Best of Berlin

Diese zehn Eisdielen lohnen einen Ausflug

Eine schreckliche Frage: "Was machen wir am Wochenende?" Schrecklich, denn: Es gibt so viele Antworten. In "Best of Berlin" sagen wir Ihnen, was Sie sich gönnen sollten. An diesem Wochenende verraten wir Ihnen, wo Sie sich in Berlin mit Eiscreme verwöhnen lassen sollten.

Foto: © JÖRG KRAUTHÖFER

Der richtige Hochsommer lässt zwar auf sich warten, doch um gutes Eis zu genießen, braucht man keine Hitzewelle. Damit Sie aber nicht wieder zu Deutschlands liebsten Eissorten Vanille, Erdbeere oder Schokolade greifen, stellen wir Ihnen zehn Eisdielen mit ungewöhnlichen Sorten vor.

Inka Eis

„Inka Eis“ ist der Tempel für Fans von gänzlich ungewöhnlichen Eissorten. Die Peruanerin Gisella Panduro fabriziert in ihrem Eis-Café Gefrorenes aus lateinamerikanischen Früchten, deren Namen man weder kennt, noch aussprechen kann. Viele dieser Zugenbrecher-Sorten bekommt man nur bei ihr in Berlin: „Lúcuma“ ist quasi das Lieblingseis der Peruaner und schmeckt nach Nuss mit Honig, „Chicha Morada“ wird aus blauem Mais hergestellt, „Algarrobina“ ist der Sirup der Johannisbaumschote und schmeckt leicht nach Karamell und die südamerikanische Frucht „Guayaba“ schmeckt nach Quitte, Feige und Birne.

Belziger Straße 44, täglich 11-22 Uhr

Eisladen Schwarzkopf

Der „Eisladen“ der Familie Schwarzkopf wurde kürzlich im Internet zur beliebtesten Eisdiele in der Hauptstadt gewählt. Vielleicht liegt es daran, dass Eismacher Uwe Schwarzkopf wie Daniel Düsentrieb sich immer wieder neue verrückte Eissorten ausdenkt. Zu den üblichen wie „Prosecco“ oder „Ingwer-Birne“ gibt es unter den weiteren 130 Geschmacksrichtungen auch noch Verrückteres wie „Büffelmilcheis mit Balsamico-Dressing“ oder „Mozzarella“.

Stammhaus in Kaulsdorf: Bausdorferstraße 65, 11-19 Uhr, weitere Filialen: Kleine Jägerstraße 10 (Mitte), 9-19 Uhr und Luisenstraße 14 (Mitte), 11-19 Uhr,

www.der-eisladen.de

Eismanufaktur

Die rote Markise flattert fröhlich im Wind und darunter bildet sich stets eine kleine Warteschlange. Die Eisdiele am Oranienburger Tor bietet neben den gängigen Schleckereien auch ungewöhnliche Sorten wie „Pistazie“ oder „Schoko-Chilli“ an. Und um das schlechte Gewissen zu beruhigen, nachdem man sich noch eine zweite Waffel mit „Weißer Schokolade mit Orange und Ingwer“ genehmigt hat, sollte man sich vor Augen halten, dass alle Eissorten aus natürlichen Zutaten ohne Konservierungsstoffe hergestellt sind.

Friedrichstraße 114, täglich 9-24 Uhr. Es gibt noch eine zweite Filiale an der S-Bahn Treptower Park,

http://www.berliner-eismanufaktur.de

Tanne B

Kenner verschlägt es zum Eissalon „Tanne B“ wegen seiner Experimentierfreude. 80 Sorten hat die Eisdiele im Angebot, davon kommen 20 täglich wechselnde in die Vitrinen. Für Geschmacksabenteurer gibt es Eis mit „Grünem Tee“, „Sesam-Honig“, „Sandorn“, „Lychee-Ingwer“ oder „Erdbeer-Minze“. Zugegebenermaßen etwas speziell ist das „Spargeleis“ – während der Spargelsaison. Für Veganer bietet sich hier Genuss ohne Reue an mittels vegetarischem Frucht-Soja-Eis in veganen Waffeln! Natürlich handelt es sich bei allen Sorten um Bio-Eis ohne Farb- und Aromastoffe.

Bergmannstraße / Ecke Marheinekehalle, Mo.-Sbd., 11-19 Uhr. Zweiter Laden am Lausitzer Platz,

www.tanneb.de

Kauf Dich glücklich

Das Geschäft ist eine Institution am Prenzlauer Berg. Über 60 Sorten gibt es im Angebot, neben Klassikern auch „ Limette-Basilikum“ und im Winter „Marzipan“- oder „Spekulatiuseis“. Doch das Highlight sind die Waffeln. Wer zu seiner eiskalten Nascherei noch eine heiße Waffel möchte, kann zwischen 50 verschiedene Sorten wählen. Der Klassiker: heiße Kirschen mit Schlagsahne und Eis („Großer Bahnhof“). Mit seinem Hochgenuss setzt man sich dann in die verschnörkelten Stühle oder Sofas – und wer sich in eines der Möbelstücke verliebt, kann es sogar gleich noch erwerben.

Oderbergerstraße 44, täglich ab 10 Uhr. Zweite Filiale: „Glücklich am Park“, Kastanienallee 54

www.kaufdichgluecklich.de

Kleine Eiszeit

Die „Kleine Eiszeit“ hat eine große Auswahl und zwischen den 25 Sorten fällt die Entscheidung nicht immer leicht. Eis-Fans müssen sich daher manchmal etwas gedulden, bis sie an der Reihe sind. Dann wird ihnen von Inhaber Hans-Joachim Stiller Gefrorenes gereicht, während man seiner Frau Karin im hinteren Teil des Ladens zu sieht, wie sie frisches Eis zubereitet. Neben den bekannten Sorten gibt es Ungewöhnliches wie „Apfelsine“, „Pfefferminze“ oder „Sauerkirsche“, Experimente wie „Sellerieeis“ sucht man hier aber vergeblich.

Stargader Straße 7, täglich ab 12 Uhr

Eiskonditorei Monheim

Über 80 Jahre gibt es das traditionsreiche Eisgeschäft in Wilmersdorf bereits, Inhaberin Sonja Below „dreht“ seit 35 Jahren Eis nach Rezepten ihrer Vorgängerin Erna Monheim. Schon der Zusatz „Eiskonditorei“ lässt fürstliches erahnen. Für Eisfans stehen täglich wechselnd bis zu 18 Sorten auf dem Programm wie „Schwarzwälderkirsch“ oder „Bitterschokolade“. Auch Diabetiker- und laktosefreies Eis wird gereicht, der Klassiker ist jedoch die „Fürst-Pückler-Schnitte“.

Blissestraße 12, im Sommer täglich 10-22 Uhr

www.eiscafe-monheim.de

Allegretto Eiscafé „Ice & Easy“

Das Eiscafé im Spree-Palais serviert Eis einmal ganz anders: als Baukastensystem. Zuerst sucht man sich aus über zwanzig Eissorten seinen Lieblingsgeschmack aus und dann heißt es „Pimp Up Your Ice“. Also kommt noch eine Soße oder Sirup (20 stehen zur Verfügung) drüber und dann noch eines der 20 Toppings wie Karamell-Croutons oder Minz-Pesto. Alles wird von der Eisfachkraft auf einem so genannten „Kalten Stein“ vorsichtig vermischt, der schwarze Granit hat innen Kühlstäbe, die die Temperatur konstant unterm Gefrierpunkt halten. Die kalte Leckerei genießt man dann am besten auf der Terrasse mit Blick auf den Berliner Dom und die Museumsinsel.

Spreepalais, Anna-Louisa-Karsch-Straße 2, 11-22 Uhr

Franken & Grunewald

Einer der besten Eisläden in Schöneberg heißt „Franken & Grunewald“. Es gibt 20 verschiedenen Sorten in den Geschmacksrichtungen „Orange-Ingwer“, „Milch & Honig“ oder „Cognac Schokosplitter“. Seit neuestem gibt es auch eine Filiale am Prenzlauer Berg, wo selbstverständlich ebenfalls „Mango Lassi“ oder „Erdbeer-Karotte“ erhältlich sind.

Gossowstraße 6 / Ecke Motzstraße und Prenzlauer Allee 217, täglich 11-21 Uhr

www.franken-grunewald-eis.de

Aldemir

Mitten am Wrangelkiez befindet sich die kleine Eisdiele, vor der sich an warmen Tagen lange Schlangen bilden. Kein Wunder, denn Inhaber Ismail Aldemir kreiert jedes Jahr neue Eissorten, denn nach seiner Meinung ist Eis wie Mode und braucht jedes Jahr einen neuen Geschmack. So entstanden schon „Kastanieneis“ oder Gefrorenes aus „Jogurt-Pflaume“. Kommt eine Sorte besonders gut an, wird sie zum Dauerbrenner im Sortiment: „Omas Apfelkuchen“ ist so ein Fall, schmeckt das Eis doch nach Zimt, gerösteten Mandeln und einer Mischung aus Waffeln und Schokolade. Lecker!

Falckensteinstraße 7, täglich 10-24 Uhr