Best of Berlin

Hier kann man sich köstliche Picknickkörbe packen lassen

Berlin ist voll von geeigneten Orten für Picknicks. Und Geschäften, die einem die Arbeit mit dem Korb packen abnehmen. Eine Auswahl.

Den Inhalt kann man selbst zusammenstellen: Randi Köster vom Feinkost-Laden Proviant in Friedrichshain

Den Inhalt kann man selbst zusammenstellen: Randi Köster vom Feinkost-Laden Proviant in Friedrichshain

Foto: Sergej Glanze

Friedrichshain: Einkaufen, packen und dann ab in den Volkspark

„Jeder Korb ist für vier Personen ausgelegt und mit einer Kühlbox, Porzellangeschirr, Gläsern und Besteck bestückt“, sagt Randi Köster, die Picknickkörbe rund ums Jahr anbietet. „Den kulinarischen Inhalt stellt man sich wie bei einem normalen Delikatess-Einkauf zusammen“, erklärt sie. Die Auswahl ist groß: mehr als hundert Wurst- und Käsesorten, mediterrane Vorspeisen, Salate, hausgebackenes Brot. Kaffee in der Thermoskanne gibt es auch.

Proviant, Wühlischstr. 39a, Friedrichshain, Tram M13, ‚Wühlischstr./Gärtnerstr., Mo.–Fr. 9–20, Sbd. 9–20, So. 11–17 Uhr, Pfand 50 Euro (bar), Tel. 29 00 11 74, proviant-berlin.de

Schöneberg: Schon ab 20 Euro ist ein Picknickkorb gut gefüllt

„Wir machen alles selber, daher wäre eine dreitägige Vorbestellung schön“, sagt Kirstin Keitel. Ab 20 Euro, so die Betreiberin des charmanten Feinkostladens mit kleiner Restauration, sei ein Korb gut gefüllt. „Es gibt etwa Gemüsesticks und Hackbällchen mit Dipp, zwei Salate, Landbrot, etwas Süßes und etwas zu trinken“, so Keitel. Zur Korb-Grundausstattung gehören Porzellangeschirr, Besteck, Gläser, Salz, Pfeffer, eine große Decke sowie Müllbeutel.

Lina Rothenberger, Belziger Str. 30, Schöneberg, U7 Eisenacher Straße, Di.–Mi. 10–19, Do.–Sbd. 10–22, So. 10–18 Uhr,
40 Euro Pfand (bar), Tel. 38 10 98 85, www.rothenbergerfeinkost.de

Charlottenburg: Fisch oder Fleisch auf thailändische Art

„Picknickkörbe bieten wir seit rund 15 Jahren an. Die Idee stammt vom weiblichen Küchenteam. Die Kolleginnen haben uns gezeigt, was sie selber gerne für ein Picknick zubereiten würden“, sagt Trixiy Prabhawat, die mit ihrem Mann Dju seit 1973 ihr Thai-Restaurant betreibt. Zur Auswahl stehen Varianten mit und ohne Fleisch. „Alles schmeckt warm und kalt. Der gewürzte Naturreis mit Bambus und Hühnchenbrust schmeckt im Laufe des Picknicks wie ein Reissalat“, so die Chefin.

Kien-Du Kaiser-Friedrich-Str. 89, Charlottenburg, Bus 109 Haubachstraße, tägl. ab 17 Uhr, Picknickkörbe ab 2 Pers., 26 Euro für 2 Pers., 20 Euro Pfand, Abholung auch n.V., Tel. 341 14 47, Picknickkorbhotline 0163-382 75 14, www.kien-du.de

Gesundbrunnen: Picknick im Park und Abkühlung im Sommerbad

Der zweitälteste Volkspark der Stadt, eröffnet 1876, hat sich bei der multikulturellen Picknickfangemeinde ebenfalls herumgesprochen. Es gibt zahlreiche Rasenflächen, etwa in der Parkmitte, und das Picknick kann mit Parkerkundungen kombiniert werden. Man kann den Trümmerberg, die 85 Meter hohe Humboldthöhe, erklimmen und auch die im Winter als Rodelberg genutzte Piste fürs Picknicken nutzen, im Rosengarten schlendern oder sich im Sommerbad Humboldthain abkühlen. Proviant muss man sich selbt mitbringen.

Humboldthain, zwischen Wiesen- und Brunnenstraße, Gesundbrunnen, S1, 2, 25 Humboldthain

Rummelsburg: Kapitänskorb und eine Piratenkiste für Kinder

„Wir bieten sechs Picknickkörbe an, die Vorbestellungszeit beträgt 48 Stunden“, sagt Restaurantleiterin Constanze Geißler. Die für je zwei Personen gefüllten Körbe gehen vom „Kaffeegedeck“ mit Kuchen und einer Thermoskanne Kaffee (15 Euro) bis zum „Kapitänskorb“ mit Kalbsschnitzel, Lachs, Kartoffel- und Obstsalat (36 Euro). In der „Piratenkiste“ für Kinder finden sich Hähnchen-Nuggets und ein Schoko-Cookie (pro Kind 10 Euro). Neu: die „Getränketasche“ von Softdrinks (18 Euro) bis Champagner (80 Euro).

Hafenküche, Zur Alten Flussbadeanstalt 5, Rummelsburg, Tram 21 Gustav-Holzmann-Straße, Mo.–Fr. 10–23, Sbd.+So. 9–23 Uhr, Pfand 40 Euro, Tel. 42 21 99 26, www.hafenkueche.de

Charlottenburg: Freizeitspaß auf den Liegewiesen im Schlosspark

Picknick im Schlossgarten – das derzeit teils in Sanierungsarbeiten befindliche Schloss Charlottenburg mit seinem großen, parkähnlichen Garten ist dafür prädestiniert. Wie in anderen Grünanlagen gilt dort die Parkverordnung, die unter anderem darauf verweist, seine Hinterlassenschaften mitzunehmen. „Es gibt mehrere Liegewiesen im östlichen Teil des Parks Richtung S-Bahn, die Picknick-geeignet sind“, sagt Frank Kallensee, Sprecher der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Korb bitte mitbringen.

Schlosspark Charlottenburg, Spandauer Damm 10-22, Charlottenburg, Bus M45, 309 Schloss Charlottenburg, Bus M45, 109 Luisenplatz/Schloss Charlottenburg, tägl. 7–22 Uhr, Tel. 32 09 11, www.spsg.de

Wilmersdorf: Im Preußenpark lockt exotische Freiluftküche

„Der Preußenpark zeigt die Vielfalt Berlins“, sagt Marc Schulte, Ordnungsamts-Stadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf. Die Grünfläche, die zu den „Picknick-Hotspots“ der Stadt zählt, trägt den Beinamen „Thai-Wiese“: An den Wochenenden verwandeln viele Thais den Park in eine exotische Freiluftküche.

Ob jeder für den Verkauf von Hähnchenspießen & Co. ein Gewerbe angemeldet hat, mag dahingestellt sein. Wer da lieber auf Nummer sicher gehen will, bringt eben einfach seinen eigenen Picknickkorb mit.

Preußenpark, Brandenburgische Straße, Wilmersdorf, U3, 7, 12 Fehrbelliner Platz

Friedrichshagen: Familienfrühstück oder Champagner-Tête-à-Tête

Ein Ausflug ans Wasser oder ins Freiluftkino und etwas Leckeres mitnehmen, das war die Motivation für Thomas Krach, seit vergangenem Sommer Picknickkörbe (ein Tag Vorbestellung) anzubieten. „Je nach Anlass, es kann auch ein Tête-à-Tête mit Champagner oder ein Familienfrühstück sein, nach Budget füllen wir dann den Korb“, so Krach. Einen Mindestumsatz gibt es nicht. Picknicksaison ist ganzjährig. Im Winter, so Krach, auch mit einer Thermoskanne Glühwein.

Goldmanns Feine Kost, Am Goldmannpark 4, Friedrichshagen, S3 Friedrichshagen, Di.–Sbd. 8–20, So. 9–18 Uhr, Tel.
65 49 96 96, Pfand 40 Euro, www.goldmanns-feine-kost.de

Zehlendorf: Romantischer Ausflug zu den Pfauen auf der Insel

Zum Picknick in den Park, ans Wasser oder auf eine Insel. Die Pfaueninsel bietet das Gesamtpaket. In der Havel gelegen, zu erreichen per Fähre und mit Sehenswürdigkeiten wie dem Schloss im romantischen Ruinenstil sowie natürlich den Rad schlagenden Pfauen, können dort Spaziergänge und Picknicken – Grillen und Rauchen nicht erlaubt – verbunden werden. Ein schöner Platz ist etwa die Liegewiese zwischen Kavaliershaus und Luisentempel.

Pfaueninsel, Nikolskoer Weg, Zehlendorf, Bus 218 Pfaueninsel, 4 Euro, erm. 3 Euro (mit Fähre), tägl. 9–20 Uhr, ab Sept. bis 19 Uhr, www.spsg.de

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