25 Jahre Einheit

Wohngeld-Pläne für DDR-Mieter

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2015 jährt sich die deutsche Einheit zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Die DDR-Regierung will im Zuge der angekündigten stufenweisen Mieterhöhung soziale Härten mit einem Wohngeldsystem nach bundesdeutschem Vorbild abfedern. Das kündigte DDR-Bauminister Axel Viehweger am 23. April 1990 nach einem Gespräch mit seiner Bonner Amtskollegin Gerda Hasselfeldt an.

Viehweger sagte, Mietsteigerungen dürften nur vorsichtig erfolgen. Dabei müssten auch andere Faktoren wie die Entwicklung der Preise, Löhne und Renten beachtet werden. Generell sollten künftig bis zu 15 Prozent der Einkommen für das Wohnen ausgegeben werden. Die Wohngeldregelung sollte möglichst schon bis zur Sommerpause eingeführt werden.

Viehweger und Hasselfeldt vereinbarten außerdem Maßnahmen zur Erhaltung und Erweiterung des Wohnungsbestandes und zur Beschleunigung der Stadtsanierung.