25 Jahre Einheit

SED-PDS will sich von ihren Zeitungsverlagen trennen

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2015 jährt sich die deutsche Einheit zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Die SED-PDS gibt elf ihrer 16 Zeitungsverlage und 21 ihrer 26 Druckereien ab. Das hat das Parteipräsidium am 14. Januar 1990 dem Vorstand vorgeschlagen. Die Betriebe sollten nach Verhandlungen mit der Regierung und den Belegschaften in „Volkseigentum überführt werden“. Die Verhandlungen sollten bis zum 30. Juni abgeschlossen werden.

Ebenfalls abgeben wollte die SED-PDS den Genex-Geschenkdienst, der hochwertige Waren wie Autos und Eigenheime gegen Devisen an DDR-Bürger lieferte.

Auch Buchverlage, die Werbeagentur „Dewag“ und den Übersetzerdienst „Intertext“ will die Partei abgeben.

Von ihren 37 Gästehäusern und Erholungsheimen will die Partei nur die rechtmäßig erworbenen behalten.

Ansprüche auf das SED-Vermögen hatten auch die Sozialdemokraten angemeldet. Sie beanspruchen das Vermögen der alten SPD, das nach 1946 an die SED fiel.