25 Jahre Mauerfall

Rückkehrrecht für Flüchtlinge

Erste Zeichen einer vorsichtigen Öffnung seitens der DDR-Führung. Sie hat den DDR-Flüchtlingen am 20. Oktober 1989 ein Angebot zur Rückkehr unterbreitet.

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Die DDR-Führung setzt erste Zeichen einer vorsichtigen Öffnung. So wurde den DDR-Flüchtlingen am 20. Oktober 1989 ein Angebot zur Rückkehr unterbreitet. Der Sprecher des DDR-Außenministeriums, Wolfgang Meyer, sagte, dass sich rückkehrbereite frühere DDR-Bürger an die diplomatischen Vertretungen im Ausland wenden könnten: „Wir werden allen, die zurückkehren wollen, soweit dem keine triftigen Gründe entgegenstehen, im Rahmen des Möglichen dabei behilflich sein, in ihrer angestammten Heimat wieder Fuß zu fassen.“

Unterdessen warb die Regierung in der DDR weiter um das Vertrauen der Bevölkerung. So stellten Mitglieder der SED-Führung in einer Livediskussion im DDR-Fernsehen Reisepässe für alle DDR-Bürger in Aussicht. Und das SED-Zentralorgan „Neues Deutschland“ kündigte ein Ende von Schönfärberei und Selbstherrlichkeit in der DDR an.