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Berlins Eisdielen: Zehn süße Versuchungen in der Hauptstadt

Die Berliner Eisdielen übertreffen sich gegenseitig mit immer neuen Kreationen – ob in der Waffel oder im Becher. Eine Auswahl.

Foto: Christina Horsten / dpa

Kreuzberg: Mit Mandelsorbet und Zimt-Pflaume durch den Sommer

20 Sorten, darunter fünf täglich wechselnde, finden sich in der Vitrine von Anna Durkes und Georgio Sau, die aus Sizilien stammen und sich mit ihrer kleinen Eisdiele einen Kindheitstraum erfülllt haben. Die kreative Eismacherin Anna Durkes bietet auch in dieser Saison wieder viel Neues. "Schokolade-Pflaume, Zimt-Birne, Crème caramel und ganz aktuell Mandelsorbet", gibt sie einen Einblick. Alle Sorten, Kugel 1,30 Euro, sind handgemacht. Viele der frischen Zutaten, so Durkes, stammen natürlich aus Italien.

Anna Durkes Graefestr. 80, Kreuzberg, U8 Schönleinstraße, Di.–So. 13–18 Uhr,
Tel. 0152 05 64 78 72, annadurkes.com

Halensee: Griechisches Joghurteis mit Honig und Walnüssen

"Bittere Schokoloade pur oder mit Orange und Chili", stellt Geschäftsführer Martin Wittur zwei besondere, milchfreie Sorten vor. Rund 40 Sorten ohne künstliche Farb- und Aromastoffe, Kugel 1,20 Euro, finden sich täglich in der Vitrine des Eiscafés mit jeweils rund 65 Plätzen innen und auf der Bürgersteigterrasse. Beliebt, so Wittur, sind Fruchtsorten wie Mango oder Heidelbeere, erfrischend Zitrone. Urlaubslaune weckt griechischer Joghurt mit Honig und Walnüssen. Es gibt auch mehr als 50 Eisbecher, teils hausgemachter Kuchen und herzhafte Quiche.

Eisgrün Kurfürstendamm 115, Halensee, S41, 42, 46 Halensee, tägl. 10–21 Uhr, je nach Wetter und Andrang auch länger, eisgruen-berlin.de

Spandau: Rhabarberkaltschale mit Eis und ordentlich Sahne

"Der Renner sind drei Kugeln nach Wahl mit Erdbeeren für 6,10 Euro", sagt Simone Gürgen, Geschäftsführerin der Spandauer Eismanufaktur, zu der zwei weitere Eisdielen gehören und die auch den Handel beliefert. Im März 1985 hatte Olaf Höhn sein "Florida Eiscafé" in Spandau eröffnet. Weil gerade Rhabarbersaison ist, gibt es auch frische und erfrischende Rhabarber-Kaltschale. Mit Sahne und Eis ein Sommer-Muss. 24 Sorten sind im Angebot. Ungeschlagen an der Spitze: Vanille, Schoko, Erdbeer und Cookie.

Florida Eis Klosterstr. 15, Spandau, Bus 134, 135, 146, 137, 236, 838, M37 Ziegelhof, tägl. 12–23 Uhr, www.floridaeis.de

Neukölln: Weniger grün, dafür mehr Pistaziengeschmack

"Beliebt und sommerlich sind Ananas-Basilikum, Apfel-Pale Ale, Cheesecake-Rhabarber und Blaubeer-Schmand", kennt Daniela Teuber den Geschmack ihrer Kunden. Generell ein Renner, so die Betreiberin, sei das sizilianische Pistazieneis, das nicht die typisch knallgrüne Farbe aufweise, aber weit geschmacksintensiver sei. In ihrer kleinen Gelateria im Schillerkiez bietet sie 18 Sorten an (Kugel 1,20, mit Alkohol 1,50–1,80 Euro), darunter immer auch eine Handvoll vegane Sorbets sowie Sojamilchsorten. "Wir produzieren täglich frisch und verwenden frische Zutaten ohne Farb- und Aromastoffe", sagt Daniela Teuber.

Gelateria Mos Eisley Herrfurthplatz 6, Neukölln, U8 Boddinstraße, tägl. 12–21 Uhr, ab Juni bis 22 Uhr, Tel. 23 93 94 60, moseisley-gelateria.de

Lichtenrade: 32 Sorten und Vanille aus der Softeismaschine

Seit nahezu 30 Jahren betreibt Pino sein Eiscafé mit 40 Innen- und 80 Außenplätzen. "32 Sorten mit Rennern wie Nutella-Eis, Cookies, Honig-Milch-Sesam, Holunderblüte, Pistazie, die Kugel 1 Euro bis 1,10 Euro sowie rund 45 Eisbechervarianten", beschreibt der Vollblutitaliener und Eismacher seine cremige wie erfrischende Bandbreite. Eine Besonderheit seit vergangenem Jahr: die Softeismaschine mit cremigem Vanilleeis, die kleine Portion 1,50 Euro, die große 2,50 Euro.

Coco Beach Lichtenrader Damm 44, Lichtenrade, Bus M76 Raabestraße, tägl. 10–23 Uhr, Tel. 743 35 83

Lichterfelde: Mit Loungebereich und Liegestühlen im Garten

Von den mehr als 250 Sorten im Eis-Repertoire stellen die Eismacher des bei Familien beliebten Eiscafés 18 Milch- und Fruchteissorten (Kugel 1,20 Euro) täglich frisch für die Vitrine her. Das Eiscafé verfügt nicht nur über 36 Innen- und mehr als 80 Außenplätzen, sondern auch Liegestühle, Loungebereich und Spielecke im Garten. "Sommerlich erfrischend ist unser Ziegenmilch- und Ziegenjoghurt-Eis mit Himbeeren und gerösteten Sonnenblumenkernen", sagt Mit-Betreiber Peter Lichtel. Beliebt auch Rotwein-Schokolade und Salzkaramell.

Eiskimo Curtiusstr. 8, Lichterfelde, S1 Lichterfelde West, tägl. 10–22 Uhr, Tel. 84 59 13 40, eiscafe-eiskimo.de, auch Straßenverkauf: Bergmannstr. 5, Kreuzberg

Charlottenburg: Neue italienische Eisdiele mit Familientradition

Valentino kommt aus einer italienischen Eisfamilie, die in dritter Generation in Berlin Eisdielen betreibt. Nach acht Jahren im elterlichen Betrieb hat er sich nun selbstständig gemacht. "Meine Freunde Enrico und Nicola sind aus Treviso hergekommen, um mit mir zusammenzuarbeiten", so Valentino. In der gläsernen Eismanufaktur, in der auch seine Freundin Victoria arbeitet, entstehen aroma-, konservierungs- und farbstofffreie Kreationen (Kugel 1,20 Euro) wie Limette mit Bio-Ingwer, Mango mit Sezchuanpfeffer und Cookies-Eis mit hausgebackenen Keksen.

Faldon Eismanufaktur Otto-Suhr-Allee 104, Charlottenburg, U7 Richard-Wagner-Platz, tägl. 10–20 Uhr, bei schlechtem Wetter kürzer

Prenzlauer Berg: Rosésekt mit Holunderblüten und Orange

Das Hokey Pokey gehört zu den Kult-Eisdielen der Stadt. Gleich zwei nebeneinanderliegende Läden gehören zu der Eispatisserie von Niko Robert. "Im großen Laden in der Stargarder Straße 73 produzieren wir auch. Der kleine Laden nebenan hat nur bei schönem Wetter und sehr großem Andrang geöffnet", so Robert, zu dessen neuesten Kreationen Madagaskar-Schokolade mit Ziegenmilch, Mascarpone mit Rhabarber und Himbeere sowie Rosésekt mit Holunderblüten, Orange und Tahiti-Vanille gehören. Probieren sollte man bei Hokey Pokey die namensgebende Sorte Hokey Pokey, die das beliebteste (Vanille-)Eis Neuseelands sein soll. 22 Sorten sind täglich im Angebot, die Kugel kostet 1,80 Euro.

Hokey Pokey Stargarder Str. 73+72, Prenzlauer Berg, U2, S1, 2, 8,9,, 41, 42, 85 Schönhauser Allee, tägl. 12–22 Uhr, Tel. 0176 80 10 30 80

Moabit: Für die Luxus-Variante wird das Eis ausgewogen

Kurz vor dem fünften Geburtstag ihrer Eisdiele Mitte Mai hat Marion Schmid nun eine Filiale hinzugekommen, in der Knesebeckstr. 20/21 in Charlottenburg (tägl. 12–19 Uhr). "Das Angebot in beiden Läden ist gleich. Täglich bieten wir zwölf verschiedene Sorten an. Die Kugel kostet 1,50 Euro, Nusssorten 2 Euro", sagt sie. Zu den ausgefallenen Kreationen der Eisbox gehört etwa derzeit Rhabarber-Joghurt-Mandelkrokant, bald wird es Kirscheis geben. Zu besonderen Anlässen wird auch "Luxus-Eis" angeboten, bis Anfang Juni Safran-Orangenblüte. "Die Portionen werden ausgewogen, hundert Gramm kosten fünf Euro, das macht für eine Kugel etwa 2,80 bis 3,50 Euro", so Marion Schmid.

Eisbox Elberfelder Str. 27, Moabit, Bus 106 Solinger Straße, Mo.–Fr. 14–21, Sbd. 12–21, So. 12–20 Uhr, Tel. 54 48 46 52, www.eisbox.eu

Schöneberg: Alles dreht sich um exotische Früchte

Gerhard Eilers wurde in Peru geboren und ist dort aufgewachsen. "Da lernt man eine wunderbare Fruchtvielfalt kennen", so Eilers. Ob Papaya, Maracuja, Guave, Tamarinde, Limette oder Avocado, in der südamerikanischen Eisdiele dreht sich alles um exotische Früchte. "Unsere Renner sind Kokos sowie unser laktosefreies Lúcuma-Eis. Das ist eine nussig und etwas nach Honig schmeckende Frucht", so Eilers, der 18 Sorten in seiner Eisvitrine bereit hält. Die Kugel kostet 1,20 Euro, eine kleine gibt es für 60 Cents.

Inka Eis & Café Belziger Str. 44, Schöneberg, U7 Eisenacher Straße, tägl. 11–21 Uhr (je nach Witterung), Tel. 78 09 70 50, www.inka-eis.de

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