25 Jahre Mauerfall

Sowjetsoldaten halten sich illegal im Westen auf

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2015 jährt sich die deutsche Einheit zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

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Die Umwandlung der DDR in einen demokratischen, marktwirtschaftlich orientierten Staat bringt die Sowjetunion angesichts ihrer dort stationierten Truppen in ein Dilemma. Nach einem Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ wirkt sich die Berührung der sowjetischen Soldaten mit der westlichen Marktwirtschaft negativ auf Ideologie, Moral und Disziplin der Truppe aus.

Sowjetische Kommissionen haben deshalb alle 360.000 in der DDR stationierten Soldaten der Roten Armee nach persönlichen Kontakten zur deutschen Bevölkerung befragt. Wer dies zugab, wurde ausgesondert und in die UdSSR zurückbeordert.

Bei der Befragung sei deutlich geworden, dass Sowjetsoldaten ihren Ausgang dazu genutzt hätten, West-Berlin oder das west-deutsche Randgebiet in Zivil zu besuchen. Dabei sollen auch Uniformteile und Militäreffekten verkauft worden sein.