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In diesen Berliner Cafés werden Sie verwöhnt

Mal französisch, mal italienisch, mal wie zu Hause bei Muttern: Wer in Berlin Lust auf Kaffee und Kuchen bekommt, wird in den Cafés der Stadt stilvoll verwöhnt. Morgenpost Online hat eine Auswahl zusammengestellt.

Foto: Massimo Rodari

Charlottenburg - Das hat sie von Frau Behrens gelernt

„Frau Behrens war die Einzige, die mir geholfen hat, als ich anfangs noch zu Hause gebacken habe“, sagt Victoria Fernandez. Heute besitzt die Nordspanierin zwei Cafés und seit anderthalb Jahren an der Wilmersdorfer Straße vielleicht Berlins einzige offene „Show-Backstube“. Im Angebot sind dort täglich 14 Kuchen und acht Torten sowie Süßwerk wie Obstrouladen, Florentiner und Mokkaschnitten. Stimmungsvoll wird es am Wochenende, wenn in dem gemütlichen Kaffeehaus nachmittags ein Pianist zu Kaffee und Kuchen aufspielt.

Frau Behrens Torten, Wilmersdorfer Str. 96-97, Charlottenburg, U7 Adenauerplatz, tgl. 10–19 Uhr, Tel.: (030) 88912864, www.gugelhupf-berlin.com

Schmargendorf - Echtes Handwerk nach Hausrezept

Bewährte Hausrezepte begründeten den Ruf der Kuchen und Torten eines der bekanntesten Berliner Kaffeehäuser und sorgen bis heute für beständig gute Qualität. Schließlich führt Manfred Otte das 1928 gegründete Familienunternehmen in dritter Generation und setzt dabei auf echtes Handwerk. Besonders beliebt bei den zahlreichen Stammgästen aus Grunewald sind allerlei Tartes, besonders das Aprikosentarte, und Klassiker wie der Käsekuchen. Die schönsten Torten stehen im neuen Schauraum. Gegen den kleinen Hunger gibt es Frühstück und eine Wochenkarte mit Herzhaftem.

Wiener Conditorei & Caffeehaus, am Roseneck, Hohenzollerndamm 92, Schmargendorf, X10, M29, 101, 104, 110, 115, 186, 204, 249, Mo.–Fr. 7.30–20, Sbd. 8–19, So.+Fei. 9–19 Uhr, Tel.: (030) 89596922, www.wiener-konditorei.de

Köpenick - Schokolade, Nougat und ganz viel Sahne

Nur Kaffee und Kuchen, damit verwöhnt Sabine Lausch ihre Gäste in ihrem Café mit Altberliner Charme. Sie selbst trinkt keinen Kaffee, aber sie kreiert Spezialitäten wie z.B. den „Pfeffersack“ – Kaffee mit feurigem Pfeffer und Sahne. Rund 20 koffeinhaltige Heißgetränke stehen auf der Karte. Dazu wählt man Bisset-Torten mit Kirschen oder Stachelbeeren, Apfeltarte mit Mandeldecke oder die Kardinalstorte, eine Kalorienbombe mit viel Nougat und Schokolade. Und bei den ersten warmen Sonnenstrahlen setzt man sich damit gern in den Cafégarten mit Spreeblick.

Altstadtcafé Cöpenick, Alt-Köpenick 16, Köpenick, Tram 27, 60, 61, 62, 67, 68 Rathaus Köpenick, tgl. 10–18.30 Uhr, Tel. (030) 65 47 40 69, www.altstadtcafe.de

Kreuzberg - Patisserie mit Friseursalon

Was kommt dabei heraus, wenn sich ein Elsässer, Eric Muller, und eine Brasilianerin, Katia Barcellos, zusammentun? Richtig, eine Patisserie mit einem Friseurladen. Eric backt, sehr französisch, und Katia schneidet, sehr stylish, gleich nebenan. Aber Café au Lait, Croissants, Biscuits, Mille Feuilles, Tarte aux Péches und sogar Tarte Flambeé lassen sich in dem „petit“ Lokal natürlich auch ohne waschen, schneiden, föhnen genießen – immer frisch und ausgezeichnet.

Salon Sucré, Görlitzer Str. 32a, Kreuzberg, Bus M29, 264, U1 Görlitzer Bahnhof, Patisserie Do.–So. 10–18 Uhr (Urlaub bis 31.3.2011), Tel. (030) 612 27 13, www.salonsucre.de

Hansaviertel - Königlicher Baumkuchenbäcker

Einst brachte der nach einem Geheimrezept gebackene Baumkuchen, der König der Kuchen, der ehrwürdigen Konditorei am Rande des Tiergartens den Titel eines „Königlichen Hoflieferanten“ ein. Heute ist er für die zahlreichen Spaziergängern ein guter Grund sich in der Caféstube mit Berliner Charme oder im grünen Vorgarten niederzulassen. Schließlich ist das gute, süße Stück mit Aprikosenmarmelade versiegelt und mit Kouvertüre oder Zuckerguss überzogen – verlockende Alternativen sind Torten von Champagner- bis Zimt-Torte.

Konditorei & Café Buchwald, Bartningallee 29, Hansaviertel, S5, 7, 9, 75 Bellevue, Mo.-Sa. 9–18, So. 10–18 Uhr, Tel.: (030) 3915931, www.konditorei-buchwald.de

Reinickendorf - Der Oma über die Schulter geschaut

Der Name ist hier Programm: Das Antik Café ist mit einigen schönen, alten Antiquitäten eingerichtet, die eine wohlige Atmosphäre in dem kleinen Lokal verbreiten. Schmuckstück von Inhaber Thomas Walch, der die Möbel selber gesammelt hat und seit gut einem Jahr für Kaffee und Kuchen sorgt, ist die große Puppenstube. Für seine hausgemachten Kuchen hat der Quereinsteiger schon als Kind seiner Großmutter über die Schulter geschaut. Renner sind denn auch Omas Hefekuchen, sei es mit Apfel oder Kirsch.

Antik Café, Rütlistr. 13, Reinickendorf, Bus 120, 128, U8 Franz-Naumann-Platz, Di.–Sbd. 10–19 Uhr, Tel. (030) 40059505

Schöneberg - Torten, Torten, nichts als Torten

Eigentlich ist Georgios Vassilioris spezialisiert auf Torten und „süße Buffets“ für große Feiern. Doch auch sein nach Feng-Shui-Prinzip eingerichtetes Café im Schöneberger Kiez ist einen Besuch wert: Viel Holz, halbrunde Decken, ergonomisch geformte Stühle. Hier präsentiert er täglich eine Auswahl von rund 30 Kuchen und Torten aus seinem riesigen Sortiment. Auf Butter und Margarine wird bei der Produktion verzichtet. Stattdessen kommen Cremes auf pflanzlicher Basis zum Einsatz, was den Kaloriengehalt erheblich mindert. Und hier gibt es den echt griechischen Frappe, kalt aufgeschäumter Nescafé, am liebsten „metrio me yala“: mittelsüß mit Milch.

Café Lezard, Bamberger Str. 49, Schöneberg, U4 Viktoria-Luise-Platz, U3, 9 Spichernstr., tgl. 11–12.30 Uhr, Tel.: (030) 23621300, www.cafelezard.de , www.tortenberlin.de

Spandau - Tradition in der Fußgängerzone

Schon seit den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts ist das gediegen-charmante Café Fester für viele Spandauer ein Ort des süßen Genusses beim Altstadtbummel. Denn neben fruchtigen, sahnigen oder cremigen Torten von der langen Tortentheke sind auch Eiscreme und Süßes aus Schokolade oder Marzipan eine Sünde wert. Dazu darf es gern eine Kaffeespezialität wie der Pharisäer oder auch nur ein klassisches Kännchen Kaffee sein. Und Frühstück gibt es ebenso wie einige herzhafte Gerichte.

Konditorei Fester, Markt 4, Spandau, U7 Altstadt Spandau, Mo.–Fr. 8–18.30, Sbd. 8–18, So. 11–18 Uhr, Tel.: (030) 3335872, www.konditorei-fester.de

Lichterfelde - „Bella Italia“ am Botanischen Garten

Seit einem Jahr betreibt Loredana Biazzo ihr hübsches Café nur einen Steinwurf vom Botanischen Garten entfernt. Für konservative Spaziergänger gibt es auch selbst gemachten Blechkuchen, aber sonst herrscht „Bella Italia“: Espresso aus der Profi-Gaggia, dickflüssige heiße Bio-Chocolata, gefüllte Cornetti, Torta della Nonna, Tirami Su aber auch gut belegte Focaccia Caprese. Und im Sommer sizilianische Eis für die Kleinen und Prosecco mit Aperol für die Großen.

Café Mio, Tulpenstr. 20, Lichterfelde, 5Bus M48, 188, S1 Botanischer Garten, ab April Mo.-Sa. 11–19, So. 11–20 Uhr, Tel. (030) 80 20 17 09, www.cafemio-berlin.de

Klassiker - Himmlische Törtchen nach Pariser Art

Wer in Paris das feine Backwerk gelernt hat, gibt sich hierzulande nicht mehr mit Pfannkuchen zufrieden. Kein Wunder, dass die Tarts und Törtchen von Stephanie Albrecht, wohl Berlins beste Patisseuse, längst den Weg aus ihrem ersten kleinen Laden am Kollwitzplatz zum Kudamm gefunden haben. Dort, im schmucken Café in der Fasanenpassage, lassen sich beim Shoppen verlorene Pfunde kalorienreich aufbauen. Bestens geeignet sind dazu etwa das klassische Himbeer-Tarte, Profiterole oder Nougattörtchen. Empfehlenswert nur zum Probieren: die Minis.

Albrechts Patisserie, Charlottenburg, Fasanenstraße 29, U1 Uhlandstraße, Mo.–Sa. 10–18, Sbd. 12–17 Uhr, Tel. (030) 88 72 93 83, www.albrechts-patisserie.de

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