25 Jahre Einheit

Innerdeutsche Passfreiheit wird vorgezogen

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2015 jährt sich die deutsche Einheit zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Seit dem 17. Mai 1990 benötigten Bundesbürger, West-Berliner, und DDR-Bürger im innerdeutschen Reiseverkehr nur noch den Personalausweis. DDR-Innenminister Peter-Michael Diestel erklärte auf einer Pressekonferenz in Ost-Berlin, im deutsch-deutschen Personenverkehr herrsche nun Pass- und Visafreiheit. Diestel sagte weiter, diese Reglung sei eigentlich erst für Juli, dem Termin des Inkrafttretens der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion vorgesehen gewesen. Im Interesse der Menschen in beiden deutschen Staaten sei diese Regelung, die einer Vereinfachung des Reiseverkehrs diene, vorgezogen worden.

In der DDR steigt die Arbeitslosigkeit rapide an. Nach Regierungsangaben waren Ende April 1990 etwa 65.000 Menschen ohne Beschäftigung. Vor allem in Bezirken mit hoher Industrialisierung stieg die Arbeitslosenzahl deutlich an.