25 Jahre Mauerfall

Amnestie und Westreisen für alle DDR-Bürger

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Foto: Krzysztof Dydynski / Getty Images/Lonely Planet Image

Drei Tage nach dem Wechsel an der Spitze der DDR-Staatsführung hat der Staatsrat am 27. Oktober 1989 eine Amnestie für alle Geflohenen und Demonstranten erlassen und die Reisebeschränkungen in die CSSR zum 1. November aufgehoben.

Zugleich wurde bekannt, dass jeder DDR-Bürger demnächst für 30 Tage im Jahr in den Westen reisen dürfe. Allerdings sollen sie für ihre Westreisen wie bisher lediglich 15 D-Mark erhalten.

Die Ost-CDU legte ein Grundsatzpapier vor, mit dem freie Wahlen und die demokratische Umgestaltung angestrebt wurde. Die Christdemokraten forderten eine lebendige Demokratie, „deren Wahlsystem dem Grundsatz allgemeiner, freier und gleicher und geheimer Wahlen entspricht und die im Sinne der Durchschaubarkeit und Entscheidungsmöglichkeit für die Bürger weiterentwickelt wird und in der die Amtszeit bei der Wahl in Führungsfunktionen begrenzt wird“.