die Ehre, Armi­niusstr. 2–4, , U9 Turmstr., Di.–Fr. ab 17, Sbd. ab 12 Uhr, Tel. 52106727, www.habe-die-ehre.de

Charlottenburg: Pilze zum Schokotrüffel als Dessert

Wild aus Brandenburg, Quitten und Pilze setzt Fiona Reymann auf die Herbstkarte ihres Restaurants. "Meine Köchinnen Ruby und Kate servieren beispielsweise geräucherten Hirschrücken als Vorspeise", sagt die Inhaberin und Sommelière, die das Stadtmenü zur "Food Week"-Woche anbietet und monatlich die Karte ändert. Aber bei Fräulein Fiona gibt es auch Pilze zum Dessert. Passend zum "3-Mädels-Team" setzt sie bei den Weinen auf Winzerinnen, wie auf Simone Adams aus Rheinhessen, die Rotweine wie St. Laurent, Früh- und Spätburgunder produziert.

Fräulein Fiona, Fritschestr. 48, Bus M49, X34, 109, 309 Kaiser-Friedrich-Str./Kantstr., Di.–Do. 18–23, Fr.+Sbd. 18–23.30 Uhr, Tel. 95 60 22 72, www.fraeulein-fiona.de

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