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Laterne, Laterne: Die besten Veranstaltungen am Martinstag

Gottesdienste, Kinderumzüge, Lagerfeuer: Am 11. November ist Martinstag, und an vielen Orten wird wieder gefeiert. Eine Auswahl.

Auf den Straßen Berlins wird wieder mit Laternenumzügen der heilige St. Martin von Tours gefeiert. Der barmherzige Ritter reitet bei einigen Umzügen sogar „persönlich“ mit

Auf den Straßen Berlins wird wieder mit Laternenumzügen der heilige St. Martin von Tours gefeiert. Der barmherzige Ritter reitet bei einigen Umzügen sogar „persönlich“ mit

Foto: Ole Spata / picture alliance / dpa

Charlottenburg: Laternenumzug und Familiengottesdienst

Drei Tage vor dem Martinstag lädt Pfarrer Martin Germer am kommenden Dienstag zum Laternenumzug. Der Familiennachmittag beginnt mit einem etwa 45-minütigen Gottesdienst. Unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Helmut Hoeft wird musiziert und gesungen. Dann heißt es: „Laternen an.“ Gemeinsam und mit musikalischer Begleitung spazieren die großen und kleinen Umzugsteilnehmer zur Kindertagesstätte in der Lietzenburger Staße.

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Breitscheidplatz, Charlottenburg, Tel. 218 50 23, 8.11., 16.30 Uhr, www.gedaechtniskirche-berlin.de

Schöneberg: Fast drei Wochen wird Martinsgans aufgetischt

Martinsgans gibt es bei Anton Stefanov vom Martinstag bis Ende November. Erster Gang: Gänseleber-Terrine. „Natürlich von ungestopften Gänsen“, sagt der Restaurantchef. Es folgt eine Essenz vom Fasan, dann steht der Star parat. „Brust und Keule von der Martinsgans, Rot- & Grünkohl, glasierte Maronen und Kartoffelklöße“ so Stefanov, der als Dessert Bratapfel mit Vanille, Mandel und Schokolade offeriert (3–4 Gänge 46–59 Euro, mit Weinbegleitung 61–78 Euro). Nur die Gans: 26 Euro.

Brenner, Regensburger Str. 7, Schöneberg, U Viktoria-Luise-Platz, Mo.–Sbd. ab 18 Uhr, Tel. 23 62 44 70, www.restaurant-brenner.de

Mitte: Beim Laternenumzug reitet auch St. Martin mit

Musik und Laternenumzug mit Tradition: Zum elften Mal erinnern am Martinstag junge Solisten und Kinderchöre mit rund 80 Chorkindern an den heiligen St. Martin. „Das etwa einstündige Singspiel ‚Martins Mantel’ wurde eigens dafür komponiert“, sagt Sprecherin Svenja Pelzel, „gegen 18 Uhr startet der Laternenumzug, der vom Martinsreiter und Musikern auf einem Wagen begleitet wird.“ Ziel ist der Gendarmenmarkt.

Berliner Dom, Am Lustgarten, Mitte, Bus 100, 200 Am Lustgarten, 11.11., 17 Uhr, Eintritt frei, Tel.. 202 691 36, www.berlinerdom.de

Kreuzberg: Laternen mit optischen Phänomenen

„Im Science Center Spectrum können pünktlich zum Sankt Martinstag ganz besondere Laternen gefertigt werden“, sagt Edith Elsner. Bei den offenen halbstündigen Workshops „Laterne, Laterne – rote, gelbe, grüne, blaue“, ein Einstieg ist jederzeit möglich, werden Lichter gebaut, die optische Phänomene wie Farbmischung und Schattenwurf veranschaulichen.

Deutsches Technikmuseum Trebbiner Str. 9, Kreuzberg, 5.11., 11.30–13.30 Uhr, 9.11. 15.30-17 Uhr, ohne Anmeldung, begrenzte Platzanzahl, Eintritt 8, erm. 4 Euro, bis 6 J. frei, Tel. 90 25 40, sdtb.de

Prenzlauer Berg: Mit Pferden und Martinsfeuer

Der wohl größte Martinstag-Laternenumzug startet aus drei Richtungen: von der Schönhauser Allee 161 (16.30 Uhr) und von der Göhrener Str. 11 (17 Uhr) – begleitet vom St. Martinspferd. Von der Schwedter Str. 90 (17.30 Uhr) ist eine große Martinsgans dabei. Ziel ist der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, wo das Martinsfeuer entzündet wird.

Stadtkloster Segen, Schönhauser Allee 161, Prenzlauer Berg, U2 Senefelder Platz, 11.11. 16.30 Uhr, www.ekpn.de

Buckow: Hausgemachter Rot- und Grünkohl in der Mühle

6 In der Gänsezeit, die in der historischen Jungfernmühle am Martinstag beginnt und bis Ende Dezember dauert, haben die Köche noch mehr zu tun. „Rot- und Grünkohl sind hausgemacht“, so Chef Michael Franke. Das bedeutet viel Schnippelarbeit und auch die mit Gänseklein angesetzte Sauce ist solides Küchenhandwerk. „Mein Tipp ist die Gänsekeule, da das Fleisch am Knochen gart und dadurch noch saftiger ist“, so Franke, der auch Gänsebrust mit Kohl, Kartoffeln und Kloß auf der Karte hat (21,80 Euro).

Restaurant Jungfernmühle, Goldammerstr. 34, Buckow, Bus 171, 172, 373 Lipschitzallee/Rudower Str., Di.–So. 12–23 Uhr, Tel. 662 02 72, www.jungfernmuehle.de

Britz: Mit Laternen, Pferd und Reiter durch den Garten

Sankt Martin auf seinem Ross reitet an der Spitze des Laternenumzugs vom Festplatz rund um den See zur Spiel- und Liegewiese und leitet sein Gefolge sicher zum lodernden Feuer am Seeufer. Auch in diesem Jahr lädt der Förderkeis „Freunde des Britzer Gartens e.V.“ wieder am Martinstag in den Britzer Garten ein. Zum Auftakt erläutert Legendenerzählerin Birgit Hägele mit der Legende vom Heiligen Martin von Tours den Ursprung dieses Festes.

Britzer Garten, Buckower Damm 130, Britz, Bus M44 Britzer Garten, 11. 11. 16:30–18:30 Uhr, Eintritt 2, erm. 1 Euro, Tel. 70 09 06 80, www.britzer-garten.de

Tempelhof: Schalmeien-Musik und ein loderndes Lagerfeuer

Seit mehr als 20 Jahren lädt der Kinderbauernhof der Ufa-Fabrik am Martinstag zum großen Laternenfest. „Das Berliner Schalmeien-Orchester ‚Fritz Weineck’ sorgt für schöne laute Musik. Wir laufen eine kleine Runde, die auch für kleine Kinder geeignet ist“, sagt Andreas Knöbel. Es gibt ein Lagerfeuer, Musik, später wird Stockbrot gebraten. Ende ca. 19/19.30 Uhr.

Kinderbauernhof, Nachbarschaftszentrum ufafabrik, Viktoriastr. 13–18, Tempelhof, U6 Ullsteinstraße, 11.11., 17.17 Uhr, Tel. 751 72 44, www.ufafabrik.de

Dahlem: Hier steht der Braten als Menü auf der Karte

9 Martinsgans hat im Châlet Suisse Tradition. „Am Martinstag servieren wir ein drei- oder vier-gängiges Gänsemenü“, sagt Servicemitarbeiterin Sandy Witt. Brust und Keule kommen mit Rot- und Grünkohl sowie Kartoffelklößen, umrahmt von Gänse-Rilette, Pastinakencrème und Maronenkuchen (44–52 Euro). Den Gänsebraten gibt’s auch à la Carte (28 Euro). Bis 23. Dezember gibt es auch ganze Gänse (165 Euro, 4–6 Pers.) auf Vorbestellung (3 Tage).

Châlet Suisse, Im Jagen 5/Clayallee 99, Dahlem, Bus 115, X10, X83 Königin-Luise-Str./Clayallee, tägl. ab 12 Uhr, Tel. 832 63 62, chalet-suisse.de

Lichterfelde: Traditionell kommt Gänsebraten auf den Tisch

Anfang November hat auch in dem bayerischem Wirtshaus von Diana Fritz in Lichterfelde die Gänsesaison begonnen: Gänse-Brust (18,90 Euro) oder Gänse-Keule (19,90 Euro) samt Beilagen stehen auf der Karte. „Rot- oder Grünkohl oder von beidem etwas sowie ein sehr großer Kartoffelkloß und Sauce“, sagt die Chefin, die Wert auf eine frische, hausgemachte Küche legt. Am Martinstag gibt es die ganze Gans, ofenfrisch und mit Beilagen für 89,90 Euro. „Weil sie so beliebt ist, bieten wir sie mittags, nachmittags und abends an“, so Fritz, die zur Reservierung rät.

Weißes Röss’l, Heinersdorfer Str. 15, Lichterfelde, Bus 112, 284, 380 Heinersdorfer Str./Hildburghauser Str., tägl. 12–24 Uhr, Tel. 772 30 30, www.weissesroessl-berlin.de